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drwbischof
drwbischof, Dr.med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 379
Erfahrung:  Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
51941891
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drwbischof ist jetzt online.

Hallo an das Team,meine Name ist Robert, ich bin 31 Jahre

Beantwortete Frage:

Hallo an das Team, mein Name ist Robert, ich bin 31 Jahre alt. seit meiner Pupertät kämpfe ich mit Schlafstörungen, bin nur noch müde und habe alle sonstigen Auswirkungen die mit Schlafentzug zu tun haben. Angeblich leide ich nicht unter Schlafapnoe, was ich aber nicht wirklich glaube.Egal wie mein Gemütszustand ist wache ich nach max 2.5 std wieder auf und kann danach nicht mehr richtig einschlafen, es ist so ein "warten" bis es auf die Arbeit geht.
Blutdruck ist bei mir auch zu hoch, meist 160-90 das tiefste bis jetzt 140-72
Mein Rücken verspannt auch ständig und ich arbeite ständig an mir  ruhiger zu werden. genetisch bedingt bin ich kein ruhiger Typ(Großeltern sind auch so "aufgeregt") was ich noch nicht in Erwägung gezogen habe ist die Frage warum bin ich so aufgedreht? eventuell habe ich Angst ? nur vor was ? bewußt mache ich mir keine Sorgen um meine Zukunft. Allerdings gebe ich zu dass ich mir inzwischen Sorgen um meinen Gesundheit mache.
ich bin teilweise so erschöpft dass ganz einfache Fehler passieren, ich vergesse viel, muss alles planen, lege überhaupt keine kretivität an den Tag wofür ich immer gut war, hab körperliche Schmerzen in Gelenken und Muskeln.
Ich lebe in einer festen Beziehung mit meiner Freundin welche ich nächstes Jahr fragen werde ob sie meine Frau werden möchte.
Ich hoffe Sie haben Erfahrung mit solchen Problemfällen. Ich glaube schon dass ich bald professionelle Hilfe benötige weil so langsam die Kraft ausgeht den Alltag zu bewältigen.
vielen Dank für ihren Einsatz

viele Grüße
Gepostet: vor 8 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 8 Jahren.
Guten Morgen,

sie sagen, sie leiden an Schlafstörungen seit der Pubertät. Wann hat es genau angefangen? Hatte es zu diesem Zeitpunkt irgendein Ereignis oder eine Veränderung in ihrem Leben gegeben? Gab es denn seit der Pubertät auch gelegentlich Zeiten mit gutem Schlaf? Haben sie schon einmal einen medikamentösen Behandlungsversuch unternommen?
Kunde: hat geantwortet vor 8 Jahren.
Guten Tag Herr Dr. Bischof,

vielen Dank XXXXX XXXXX sich meiner Sache angenommen haben.

ein genaues Datum ab wann ich es als Problem wargenommen habe kann ich ihnen nicht nennen. würde es als einen schleichenden Prozess bezeichnen
was ich vergessen hatte zu erwähnen weil ich es für nicht relevant hielt,ist die Tatsache dass ich bis zu meinem 17-18 Lebensjahr Sprachstörungen hatte, ich war damals im alter von 10-12 Jahren in Logopädischer Behandlung weil ich stark stotterte, welche jedoch wenig Erfolg zeigte und ich mit dem Befund "du wirst nie flüssig sprechen können" aus der Behandlungszeit ging. ich erarbeitete mir selbst eine Lösung weil ich merkte dass wenn ich singe oder beim lesen fast nicht hängen blieb.
inzwischen kann ich sehr gut reden nur in extrem Situationen fehlen mir Wörter aber ich bleib nicht mehr hängen und kann sehr gut reden. Meinen Beruf als Serviceberater könnte ich nicht ausführen wenn ich nicht gut sprechen könnte.
Ich hatte erst ein sehr ausführliches Gespräch mit meinen Eltern und es kam heraus dass ich im alter von 3 Jahren und 1 Monat Nachts das jammern begonnen hatte, als meine Eltern nachsahen was los sei ist die Matrazze meine Schwester in Flammen aufgegangen weil sie ihre Lampe vergessen hatte auszuschalten und eingeschlafen ist, es entwickelte sich ein Schwelbrand.
ich schlief damals in einem Zimmer mit meiner Schwester in einem Doppelstockbett.
Meine Schwester war damals 7 Jahre alt.
nach der Rettung aus den Flammen durch meinen Vater war alles ok. ich kann mich an diese Sache absolut nicht erinnern ! Meine Mutter meinte erst gestern dass wenn ich nicht gemeldet hätte wir höchstwahrscheinlich beide erstickt wären. Als meine Freundin mir gestern sagte dass ich Nachts innerhalb von sekunden 100% fit bin bzw wenn ich beim Einfschlafen bin aber wieder geweckt werde sofort "ganz da" bin dachte ich mir das könnte von Belang sein?!
Medikamentöse Behandlungversuche wurden nicht unternommen.
allerdings ging es mir einmal im Alter von ca 22 oder 23 jahren ganz schlecht und mein Hausarzt hatte mir Schlaftabletten mitgegeben, welche weiß ich nicht mehr. wurde auch nicht festgehalten da nicht verschrieben.
aber das half äußerst gut weil ich min 5 std geschlafen habe die eine Nacht sogar fast 7 Stunden ! ich fühlte mich wie neugeboren! allerdings versuche ich möglichst wenig Tabletten zu mir zu nehmen ! nur wenn ich es nicht mehr anders geht vor Schmerzen z.b
Zeiten mit gutem Schlaf gibt es regelmäßig wenn man das als gut bezeichnen kann.
das heißt ich kann dann teilweise länger schlafen, ca 3 oder manchmal 4 std am Stück und es geht mir dann relativ gut, während dieser Zeit fühle ich mich fitter und enorm motiviert und dann mache ich auch wieder einiges mehr und dann schließt sich wieder der Kreis, gute Freunde sagen dann, sie können gar nicht glauben dass ich das alles mache. ich denke da übernehme ich mich. ich kann nicht anders.
allerdings bewerbe ich mich gerade um eine andere Arbeitsstelle welche von der nervlichen Belastung nicht so schlimm ist. ich hoffe ich bekomme die chance das zu ändern. Spaß macht mir mein Job nicht mehr weil ich keine Herausforderung darin sehe. es ist nur noch negativer Stress ! ausserdem sind mir 45-50 std inzwischen zu viel. bzw momentan.
was ich noch sagen möchte... auf heute habe ich ganz schlecht geschlafen.
nur ca 1.5 std und dann ganz oft wach gelegen oder nicht ganz einschlafen können weil ich sehr geschwitzt habe obwohl es relativ frisch war.
schwitze teilweise stark und dann friere ich wieder während der Nacht, beides so stark dass es mich am einschlafen hindert. ist aber eher selten, vieleicht 2 oder 3 mal im Monat.
was heuer im Frühjahr das erste mal aufgetreten ist dass ich wach werde und dann merke dass ich sehr hohen Puls habe der sich erstmal gar nicht beruhigen will.
das ist bis jetzt 3 mal vorgekommen. einmal so stark dass ich aufstehen musste und mich beschäftigen damit der Puls irgendwann sinkt. nach ca 5 bis 10 min.
ich bitte den Satzbau und Rechschreibfehler zu entschuldigen, ich kann immer nur mal zwischendurch etwas tippen

vielen Dank











Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 8 Jahren.
Guten Abend,

nun ich möchte versuchen, mir aus der Ferne ein paar Gedanken zu ihrem Problem machen.
Die Problematik hat definitiv im Kindes-/Jugendalter begonnen und scheint seitdem durchgehend zu bestehen. Seit damals bestehen Zustände der Unruhe, des Angespannt- und Aufgedrehtseins. Möglicherweise gibt es diesbezüglich eine familiäre Veranlagung (Großeltern). Sie beschreiben Erschöpfungszustände, Unaufmerksamkeit, Vergesslichkeit und die Notwendigkeit, alles gut zu planen und zu strukturieren. Vorübergehend hatten sie im Jugendalter eine Sprachstörung.
Seit kürzerem scheint es zu anfallsartigen nächtlichen Unruhezuständen mit Herzrasen und Schwitzen zu kommen. Generell scheint ihr Körper relativ sensibel auf Stress zu reagieren.

Im Schlaflabor wurde offensichtlich keine Erklärung gefunden. Ich gehe davon aus, dass körperliche Ursachen (z.B. Schilddrüsenüberfkt. u.Ä.) ausgeschlossen wurden. Ihre Lebenssituation scheint grundsätzlich positiv zu sein, sie bemühen sich gesundheitsbewusst zu leben. Ihre soziale Situation ist stabil. Sie scheinen sich hinsichtlich der Arbeitsmenge zu überfordern, was aber in der Jugendzeit, als diese Problematik schon bestand, keine Rolle gespielt haben dürfte.

Zusammenfassung: Ich kann aus der Ferne natürlich nur spekulieren. Es scheint sich primär um ein chronisches, nicht ein akutes Geschehen zu handeln. Eindeutige Auslöser oder traumatisierende Ereignisse sind nicht erinnerlich. Den Brand kann ich nicht zuverlässig einordnen, so wie sie es beschreiben würde ich ihn nicht für wesentlich halten (Vermutung!). Die häufigste psychische Problematik im Kindes- und Jugendalter ist die sogenannte Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS). Ihre Schilderungen könnten durchaus zu dieser Problematik passen. (Einfach mal unter ADS im Erwachsenenalter googlen)

In ca. 1/3 der Fälle bleibt diese Problematik im Erwachsenenalter bestehen. Ich würde ihnen also vorschlagen, sich an einen Psychiater oder Psychologen zu wenden, der Erfahrung in der Diagnostik dieser Störung hat. Natürlich können in diesem Zusammenhang auch andere psychische Störungen ausgeschlossen bzw. diagnostiziert werden. Eine typische Beschreibung anderer Störungen geht aus ihrem Bericht nicht hervor, allerdings ist eine zuverlässige online-Diagnose natürlich nicht möglich.
Die genaue Diagnose ist letztendlich für die Einleitung der adäquaten Therapie erforderlich.

Nachdem sie massiv unter diesen Schlafstörungen leiden, ihre Alltagsbelastbarkeit deutlich reduziert ist, wäre eine zumindest vorübergehende Behandlung mit einem schlafanstoßenden Medikament (ohne Suchtpotential) zu diskutieren.

Entscheiden muss das ihr Arzt. Bewährt haben sich zum Beispiel (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
Trimipramin Tropfen: 15 - 25 vor dem Schlafen gehen
Dominal fort 40 Drg.: 1 Dragee vor dem .............oder auch
Mirtazapin 15 mg: 1 Tbl. ..............
drwbischof und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.