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Dr. G. Gleich
Dr. G. Gleich, Arzt
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 191
Erfahrung:  Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie, kognitive Verhaltenstherapie, Hypnose, Paartherapie
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Dr. G. Gleich ist jetzt online.

bin 53 j. weibl. nehme seit jahren lithium, olanzapin, citalopram.

Diese Antwort wurde bewertet:

bin 53 j. weibl. nehme seit jahren lithium, olanzapin, citalopram. vor kurzem hatte ich 3 wochen elontril was sehr gut half, mußte aber wegen massiven schlafstörungen aufhören. meine frage was kann man gegen die massiven schlafstörungen machen? Elontril half mir wirklich sehr.
m. f. grüßen s.gössner

Sehr geehrte Ratsuchende,
Elontril wird dummerweise mit 150mg als kleinste Dosis angeboten, sonst hätten Sie einfach die Dosis reduzieren können. Ein weniger aktivierendes Antidepressivum wie z.B. Cymbalta (Duloxetin) wäre einen Versuch wert. Da Cymbalta auch eine serotonerge Komponente hat, könnte Sie eventuell auf Citalopram verzichten oder zumindest die Dosis reduzieren, da zuviel Serotoninwirkung auch müde machen kann.
Alternativ käme zur Behebung der Schlafstörungen unter Elontril eine Erhöhung von Olanzapin in Frage, allerdings mit der Gefahr der Zunahme von Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme.
Geeignet wäre auch ein nur in Österreich zugelassenes Medikament: Die Substanz heißt Milnacipran, der Markenname Ixel. Es ist wie Cymbalta ein Serotonin-Noradrenalin-verstärkendes Medikament, auch hiermit wäre Citalopram vielleicht überflüssig oder könnte in der Dosis reduziert werden. Die hiesigen Kassen werden es aber wohl nicht bezahlen, also müssten Sie für die Kosten selber aufkommen.
Eine weitere Substanz ist Atomoxetin (Markenname Strattera). Es erhöht die Noradrenalinwirkung, ist zwar in Deutschland zugelassen, aber nicht für Depressionen, sondern für ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom). Also auch wieder problematisch mit der Kostenübername.
Umgekehrt könnte eine Reduktion von Olanzapin dabei helfen, tagsüber weniger sediert zu sein, weswegen aktivierende Antidepressiva wie Elontril vielleicht gar nicht erst erforderlich wären. Das wäre allerdings nur eine Option, wenn Sie weiterhin gut schlafen könnten.
Zusammengefasst: Am einfachsten ist ein Versuch mit Cymbalta statt mit Elontril.
Wenn Sie die Kosten selbst übernehmen können, wären Ixel oder Strattera eine geeignete Kombination.

Dr. G. Gleich und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.