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webpsychiater
webpsychiater, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1617
Erfahrung:  Langjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychosomatik. EMDR-Traumatherapie
88574332
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Ich hatte vor einiger Zeit ein leichtes anticholinerges Deli

Kundenfrage

Ich hatte vor einiger Zeit ein leichtes anticholinerges Delir durch Doxepin, dass sich nach einigen Tagen wieder gebessert hat.

Und jetzt vor kurzem habe ich Paroxetin bekommen, wobei der Plasmaspiegel in den toxischen Bereich gestiegen ist. Und wieder ein leichtes anticholinerges Delir. Paroxetin abgesetzt. Aber jetzt bessert der Zustand schon über zwei Wochen nicht mehr richtig. Da ich sehr erfahren bin, kann ich die Symptome gut zuordnen: Verschwommensehen, Übersedierung wie durch Biperiden, Angst, Stimmungsschwankungen, Gereiztheit, Benommenheit, Schwindel, Gangschwierigkeiten. Mein Psychiater glaubt mir fast nicht mehr, aber mich treibt die Symptomatik fast in den Wahnsinn und ich weiß, was los ist. Warum wird es nicht mehr besser? Kann ich was machen? Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar. Mfg *****

Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Jahr.

Guten Morgen !

Ist die Diagnose "anticholinerges Delir" gesichert ? Ich begebe mich da sicher in gefährliches Terrain, da Ihnen ja ihr Psychiater "auch nicht" glaubt. Ich habe häufiger Patienten mit einer ADHS-Veranlagung bzw. auch starker innerer Anspannung, die über so ähnliche Symptome berichten. Sie haben ja Beschwerden, die Frage ist nur, ob ihre eigene Erklärung eines Delir stimmt. Rein zeitlich bzw. vom Ursache-Wirkungs-Zusammenhang kann man das praktisch ausschliessen.

Aus den Symptomen halte ich es für sehr unwahrscheiinlich. Zumal ein SSRI wie Paroxetin gar nicht anticholinerg wirksam ist.

Wahrscheinlich wäre mir, dass die von Ihnen geklagten Symptome Merkmale einer Angst bzw. Somatisierung sind. Entfremdungserleben ist dann häufig.

Können Sie mir etwas mehr zu der Diagnose sagen, weshalb Sie überhaupt Medikamente erhalten haben ?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Rezidivierende Depression. Aber meine Stimmung war in letzter Zeit immer richtig gut. Aber dass jetzt raubt mir jede Lebensfreude. Habe aber gelesen, Paroxetin wirkt bei Überdosierung ziemlich anticholinerg. Habe Grapefruit-Saft dazu getrunken. Dumm! Hatte es schon dreimal dieses Jahr. Zum erstenmal hatte ich es mit Doxylamin. Aber jetzt geht es nicht mehr weg. Gibt es da sowas wie einen Flashback? Kann man da hängenbleiben? Habe früher einen regen Akineton Missbrauch betrieben. Und ich möchte nochmal betonen, genau so fühlt es sich einfach an. Liege im Bett, schwer wie ein Kartoffelsack, die Muskeln sind relaxiert. Kann fast nicht mehr fernsehen, bin benommen und sehe verschwommen. Mit meiner Grunderkrankung hat dass mit Sicherheit nichts zu tun. Und es wird nicht mehr wirklich besser. Furchtbar!
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Jahr.

Na ja, Sie führen aber fast ALLES auf Medikamente zurück. Das kenne ich eigentlich sonst nur bei Leuten, die Drogenerfahrungen hinter sich haben.

Ich könnte mir vorstellen, dass er Dissoziation bzw. Derealisation / Depersonalisation ihr Problem und sicher nicht ein Delir oder das falsche Medikament.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Ok. Werde mir darüber Gedanken machen. Was würden sie mir aktuell raten?
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 12 Monaten.

An Ihrer Stelle würde ich mich mit Achtsamkeitsbasierter Stressbewältigung beschäftigen. Also eine Akzeptanz der Realität, aber gleichzeitig eine Form der Entspannung bzw. Ablenkung von negativen Gefühlen und Gedanken.