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webpsychiater
webpsychiater, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1617
Erfahrung:  Langjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychosomatik. EMDR-Traumatherapie
88574332
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Ich bin schwanger, ich habe vor ca. 3 - 4 Wochen von meiner

Kundenfrage

Ich bin schwanger, ich habe vor ca. 3 - 4 Wochen von meiner Schwangerschaft erfahren. Seit dem habe ich das Gefühl ich bin völlig überfordert. Mein Partner setzt mich psychisch sehr unter Druck das Kind abzutreiben. Ich werde jeden Tag beschumpfen von ihm. Er droht mir auch wenn ich das Kind bekomme. Ich habe das Gefühl ich kann das Kind nicht abtreiben. Ich würde mir das nie verzeihen es ihm zuliebe abgetrieben zu haben. Ich habe aber auch das Gefühl mein Leben ist "versaut" wenn ich das Kind bekomme. Ich kann mich nicht ein Leben lang ihm gegenüber rechtfertigen und mich von ihm psychisch unter Druck setzten lassen. Ich habe große Angst vor der Zukunft. Im Grunde habe ich das Gefühl egal für was ich mich entscheide es ist falsch und mein Leben geht den Bach hinunter. Ich sitze oft zu Hause und stelle mir vor wie es wäre mich umzubringen. Ich empfände es als eine Erlösung und würde es wahnsinnig gerne tun. Aber das kann ich nicht machen. Ich habe eine 6 jährige Tochter. Ich habe sie alleine auf die Welt gebracht, zu ihrem Vater hat sie wenig Kontakt. Ich kann ihr nicht die Mutter nehmen in dem ich mir selbst etwas antue. Sie hat sonst niemanden.
Ich habe das Gefühl ich Lebe, für meine Tochter. Aber ich nehme nicht wirklich teil am Leben. Ich empfinde keine Freude mehr, im Grunde ist jeder Tag eine Überwindung. Manchmal habe ich das Gefühl ich nehme es nicht mehr wirklich wahr was um mich herum passiert. Meine Erinnerungen fühlen sich unwirklich an. Wie in Watte gepackt. Als wäre der gestrige Tag zum Beispiel gar nicht wirklich passiert. Als wäre alles ein Traum. Ich habe das Gefühl mit allem nicht mehr klar zu kommen, den Verstand zu verlieren. Meine Freundinnen wollen gerne Dinge mit mir unternehmen um mich abzulenken. Aber ich kann nicht. Soziale Kontakte sind eher noch eine größere Belastung für mich zur Zeit und ich empfinde es am feinsten alleine zu Hause zu sein.
Ist das alles nur eine Phase? Sollte ich mir Hilfe holen oder legt sich das wieder und ich komme aus dieser Krise selbst heraus? Was passiert wenn ich mir Hilfe hole? Was kommt dann auf mich zu?

Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 1 Jahr.

Guten Abend

Vielen Dank für Ihre alarmierende Anfrage. Grundsätzlich ist es doch mehr als verständlich, dass Sie derzeit aufgewühlt sind. Sie beschreiben einen Zustand, den wir psychologisch gesehen als Entfremdung bzw. Depersonalisation / Derealisation bezeichnen. Die Überforderung bzw. Lebensüberdrussgedanken sind aber sehr ernst zu nehmen.

Es gibt sehr verschiedene Formen der Hilfe. In praktisch jedem grösseren Ort gibt es Beratungsstellen, z.B. von Profamilia https://www.profamilia.de/fachpersonal/beraterinnen/schwangerschaftsberatung.html. Dort wird mit Ihnen in aller Ruhe besprochen, wie es weiter gehen kann. Es gibt ja sehr viele verschiedene Lösungswege. Derzeit scheinen sie alle für Sie nicht erreichbar bzw. gangbar. Aber Sie werden sehen, dass schon das Zuhören und Verständnis eine Hilfe sein kann.

Allein aus der Krise werden Sie allerdings wohl nicht kommen. Die Hilfsangebote wären für Sie kostenlos und ihre Privatsphäre wird geschützt. Sie würden also erstmal völlig unverbindlich schauen können, wie Sie überhaupt Vertrauen zu einer Beraterin / Therapeuten aufbauen können. Das geht ja auch nicht von heute auf morgen.

Aber die Erfahrung zeigt, dass es geht und dass Sie dann für sich und Ihre Familie eine Unterstützung erhalten. Egal, ob Sie sich für oder gegen das Kind entscheiden.