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Verhaltenstherapeut
Verhaltenstherapeut, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Arzt und Psychotherapeut
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Verhaltenstherapeut ist jetzt online.

Hallo, habe ein ernstes Problem. Ich bin 43 Jahre alt und m nnlich.

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, habe ein ernstes Problem. Ich bin 43 Jahre alt und männlich. Vor einem halben Jahr habe ich mich von meiner Freundin mit ihren zwei Kindern getrennt. Ich habe aus meiner Ehe auch eine 14 jährige Tochter die ich alle 14 Tage bei mir habe und das Verhältnis zwischen unseren Kindern war immer hervorragend. Ich muss dazu sagen das ich mit meiner Exfreundin seit Anfang 2005 insgesamt 3x zusammen war. Das Problem war das wir eine ziemlich lockere Beziehung haben wollten anfangs, aber mit der Zeit wollte meine Freundin dann doch etwas festeres, ich war aber immer sehr freiheitsliebend (Fußball spielen, Kegelclub, Saunaclub) und so machte das meine Ex nicht ganz lange mit und trennte sich Ende 2005 von mir. Das machte mir anfangs auch garnichts aus, erst ein halbes Jahr später spürte ich eine sehr große Sehnsucht nach ihr. Sie hatte mittlerweile einen anderen Freund, doch das klappte alles nicht so wie es sollte.So kam es das wir ziemlich zufällig wieder Kontakt bekamen und uns wieder neu ineinander verliebten. Wir waren dann auch 3 Jahre sehr glücklich, dann gab es immermal wieder kleinere Auseinandersetzungen weil ich gerne mal mit ihr zusammen rausgegangen wäre was sie anfangs auch noch tat, aber später hatte sie dann nicht mehr wirklich Interesse auf irgendwelchen Geburtstagen mit zu kommen, und sagte das sie nicht immer rausgehen könnte wegen den Kindern, womit sie natürlich auch recht hatte. Ich wollte aber auf meine Freunde nicht wirklich verzichten und so fühlte sie sich dann wohl immer mehr allein gelassen und beendete unsere Beziehung ein zweites mal im September 2009. Diesmal hatte ich das Gefühl das mir die drei fehlen schon sehr bald wieder, und so versuchte ich alles um sie erneut für mich zu gewinnen. Wir haben uns dann Anfang Dezember nochmal zusammengerauft und wollten endlich Nägel mit Köpfen machen. Wir wollten zusammen ziehen und wie eine richtige Familie glücklich werden. Wir sind dann auch zusammen gezogen aber nach drei Monaten war mir das alles zu eng und ich bin geflohen. Jetzt hat sie wieder einen neuen Partner und es zerreisst mir das Herz da ich sie wiedermal total vermisse. Ich kann Nachts nicht schlafen weil ich nur an sie und ihre Kinder denke. Wwenn ich sie zusammen mit ihrem neuen Partner sehe zerreisst es mir das Herz. Was kann ich tun das ich eine normale Beziehung führen kann und nicht immer weglaufe? Und wie komme ich darüber weg das ich die wichtigste Person in meinem Leben aus eigenem Verschulden verloren habe ?
Guten Abend !

Sie schildern ja ein Hin- und Her in der Beziehung bzw. auch eine gewisse "Bindungsunfähigkeit". Zu viel Nähe bzw. Verbindlichkeit engt sie ein, zu wenig Beziehung erzeugt aber Leere und Sinnlosigkeit. Es scheint mir fast, dass sie wie zwischen zwei Magnetpolen hin und her schwanken, aber eben keine Mitte finden.

Vielleicht finden sie selber ein "Bild" (Metapher) die das beschreibt, was sie mit "zu eng" bzw. "zerrissenem Herz" meinen beschreibt.

In einer Psychotherapie wäre es wichtig, das zu bearbeiten. Ich selber komme immer mehr zu einer Arbeit mit inneren Bildern (siehe auch www.emoflex.de). Aber es gibt sehr unterschiedliche Wege und Optionen. Vermutlich hat das Hin und Her was mit den Bindungs- und Stabilitätserfahrungen in der Kindheit zu tun (da liegt man als Therapeut fast immer richtig, wenn man das behauptet). Häufig ist es so, dass sich da immer und immer und immer wiederholende Schleifen ergeben (wie in dem Film "und täglich grüsst das Murmeltier"), die man auflösen muss. Wie man das machen kann, hängt dann wirklich vom Therapeuten bzw. den gefundenen Ursachen ab. Auf jeden Fall macht man dann hoffentlich die gleichen Fehler nicht immer wieder (oder zumindest in einer neuen Beziehung nicht mehr in der gleichen dämlichen Art und Weise, wenn sich die alte Beziehung nicht doch noch kitten lässt).

Jetzt ist offenbar eine für sie wirklich emotional schmerzhafte Situation entstanden, weil ihre Partnerin eben diese Ambivalenz des Hin und Hers nicht mehr aushalten und mitmachen kann und lieber einen "sicheren Hafen" sucht (auch wenn es vielleicht nicht die grosse Liebe ist).



Wie sie darüber hinweg kommen, ist tatsächlich nicht in wenigen Worten beschrieben. Es ist auch ein Trauerprozess, der durch Höhen und Tiefen, Verleugnung und schmerzhaftes Wiedererleben wie ein Pendeln zwischen diesen Polen gekennzeichnet ist.
Verhaltenstherapeut und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.