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Markus Landinger
Markus Landinger, Arzt
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 1798
Erfahrung:  Facharzt at Praxis Kommedico
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Markus Landinger ist jetzt online.

Hallo, ich habe heute einen für mich beunruhigenden MRT

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich habe heute einen für mich beunruhigenden MRT Befund, leider ohne persönliche Erklärung bekommen. ...auffallender Singalverlust der erfassten Skelettabschnitte, suspekt auf Rekonvertierung zu blutbildendem Konchenmark. Diesbezügliche Abklärung empfohlen....
Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Fragesteller(in): 38, männlich, keine
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Orthopäde wissen sollte?
Fragesteller(in): MRT wurde auf Verdacht auf Bandsscheibencvorfall durchgeführt. Habe seit ca 5 Wochen variierend starke Schmerzen An der LWS

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bin Orthopäde und Unfallchirurg und möchte Ihnen gerne weiterhelfen.

Ich zitiere aus einer Dissertation über dieses Thema von einer Frau Lerche aus dem Jahr 2005 an der Universität in Freiburg:

Unter Rekonvertierung oder Rekonversion versteht man die physiologische Umwandlung von Fettmark zu Hämatopoesemark (=an der Blutbildung beteiligtes Knochenmark), falls der Körperbedarf nicht mehr abgedeckt wird. Die Umwandlung erfolgt von proximal nach distal und beginnt in der Wirbelsäule und den flachen Knochen, zusätzlich kommt es zu einer Hyperplasie des schon bestehenden aktiven Knochenmarks [Vahlensieck et al. (2002), Vogler et al. (1988)].
Diese Vorgänge werden z.B. bei chronischen Erkrankungen des Herzens und der Niere [Jensen et al. (1990)], bei Anämien, bei starken Rauchern [Poulton et al. (1993)] und bei Leistungssportlern [Altehoefer et al. (2002)] beobachtet. Shellock et al. (1992) wiesen eine Hyperplasie des roten Knochenmarks im distalen Femur bei beschwerdefreien Marathonläufern nach.
Ferner findet eine Rekonvertierung statt, wenn große Anteile des roten Knochenmarks durch Fett, Bindegewebe oder zelluläre Infiltrationen wie Lymphome oder Leukämien verdrängt werden. Auch bei einer Therapie mit hämatopoeseaktivierenden Substanzen wie G-CSF und Epo wird eine Rekonvertierung erwartet und beobachtet [Fletcher et al (1993), Altehoefer et al. (2001), Scherer et al. (2001)].
Bei einer Rekonvertierung ist eine fokale oder diffuse Signalreduktion in der T1- gewichteten Sequenz zu beobachten, während sich dieser Prozess in der T2- gewichteten Sequenz variabel präsentiert [Vogler et al. (1988)].
Oft bleiben die Ursachen für eine Rekonvertierung unklar [Vahlensieck et al. (2002)].

Zugegeben, viel Fachchinesisch. Die Quintessenz ist hier, dass Sie der Ursache dieser Knochenmarksumwandlung (Konversion) auf den Grund gehen sollten. Beginnen sollte der Hausarzt mit einer Blutabnahme (großes Blutbild, ggf. bei Auffälligkeiten zusätzlich ein Differentialblutbild).
Zur Beruhigung für Sie, in vielen Fällen bleibt es ein Zufallsbefund ohne Bedeutung und Konsequenz, jedoch sollten Sie sicher gehen, um seltene Ursachen nicht zu übersehen.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Markus Landinger und weitere Experten für Orthopädie sind bereit, Ihnen zu helfen.