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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 27040
Erfahrung:  20 Jahre psychiatrische Grundversorgung in Landpraxis, Psychosomatik,Paartherapie , Sexualmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Guten Tag, Ich bin männlich, 39 Jahre alt Ich leide unter

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
Ich bin männlich, 39 Jahre alt
Ich leide unter einer Angst und Panik Störung. Vor ca 20 Jahren wurde ich in einer Tagesklinik behandelt und neben einer Verhaltenstherapie auf ein Serotonin Wiederaufnahmehemmer eingestellt. Damals auf Tagonis. Später durch meinen behandenden Neurologen auf Paroxetin umgestellt und dann aus Sertralin, dort zeitweise maximaldosis von 200 mg. Kotte aber auf 100 mg gesenkt werden.
Psychisch ging es mir damit gut.
Im laufe der Jahre hat sich bei mir ein Restless legs syndrom entwickelt, sodass ich zur Zeit Ropinirol 3 mg retard zur Nacht nehme. Da die RLS Beschwerden zeitweise trotzdem vorhanden waren, habe ich das Sertralin auf 50 mg reduziert.
Da Sertralin bekanntlicherweise das RLS verstärkt, habe ich bei meiner Neurologin nach einer Alternative gefragt und ich wurde auf Citalopram 20 mg eingestellt. Diese habe ich ca. 1 monat genommen und es ging mir erst gut. Doch vor einer Woche etwa bekam ich wieder eine heftige Panikattacke, wieder wie damals.
Das war ich meine am Montag und wurde dann täglich schlimmer. Am Donnerstag hatte ich einen Termin bei der Neurologin und ich habe am Donnerstag das Citalopram weg gelassen und die Sertralin genommen, gleich 100 mg. Die Neurologin sagte, das ich dann wohl das Sertralin brauche und Citslopram bei mir nicht hilft. Sie war einverstanden, dass ich gleich 100 mg nehme.
abends und am nächsten morgen ging es mir wieder sehr schlecht und ich habe bei der Neurologin angerufen, ob ich nochmal mit ihr sprechen könne. Das ging leider nicht, da zu voll, hat mir aber promethacin tropfen aufgeschrieben, soll maximal 25 tropfen nehmen. Habe mich bus jetzt aber wegen Nebenwirkungen nicht getraut die Tropfen zu nehmen.
Letzte nacht hatte ich wieder Schweissausbrüche und unruhe. Habe heute morgen in der Psychiatrie angerufen und einen Arzt gefragt, ob ich lieber 50 mg Sertralin nehmen soll, er sagte ja. Normalerweise sollte das alte Med ausgeschlichen und gleichzeitig sertralin mit 25 anfangsdosis wieder eingeschlichen werden. Und ich soll morgen die Neurologin fragen. Jetzt bin ich aber so unsicher und habe angst. Ist es normal, dass mann so einen schweren Rückschlag nach 20 Jahren bekommt?

Guten Tag,

Es ist eigentlich eher ungewöhnlich, dass man 20 Jahre lang SSRI durch nimmt, ohne einen Auslassversuch zu machen. Insofern wundert es nicht, wenn mal ein schwerer Rückschlag kommt. gegen Panikattacken wirkt Citalopram oft auch schlechter als Sertralin.

Da es sich bei beiden Substanzen um SSRI handelt, sehe ich kein Problem damit, sie ohne Aus- und Einschleichen auszutauschen, und auch die Gabe von 100 mg nach 20 mg Citalopram ist kein Problem. Wenn aber Citalopram offensichtlich nicht geholfen hat,werden Sie ca 3 Wochen brauchen, bis das Sertralin wieder wirkt. Hier wäre zu überlegen, ob man die Substanzklasse der SSRI wegen des RLS ganz verlässt, z. B. zu Gunsten von Quetiapin.

25 Tropfen Promethazin finde ich sehr viel. So schlimm sind die Nebenwirkungen aber wirklich nicht, und ich finde es ok, mal 10 Tropfen zu versuchen (aufsteigend, wenn Sie keine Wirkung haben). Bis 3x tgl und Rücksprache mit Ihrer Neurologin morgen.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Falls etwas unklar geblieben ist, stehe ich über den Button „Experten antworten" zur Verfügung. Über eine positive Bewertung Ihrerseits (Anklicken von 3-5 Bewertungssternen ) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen und wünsche Ihnen das Allerbeste!

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Vielen Dank für Ihre Antwort.
Ich bin wirklich verzweifelt, da es mir die Jahre über relativ gut ging. Jetzt habe ich Angst, dass es nicht besser wird. Nehme die Sertralin jetzt wieder seit Donnerstag, also den 4. Tag, und heute morgen nur 50 mg genommen.
War das nun ein Fehler? Also sollte ich morgen früh wieder 100 nehmen?

Ich würde morgen früh 100 nehmen, und wie ich schrieb, brauchen Sie jetzt Geduld, bis wieder ein für Sie wirksamer Spiegel aufgebaut wurde.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Ok, dann muss ich Geduld haben. Hauptsache es wird wieder.
Gerade jetzt komme ich beruflich weiter und dann dass.
Hatte die letzten Monate auch einigen Stress und Sorgen im familiären Umfeld. Kann das auch mit der Auslöser sein?
Ich werde mich jetzt auch auf der Suche nach einem ambulanten Therapieplatz machen.

Ja, natürlich kann einen das aus dem Gleichgewicht werfen!

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Ok, dann nehme ich morgen früh wieder 100 mg Sertralin.
Wenn die Angst zu schlimm wird kann ich bedenkenlos promethazin nehmen?
Verträgt es sich auch mit dem Ropinirol?

2x Ja.

Dr. Gehring und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Ok, vielen Dank

Sehr gern geschehen. Viel Glück und danke für eine freundliche Bewertung meiner Hilfe!