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Dr.Schürmann
Dr.Schürmann, approbierter Arzt, Facharzt für Innere Medizin
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1742
Erfahrung:  22 Jahre Erfahrung in eigener allgemedizinisch/internistischer Praxis mit entsprechendem Schwerpunkt
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Dr.Schürmann ist jetzt online.

Sehr geehrter Damen und Herren, ich bin seit über 30 Jahren

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrter Damen und Herren,
ich bin seit über 30 Jahren in therapeutischer Behandlung, da ich unter extrem Angststörungen leide, bei denen mein komplettes vegetatives Nervensystem ausfällt. Schlucken und atmen funktioniert nicht mehr, einhergehend mit Schwindel.
Nach 10 Jahren des Versuchs verschiedener Therapien und verschiedensten Medikamenten, die alle ohne Wirkung blieben, dafür aber erhebliche Nebenwirkungen hatten, landete ich vor 20 Jahren bei einer Ärztin, die mir Tavor verschrieb. Es funktionierte so gut, das ich eine Packung Tavor expedit 1,0 Packungsinhalt 50 Stück 1 x pro Jahr bekam. Damit konnte ich 20 Jahre mein Leben im Griff halten. Oft brauchte ich über 2 Monate gar keine Einnahme. Bei besonderen Stress-Situationen oder wenn meine innere Unruhe auf ein unerträgliches Maß anwuchs, nahm ich auch mal 1 Woche lang die Tabletten. Meist jedoch nur an einzelnen Tagen. So kam ich jetzt 20 Jahre lang gut zurecht.
Seit letztem Jahr verkündete meine Ärztin mir nun, dass sie das nicht mehr machen könne.
Irgend etwas muss sich an den Gesetzen geändert haben, dass nun plötzlich die Ärzte damit Probleme haben. Und mir fehlt einfach die Kraft jetzt wieder 10 Jahre durch alle Praxen zu ziehen und mich mit den verschiedensten Medikamenten vollstopfen zu lassen. Zumal diese dann ja auch im Dauereinsatz auf mein Gehirn nicht genau bekannte Wirkung haben können und zudem bei mir nicht zum gewünschten Erfolg führen. Leider ist diese Erkrankung bei mir in der Familie erblich und 2 (meine Mutter und mein Onkel) haben mittlerweile eine Demenz entwickelt. Beide haben ebenfalls Unmengen verschiedenster Medikamente in sich rein geschaufelt.
Ich möchte das nicht. Ich kann mein Leben seit 20 Jahren sehr gut meistern mit einer gelegentlichen Einnahme von Tavor. Und es wird mir hier nicht ermöglicht mein Leben so weiter zu führen.
Ohne die Möglichkeit der Selbstbehandlung kommt es dann leider immer wieder.vor, dass sich die Panikattacken soweit steigern, dass ich den Notarzt aufsuchen muss. Das was ich noch mit einer Tablette in den Griff bekommen kann, ist dann in der Notfallpraxis damit nicht mehr zu erreichen. Die Attacke hat dich dann so gesteigert, dass ich nicht mal mehr meinen Namen nennen kann. Hier muss man mir dann eine 5-fache Dosis geben, die mich dann wiederum leider für 2 Tsge komplett außer Gefecht setzt.
Dagegen die Einnahme einer einzelnen Tablette mich einfach nur auf das Maß eines normalen Menschen setzt.
Nun habe ich bei meiner Recherche im Internet ihre Platform gefunden und wollte hier einfach mal meine Problematik schildern, um zu sehen ob sich jemand findet der helfen kann.
Leider ist meine Erfahrung, dass die hier ansässigen Ärzte sich nicht die Arbeit machen wollen für einen Spezialfall eine Speziallösung zu finden.
Ich möchte nur gerne mein normales Leben, das ich jetzt 20 Jahre führen konnte wieder zurück. Momentan ist es mir kaum möglich das Haus zu verlassen und ich bin doch erst 51 Jahre und würde gerne noch etwas vom Leben haben und sei es nur ab und an ein Kino oder Restaurant zu besuchen, einen Ausflug zu machen oder möglicherweise auch wieder ein paar nette Leute kennen zu lernen.
Es wäre sehr schön, ich könnte Informationen zur Hilfe erhalten.
Es wäre mir ja auch schon gedient 1 x im Jahr ein Privatrezept zu erhalten. Würde es auch selbst bezahlen, wenn es an den Krankenkassen liegt, dass es solche Probleme gibt.
Mit freundlichen Grüßen
Andrea Schröter

Guten Tag,

wenn Sie um ein Privatrezept bitten wird die Hemmschwelle für die Ärzte, da sie so keinen Regress durch die Krankenkassen fürchten müssen niedriger sein.

Ein weiterer wichtiger Punkt um die Hemmschwelle meiner Kollegen abzubauen, ist die Bitte um die Verordnung einer kleineren Menge. Da Sie - wie Sie ausführten ja nur recht wenig Tavor brauchen- sollten auch Packungsgrössen von 20 Stück genügen. Dann müssten Sie eben etwas öfter zum Arzt gehen. Ich bin sicher, dass Sie auf diese Weise raschen Erfolg haben werden. Wir können hier übrigens keine Rezepte ausstellen.

Wenn Sie weitere Zusatzinformationen benötigen , stehe ich Ihnen jederzeit ohne Zusatzkosten zur Verfügung.
Ich möchte Sie bitten, eine positive Bewertung mit BEWERTUNGSSTERNEN (3-5 Sterne) abzugeben, damit meine Bemühungen honoriert werden.
Vielen Dank ***** ***** Gute!

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Da ich ja leider das Haus nur sehr mühsam verlassen kann, wäre noch eine Frage, ob es nicht jemanden geben könnte, der Rezepte auch verschicken könnte. Natürlich schon nach einem persönlichen Termin. Denn gerade für kleinere Mengen wäre dann Besuche auch öfter als 1 x im Jahr fällig. Ich brauche nämlich immer jemanden der mich fährt. Fahre kein Auto, Bus, etc. Noch kann mein Mann das machen, aber er ist bereits über 70 und ich muss für mich Lösungen finden, wie ich klar kommen kann, wenn mein Mann mich mal nicht mehr fahren kann. Sicher, momentan fährt er mich noch zur Therapie, aber ganz ehrlich: nach 30 Jahren Therapie glaube ich nicht an spontanheilung. Zumal ich diese Erkrankung schon als Kind hatte. Lediglich die Pupertätszeit war etwas freier. Ich vermute, dass man das Gehirn eben noch nicht sooo genau kennt. Es wird ja viel im Leben nach Ursachen gesucht. Aber manchmal gibt es die auch einfach nicht. Wenn ein Arm ab ist, ist er ab. Und kein Mensch käme derzeit auf die Idee einen neuen wachsen zu lassen. Daher bin ich jetzt nach 30 Jahren auch einfach Therapie müde und möchte eigentlich nur den Rest meines Lebens do gut wie eben möglich bewältigen. Denn auch kleines Dinge können sehr glücklich machen.

Danke für Ihre Rückmeldung.

Wenn Sie Stammpatientin eines Arztes sind und sich regelmässig zur Verordnung der neuen Packungen dort vorgestellt haben, sehe ich kein Problem, Ihnen nach dieser Vorlaufzeit das Rezept auch zuzuschicken. Das hängt dann natürlich stark von der Flexiblität des Arztes ab.

Dr.Schürmann und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.