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webpsychiater
webpsychiater, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2325
Erfahrung:  Mehrjährige Erfahrung im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie (VT)
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webpsychiater ist jetzt online.

Mein Mann bekommt sehr leicht einen Wutausbruch schon bei Kleinigkeiten,

Beantwortete Frage:

Mein Mann bekommt sehr leicht einen Wutausbruch schon bei Kleinigkeiten, zB wenn ich ihn kritisiere, ich anderer Meinung bin als er, er das Gefühl bekommt das ein anderer Mann, egal in welchem Bereich, mir mehr bieten könnte. Ich habe ihm gebeichtet das ich über Jahre immer wieder mal mit einem Exfreund telefoniert habe, jetzt redet er sich ein das ich mich auch mit diesem Mann getroffen habe, das habe ich aber nicht. Ich habe mich getrennt weil er deswegen so wütend geworden ist das er mir die Luft abgedrückt hat. Wir lassen uns jetzt scheiden obwohl wir uns lieben, weil er nicht bereit ist eine Therapie zu machen. Was ist nur mit ihm los?
Vielen Dank XXXXX XXXXX Rat, Gruß Sylvia Thiele
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag !

Es ist natürlich eigentlich nicht möglich, da eine "Ferndiagnose" oder Einschätzung zu geben.

Wutausbrüche bzw. unkontrollierte Eifersucht und aggressives Verhalten kann leider sehr viele mögliche Ursachen haben.

Einerseits spielt schon eine biologische Veranlagung durch Vererbung in der Familie ein Rolle. In einigen Familien ist das als ADHS (Hyperaktivität) bzw. Störung mit oppositionellem Trotzverhalten schon in der Kindheit auffällig. Aber auch so gibt es eben Menschen, die eine geringe Toleranz für Frustration und hohe Neigung zu impulsivem Verhalten haben.

Dann spielt die Erziehung bzw Vorbilder im Umgang mit belastenden Gefühlen eine Rolle. Wenn man da eher negative (oder keine) Erfahrungen in einem vernünftigen Umgang gesamelt hat, wird es schwierig.

Leider ist es so, dass sich dann nicht verarbeitete Gefühle bzw Konflikte quasi ansammeln und bei jeder neuen ähnlichen Situation mit aufgewirbelt werden. Jede "neue" Situation ist dann also quasi einen Anhäufung aller früheren Belastungs- und Konfliktsituationen, weshalb dann auch das Verhalten so extrem ist.

Leider bessert sich das von allein wirklich nicht. Insofern ist eine Trennung schon zur eigenen Sicherheit (leider) vernünftig, wenn er sich nicht in Therapie begeben will.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Vielleicht kann ich ihnen einige Punkete nennen die ihnen helfen sein Verhalten besser zu beurteilen und vielleicht können sie mir auch einen Fachausdruck für sein Verhalten nennen.

Als Kind und auch jetzt noch hatte er eine Rechtschreibschwäche, er ist eigentlich fast ständig sehr nervös und kommt erst zur Ruhe wenn er von der Arbeit völlig erschöpft ist. Wenn er auf dem Sofa liegt bewegen sich seine Füße ständig, das hört erst auf wenn er eingeschlafen ist. Er ist mit einer Mutter aufgewachsen die sehr unzufrieden war und oft damit gedroht hat sich umzubringen, sein Vater war und ist sehr dominant und hat ihn oft geschlagen. Er war das dritte von 5 Kindern und hat glaube ich nicht viel Liebe bekommen, er kann auch nicht wirklich Liebe geben, wenn ich ihn in den Arm genommen habe dann hat er immer einen Grund gefunden um es zu beenden. Es sei denn wir hatten Sex. Manchmal wenn ich mich zu ihm aufs Sofa gelegt habe hat er Atemnot bekommen.

Experte:  webpsychiater hat geantwortet vor 7 Jahren.
Na ja... Es entspricht fast dem, was ich oben vermutet habe. Eine Diagnose kann ich nicht stellen, aber ....
Er war als Kind auffällig im Sinne von Unruhe und Schulproblemen bzw. Leserechtschreibschwäche, was zu Hyperaktivität / ADHS passen könnte. Auch die Bewegungsunruhe der Beine passt dazu.

Dann gibt es in seiner Familie psychische Probleme und ein solches Kind wird auch häufiger kritisiert oder mal geschlagen. Das kann dann einerseits zu Traumata oder aber zu einer Persönlichkeitsstörung führen. Die "Atemnot" kann beispielsweise dann Ausdruck einer Angststörung sein.

Zusammengefasst : Da wäre sicher eine eher längerfristige Therapie (medikamentös und psychotherapeutisch ) erforderlich. Was er aber sicher erstmal nicht zulassen würde. Einen Fachausdruck allein kann man aber so nicht zuordnen. Es ist einfach ein komplexes Zusammenspiel von mehreren Einflüssen.
webpsychiater und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.