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webpsychiater
webpsychiater, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1617
Erfahrung:  Langjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychosomatik. EMDR-Traumatherapie
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Mein Mann hatte seit 2000 4 psychotische Schübe, welche

Kundenfrage

Mein Mann hatte seit 2000 4 psychotische Schübe, welche stets mit Leponex behandelt werden, bis dato gingen die symptome nach einigen monaten der behandlung immer restlos vorbeil, alles war dann wieder wie vorher. seinen letzten schutb hatte er im Juli 2016. derzeit bekommt er leponex, wie gehabt, immer noch eine hohe dosis, also 500 mg. verabreicht. er nimmt seine medikamente. es geht ihm auch diesmal wieder sehr viel besser, FAST alles ist wie vorher, aber er hat nun, nach 17 Monaten, immer noch eine "kleine" Restsymptomatik, indem er immner noch Angst davor hat, sich an das Steuer seines Wagens zu setzen weil er sich nicht sicher ist, ob das nicht "verboten" ist, ( also Restsymptom Positivsymptomatik, wie ich vermute) . ich habe große _Angst, dass es bei ihm diesmal einfach nicht mehr vorbei geht, und ein bleibender Schaden eingetreten ist. Wie berechtigt ist meine Angst ?
Gepostet: vor 4 Monaten.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 4 Monaten.

Guten Tag vielen Dank für Ihre Anfrage. Der artige Ängste beziehungsweise Restsymptome sind sehr häufig bei Psychosen. So ganz unbegründet ist ja seine Angst auch nicht. Aus meiner Sicht wäre hier eine begleitende Psychotherapie oder ein gutes Coaching durch den behandelnden Psychiater hilfreich. Sehr häufig bessern sich der artige Ängste beziehungsweise Restsymptome im Lauf der Zeit dann doch noch. Die Häufigkeit der Episoden spricht aber durchaus dafür, dass auch es zum Thomas verbleiben werden.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Danke für Ihre Antwort. Ich vermute, dass Ihr letzter Satz heissen soll: Die Häufigkeit der Episoden spricht aber durchaus dafür , dass auch Restsymptome vebleiben werden. Richtig? Wenn ja, warum spricht die Häufigkeit der Episoden für REstsymptome ? Diese Angst vor dem Autofahren begründet er, mit einer aus meiner Sicht psychotischen Angst. Er sagt, er dürfe das nicht, weil man ihm das Autofahren verbieten würde, weil er eine Schuld auf sich geladen habe. Wenn er sich nicht daran hält dann, werde er womöglich bestraft. Das artiluliert er. Dies ist für mich durchaus unberechtigt ( anders als Sie dies in Ihre r Antwort ausführen) Es klingt für mich psychotisch. Und DAS , obwohl er schon seit 17 Monaten nun diese hohe Dosis Leponex einnimmt. Und nun meine Besorgnis: ich habe die Besorgnis ,dass dieses Symptom und somit der Wahn, bleibt und nicht mehr weg geht, obwohl man uns gesagt hat, in der Klinik etc, dass alles gut werden wird und alles weg geht, und zwar weil es bisher IMMER weg gegangen ist. Ansonsten ist er symptomfrei, leitet eine gut gehende Anwaltskanzlei , steht seinen Mann im Leben, lebt, liebt, arbeitet....aber : hat immer noch Angst vor dem Autofahren, und fährt nicht. Kann es denn sein, dass hinter dieser Angst etwas anderes steckt und ihm das nur nicht bewusst ist, und er deshalb die vertraute psychotische Angst "darüber legt" , so zusagen ? Er hat als 2 jähriger im Auto gesessen, als seine Mutter einen schwerden Autounfall hatte und schwer verletzt wurde. Es macht mir Sorgen, weil mittlerweils fast 1,5 Jahre vergangen sind seit Beginn des Schubs im Juli 16, und ich das Gefühl habe, der WAhn müsste längst weg sein. Ist dieser jetzige Verlauf noch im Rahmen ?? Ich habe Angst, dass die Sache nun chronisch progredient wird, oder stimmt es, dass bei ihm die Prognse gut ist, weil es bisher immer wieder total gut geworden ist, und NIE etwas zurückgeblieben ist. Bisher war er immer so nach gut einem Jahr wireder Ok, und diesmal dauerts schon 1,5 Jahre und er hat immer noch diese Art von Angst die ihn am Fahren hindert. Danke für Ihre Rückantwort.
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 4 Monaten.

Leider ist es so, dass mit jeder neuen psychotischen Episode quasi "Narben" verbleiben und die Wahrscheinlichkeit für neue psychotische Episoden steigt. Ausserdem steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es eben leichte formale oder inhaltliche Denkstörungen und auch eine Positivsymptomatik mit Ängsten oder auch Halluzinationen geben kann. In diesem Fall ein grenzwertiger Wahn. Manchmal ist es einfach eine Ambivalenz, d.h. eine Unsicherheit, manchmal eine bestehende psychotische Symptomatik

Wie bei Ihrem Mann muss das das Funktionieren im Alltag überhaupt nicht einschränken. Man kann über Psychotherapie bzw. die psychiatrische Begleitung lernen, damit gut klar zu kommen. Häufig verschwinden diese Symptome auch bzw. zeigen sich in Abhängigkeit von Stress und Belastungen mal weniger und mal mehr

Ihre Überlegung zu der traumatischen Ursache der Angst finde ich sehr richtig. Es kann durchaus sein, dass ein altes Trauma da re-aktiviert wurde. Das Vermeidungsverhalten hinsichtlich des Autofahrens spricht tatsächlich eher für Angst und / oder Traumata und weniger für eine psychotische Angst. Da wäre ja eher die Fremdbestimmheit bzw. Eingebung oder halluzinatorisches Erleben der Kern der Symptome. Das ist aber so Online sehr schwer zu beurteilen. Das kann man eigentlich nur höchst individuell im Gespräch mit dem Patienten klären.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
liegt mein Mann dennn mit seinen eineinhalb Jahren nach Beginn des Schubes noch im erfahrungsgemäß üblichen Zeitraum einer Remission ? Oder kann das gar nichts mehr werden bei Ihm mit der Vollremission , weil es nun schon "so lange " dauert ? Uns wurde gesagt, dass, wenn er medikamentös immer im Wirkspiegel bleibt dann kann eigtl nicht viel passieren. Wie sehen Sie das ?
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 4 Monaten.

Das wäre jetzt Kaffeesatzleserei. Nach 1 1/2 Jahren würde ich nicht mehr von Revision ausgehen. Das heisst aber nicht, dass er nicht die Beschwerden los werden kann.

Leponex ist ja schon die Spitze der therapeutischen Möglichkeiten. Es ist schon erstaunlich, dass er damit so gut zurecht kommt und die Arbeit und Sozialleben so gut meistert. Das ist bei vielen anderen Patienten nicht so der Fall.

Leider kann man eben auch unter Leponex aber keine Garantie dafür geben, dass keine Residual-Symptome verbleiben.

Ich bin mir bei ihm aber wirklich nicht sicher, ob das nicht jetzt eher Angst bzw. sogar Trauma ist. Das würde eigentlich weit besser passen als die Psychose

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Ja, ich finde auch, dass sich der Gedanke tatsächlich nahezu aufdrängt. Sie merken sicherlich, dass ich mir extrem starke Sorgen mache, dass diese Krankheit letztendlich unser Leben kaputt macht, weil dir immer wiederkommen wird und immer schlimmer werdenwird und immer mehr Residuen kommen werden.
Und leider erhalte ich einander widersprechende Informationen hierzu. Sein behandelnder Arzus meinte, dieTatsachekdasser sich jedesmal so hervoarragend regeneriert, ohne Restsymptomatik, ist ein Zeichen dafür dass, er immer wied3er remittierenwird,ohne chronische Progredienzen.
SElbst wennes noch mal passieren sollte.
Des weiteren wurde uns gesagt, dass er bisher einfach immer viel zuniedrig dosiert war : 150 MG Leponex, und man nun mit einer nunmehr deutlich höheren Dosis ( derzeit 500 ) einen weiteren Schub sehr wahrscheinlich umgehen kann. Nun, das klingt einigermaßen akzeptabel, aber: stimmt das so? denn ich denke, wenn es ihm gelänge,erst einmal eine wirklich längere Zeit "gesund" zu sein, dann sinkt ja auch die Vulnerabilität wieder, richtig?? Und das mit dem Auto: ***** ***** tatsächlich "nur" Trauma ist, warum arktiluliert er dann die alte psychotische Angst als Grund, nicht zu fahren. Das möchte ich gerne noch fragen. Entschudigen Sie bitte diese vielen Fragen, abe ish bin total durcheinander.
Viele Grüße und vielen Dank.,
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 4 Monaten.

Ich finde es sehr schwer, darüber Spekulationen anzustellen. Natürlich ist 500 mg Leponex eine Hausnummer und Leponex ein sehr gutes Antipsychotikum. Aber es ist eben auch eine wiederholte Episode. Sie und ihr Mann können durchaus zufrieden sein, dass er ein so gutes Funktionsniveau halten

Je länger er psychosefrei ist, desto geringer die Wahrscheinlichkeit für eine erneute Episode. Das ist auf jeden Fall richtig. Aber ob nun eine neue Episode zu einem Residuum führt, weiss man nicht.

Zur Frage mit dem Autofahren : Da müsste man wirklich genauer mit Ihrem Mann sprechen. Häufiger ist es , dass diese irrationalen Ängste bei der Psychose eher aus einem Gefühl der Ambivalenz / Anspannung heraus entstehen. Und eben gerade nicht "reale" Aspekte einbeziehen. Es würde eher darum gehen, dass die innere Anspannung insgesamt sinkt.