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Dr.Schürmann
Dr.Schürmann, approbierter Arzt, Facharzt für Innere Medizin
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1491
Erfahrung:  22 Jahre Erfahrung in eigener allgemedizinisch/internistischer Praxis mit entsprechendem Schwerpunkt
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Dr.Schürmann ist jetzt online.

Meine Mutter ist ein Herzensguter Mensch.

Diese Antwort wurde bewertet:

ich habe eine wichtiges Anliegen bezüglich meiner Mutter(57);

Meine Mutter ist ein Herzensguter Mensch. Sie bekam 1988 ihr erstes Kind, einen Jungen, dann kam ich im jahre 1991,alles verlief reibungslos. Und im Jahre 1995 als mein jüngerer Bruder geboren wurde bekam sie eine schwangerschaftspsychose , wurde mehrmals stationär behabdelt und wird bis zum heutigen Tage mit Medikamenten behandelt (Olanzapine). Leider haben die Medikamente in den ganzen Jahren ihre Nebenwirkungen gezeigt und vor allem das Übergewicht machte ihr stets zu schaffen da sie früher immer schlank war. Im jahre 2007 kam mein älterer Bruder auf sehr tragische weise bei einem Autounfall ums Leben, unmittelbar vor unserer Haustür. Meine Mutter hat seither zusätzliche Ängste, gerade wenn es um mich oder meinen jüngeren Bruder geht, was natürlich auch verständlich ist. Sie hat soweit ich es in Erinnerung habe 2x die Medikamente abgesetzt von sich aus und war nicht wieder zu erkennen, aggressiv und uneinsichtig. Das letzte Mal liegt auch schon wieder fast 10 Jahre zurück, damals ist sie selbst wieder zur Vernunft gekommen und hat die Medikamente wieder eingenommen. In den letzten 3 Jahren kämpft sie mit zusätzlichem Schwindel,Angstzustände,Kraftlosigkeit, an machen Tagen geht sie nicht mal aus dem Haus. Ich habe im Oktober 2017 mein erstes Kind zur Welt gebracht und meine Mutter konnte sich nichts schöneres vorstellen als Oma zu werden, doch immer wieder ist sie durch die Nebenwirkungen eingeschränkt. Da mein Vater nun in Rente geht und die ganze Situation nur noch schwer zu ertragen ist, habe ich mich nun entschlossen etwas zu unternehmen. So kann es nicht mehr weitergehen. Das Problem ist, dass meine Mutter schon so bessessen von diesem Medikament ist dass sie eigentlich an nichts anderes mehr glaubt. Selbst ihr behandelnder Psychiater sagt jedes mal nur : sie brauchen geduld o.ä..... ich kann es nicht mehr hören. Auch mein Vater, mir kommt es vor als hätte er es einfach ,,akzeptiert,,. Kann das wirklich sein dass so eine Krankheit so lange andauert oder ist sie vielleicht schon lange weg und nur noch die Nebenwirkungen der Medikamente schränken meine Mutter ein?Gibt es denn keine anderen Therapiemöglichkeiten? Meine Mutter ist so ein guter Mensch und ich bin ihr so dankbar für unsere behütete Kindheit, sie würde alles für ihre Familie tun. Ich wünschte ich könnte ihr endlich wirklich helfen. Ich danke ***** ***** im voraus für ihre Zeit und Antwort MfG *****

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r), Vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer

Man muss davon ausgehen, dass Ihre Mutter an einer chronischen Psychose leidet , d.h. , dass die Erkrankung lebenslang andauern wird. Demzufolge führen Ausslassversuche der neuroleptischen Therapie (in diesem Fall Olanzapin). Diese Erfahrung hat Ihre Mutter schon gemacht. Gleichzeitig sind die Neuroleptika, auch die neuen wie Olanzapin leider vielen Nebenwirkungen haben.

Auf eines der älteren (klassischen ) Neuroleptika überzugehen macht wegen deren schlechterer Verträglichkeit keinen Sinn, ebensowenig der Übergang auf die Vorläufersubstanz von Olanzapin, das Clozapin, da dieses nicht selten gravierende Nebenwirkungen bei der Blutbildung hat.

Es bleibt vernünftigerweise nur das Olanzapin ergänzt ggfs. um Psychotherapie und Soziotherapie in einer stabilen Krankheitsphase.

Vielleicht kann zur Verringerung der Nebenwirkungen eine Verringerung der Olanzapindosis versucht werden. Dies bitte nur in Absprache mit dem behandelnden Psychiater. Ganz ohne Olanzapin wird es voraussichtlich aber nicht gehen.

Wenn Sie weitere Zusatzinformationen benötigen, stehe ich Ihnen jederzeit ohne Zusatzkosten zur Verfügung. Ich möchte Sie bitten eine positive Bewertung mit BEWERTUNGSSTERNEN ( 3-5 Sterne) abzugeben, damit meine Bemühungen entlohnt werden. Vielen Dank ***** ***** Gute!

Dr.Schürmann

Dr.Schürmann und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Danke für ihre schnelle und ausführliche Antwort. Sie hat in den vergangenen Monaten nach Absprache des Arztes schon einmal das die olanzapin-einnahme verringert. Dadurch hatte sie dann teilweise keinen Schwindel mehr konnte aber nachts nicht mehr schlafen nur mit zusätzlichem schlafmittel. Würden sie sagen dass diese Variante die bessere wäre, so kann sie wenigstens tagsüber noch am Leben teilnehmen ohne Einschränkungen.

Danke für Ihre Rückmeldung

Ich meine, dass man eine pragmatische Lösung finden sollte. Also Dosisverringerung des Olanzapin und zusätzlich Schlafmittel. Das ist natürlich nicht das, was man im Regelfall will, aber so lange es funktioniert würde ich es so versuchen. Das Risiko ist natürlich, dass das Olanzapin unterdosiert ist und die Psychose wiederkommt. Das muss aber nicht sein.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Mutter alles Gute

Ihr Dr.Schürmann