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webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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Hallo, ich habe eine Frage in der Rolle als Angeh rige meine

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich habe eine Frage in der Rolle als Angehörige:

meine Mutter ist im Moment schwer depressiv, "hängt" gerade jedoch in unserem Gesundheitssystem in der Luft:

1.) Ihr Hausarzt schreibt sie lediglich krank, macht sich sonst aber keine Gedanken, wie er ihr helfen könnte, geschweige denn, dass er sie überweisen würde oder ihr etwas verschreibt

2.) Einen Termin in einer Psychotherapeutischen Praxis hat sie erst Ende Februar (im Dezember fixiert - eben entsprechende Wartezeit)

Allerdings:
Sie bräuchte eigentlich JETZT entsprechende ärztliche professionelle Hilfe, wenn nicht sogar ein Klinikaufenthalt im Moment das Beste wäre. Welchen Weg geht man hier am Besten, um etwa einen Platz in einer Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (Uniklinik) zu erhalten?

Danke!
Guten Tag !

Eine Krankschreibung allein wird tatsächlich das Problem nicht lösen, zumindest eine antidepressive Medikation wäre gerade bei einer so lang anhaltenden Problematik zu empfehlen. Häufiger ist es aber so, dass die Betroffenen selber eher auf Medikation verzichten möchten.

Sicherlich ist eine Psychotherapie ein richtiger Ansatz. Es ist leider so, dass die Wartezeiten auf Therapie sehr lange sind (häufig sogar weit länger als bei ihrer Mutter). Nur wird eben auch bei Beginn der Therapie ein Effekt im Sinne von Besserung eher Monate als Wochen beanspruchen.

Daher empfehle ich zur Stabilisierung in solchen Fällen gerne eine psychiatrische Tagesklinik. Hier würde ihre Mutter tagsüber betreut von Ärzten und Psychologen und es wäre eine Tagesstrukturierung gegeben. Abends und am Wochenende wäre sie zu Haus.

Sollte das nicht reichen, wäre eine vollstationäre Aufnahme möglich.

Ich habe nun selber 2 Jahre in einer Unipsychiatrie gearbeitet. Ehrlich gesagt (besser : geschrieben) : Da wird auch nur mit Wasser gekocht und gerade die psychotherapeutische Betreuung ist häufig weit schlechter als in einer Allgemeinpsychiatrie vor Ort. Sinnvoller wäre eher eine stationäre Rehabiliationsmaßnahme in einer Fachklinik für Psychosomatische Medizin mit einem Schwerpunkt für Depressionen.Hier wäre aber entweder wiederum die Antragsstellung über den Hausarzt erforderlich und / oder aber lange Wartezeiten zu erwarten. Hier könnte man ggf. mit der Krankenkasse sprechen, welche Verträge zu einer kurzfristigen Hilfe es gibt. Manchmal kennen die Mitarbeiter das Problem der zeitnahen Hilfe / Versorgung und empfehlen einen Klinik, die auch für die Kasse dann günstiger und qualitativ hochwertiger als eine Akutbehandlung ist.
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