So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Verhaltensthera...
Verhaltenstherapeut
Verhaltenstherapeut, Dr. Med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1990
Erfahrung:  Arzt und Psychotherapeut
28345046
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
Verhaltenstherapeut ist jetzt online.

Habe eine 11 j hrige Tochter mit extremen Stimmungsschwankungen.

Diese Antwort wurde bewertet:

Habe eine 11 jährige Tochter mit extremen Stimmungsschwankungen. Ihre Psychologin hat ihr Laif 900 verschrieben. Nun die Frage Ist das wirklich sinnvoll und wird sie dann nicht abgestempelt?
Guten Abend !

Wieso glauben Sie, dass sie damit "abgestempelt" wird ? Laif ist ja ein pflanzliches Präparat (Johanniskraut), das so ähnlich wie ein klassisches Antidepressivum von Typ der Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer wirkt. Psychologinnen können ja keine Medikamente verordnen, so dass ich von einer Empfehlung für dieses frei verkäufliche Präparat ausgehe.

Ob diese Medikation sinnvoll ist, ist so aus der Kenntnis der Umstände schwer zu beurteilen. Es wirkt stimmungsstabilisierend und ganz gut gegen Stress. Da nun besonders im Kindes- und Jugendalter Depressionen sich sehr atypisch mit Gereiztheit und Stimmungsschwankungen zeigen kann, kann es durchaus eine gute Wahl sein. Andererseits mag man halt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie nicht so gerne mit Psychopharmaka arbeiten, wenn es nicht erforderlich ist.
Leider gibt es vergleichsweise wenig gute Psychotherapie-Möglichkeiten für dieses Problem. Häufig macht man als Therapeut die Erfahrung, dass eine Medikation mit Laif eben eine Art Brücke zur Therapie darstellt. Also man dann doch besser an ihre Tochter herankommt. Insofern ist es möglicherweise schon eine sehr sinnvolle Empfehlung.

Da die Nebenwirkungen sehr gering sind kann man unter Berücksichtung des Nutzen/ Risikoprofils durchaus eine entsprechende Therapie im Begleitung mit Psychotherapie anraten.
Verhaltenstherapeut und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.