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Ortho-Doc Nowak
Ortho-Doc Nowak, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 2337
Erfahrung:  Facharzt für Orthopädie; Sportmedizin, SG-Gutachten, 30 J. Praxis, Unfallchir., Reha, Chiroth. Akup.
48582017
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Ortho-Doc Nowak ist jetzt online.

folgender Befund liegt mir nach einem MRT vor

Diese Antwort wurde bewertet:

folgender Befund liegt mir nach einem MRT vor bzw. folgend die hard facts;

„Deutlicher Kniegelenkerguss. Rissbildung im Innnenmeniskushinterhorn mit überwiegend schräg horizontaler Komponente. Zusätzliche senkrechte Rissbildung. Unterliegendes Ödem in der Tibia. Fibrovaskuläres Reizgewebe dorso-lateral des Innenbandes. Außenmeniskus intakt. Mäßige Knorpelausdünnung in beiden Kompartimenten ohne fokal tiefreichende Defekte. Kreuz und Kollateralbänder intakt. Der retropatellare Knorpel kräftig erhalten mit einzelnen oberflächlichen Defekten. Leichte oberflächliche Defektbildung auch im Gleitlager. Initiale feine Randkantenanbauten in beiden Kompartimenten sowie femoropatellar.
Beurteilung: Komplexe Rissbildung im Innenmeniskushinterhorn“

Zu mir:
- 34 Jahre
- Adipös (2)
- Laufe viel im Alltag
- Keine einschränkenden Schmerzen im Knie
- Kniebandage vom Orthopäden verschrieben und in Nutzung

Problem /Sachverhalt:
In 4 Tagen geht es für mich für 6 Wochen auf den Jakobsweg den sogenannten Küstenweg der gekennzeichnet ist durch eine recht hügelige Landschaft ->das heißt fast durchgehend auf- und abstiege, sowie teilweise längere Asphaltstrecken. Also recht belastend für das Knie. Ich war leider recht schockiert als ich mit meinem Orthopäden sprach und habe daher zu wenig bzw. falsch gefragt. Mein Arzt hat mir abgeraten da ich zu 70-80% Probleme haben werden, weil – so habe ich es verstanden- mein Körper bzw. mein Knie bei einem Unfall (ich stolpere oder falle hin) dies nicht so gut abfangen kann wie ein gesundes Knie. U.a. könnte ich eine Knieblockade erleiden. Leider habe ich nicht verstanden ob das „wahrscheinlich“ ist so eine Knieblockade zu erleiden oder ob die rein spekulative Natur war.
Ich hätte die Möglichkeit auch kurzfristig auf einen anderen Wanderweg zu wechseln der im Großen und Ganzen eben ist. Auch hier wäre ich dann 6 Wochen unterwegs.

Meine Fragen:
1. Kann ich den Weg gehen?
2. Würden Sie mir abraten?
3. Wenn ich diesen Weg gehe welchen Risiken setze ich mich da aus?
4. Wie kann ich die in 3 genannten Risiken minimieren?
5. Provoziere ich so einen Langzeitschaden am Meniskus?
6. Wie wäre die Situation bei dem zuletzt genannten „ebenen“ Weg?
Ich danke herzlichst!!! Im Voraus.
Beste Grüße
*****

Willkommen auf Justanswer. Ich bin Experte für Ihre Frage, die ich gerne beantworten möchte.

Sie haben jetzt schon einen Reizgelenkerguss infolge des Meniskushinterhornschadens und der Knorpelschäden im Kniegelenk. Das Kniegelenk ist infolge des Übergewichts schon jetzt überlastet. Wollen Sie wirklich unter diesen Umständen Ihrem Knie eine 6-wöchige Überlastung zumuten, egal ob Sie über eine hügelige Strecke gehen oder auf dem Flachland. Die hügelige Strecke würde nur zusätzlich die Kniescheibe belasten.

Was Sie zu erwarten haben: Weiteren Knorpelschaden im Kniegelenk mit Zunahme des Gelenkergusses und Schmerzen. Möglicherweise weiterer Riss des geschädigten Meniskus mit Blockade des Kniegelenks.

Zu den Fragen:

1. Kann ich den Weg gehen? Ich würde davon abraten.
2. Würden Sie mir abraten? Ja.
3. Wenn ich diesen Weg gehe welchen Risiken setze ich mich da aus? Weiteren Knorpelschaden des Kniegelenks, Zunahme des Gelenkergusses, Kniegelenksentzündung, Blockierung des Kniegelenks.
4. Wie kann ich die in 3 genannten Risiken minimieren? Garnicht
5. Provoziere ich so einen Langzeitschaden am Meniskus? Ja und auch am Knorpelbelag des Kniegelenks.
6. Wie wäre die Situation bei dem zuletzt genannten „ebenen“ Weg? Nicht wesentlich besser wegen des Übergewichts. Nur die Kniescheibe würde nicht so stark belastet werden.

Es tut mir leid, wenn ich Ihnen von dem Unternehmen abraten muss. Alternativ wäre eine Reise mit dem Fahrrad zu überlegen, bei der das Knie nicht so belastet würde wie beim Gehen. Ich selbst habe die Reise mal mit dem PKW unternommen.

Ich hoffe, Ihre Frage hiermit beantwortet zu haben. Für meine ärztliche Beratung geben Sie bitte eine positive Beurteilung ab mit 3-5 Sternen, denn nur so erhalte ich eine Bezahlung. Bei Bedarf helfe ich gerne weiter und antworte nochmals. Alles Gute, Dr. Nowak

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Hallo Herr Dr. Nowak,ich lese bzw. verstehe Ihre Antwort so, das ich - soweit man dies sagen kann- garantiert davon ausgehen kann das ich aus deiner 6 Wöchigen Wanderung mit einem Schaden rauskomme, richtig? Auch verstehe ich den Sachverhalt so, dass ich durch die bereits bestehende Wasseransammlung ohnehin dem Risiko unterstehe eine Knieblockade zu erleiden, richtig? Sodass das Risiko hier recht hoch scheint?Nun werde ich Ihren Rat folgen und den Weg vermutlich nicht gehen können.
Meine Frage: eine Alternative wäre eine Wanderung von 2 Wochen. Auch auf ebenen Strecken.
Wäre dies noch vernünftig machbar? Vorausgesetzt ich bin vorsichtig und überlaste nicht?Gruß und vielen Dank für die klaren Worte!

Wieviele km wollen Sie denn täglich wandern? Wenn Sie nicht mehr gehen als Sie jetzt täglich ohne Beschwerden gehen können, dann könnten Sie es versuchen, eine Garantie gibt es dafür allerdings nicht, dass es gut geht. Ich weiß außerdem nicht, wieviel Übergewicht Sie haben. Bei einer 6-wöchigen Wanderung ist mit einem zusätzlichen Knieschaden zu rechnen, das haben Sie richtig verstanden. Es ist nicht wichtig, ob eine Knieblockade eintreten wird, sondern der Gelenkerguss und die Entzündung würde zunehmen und das Knie weiter schädigen.

Bitte nicht vergessen, eine positive Bewertung abzugeben. Auch danach kann ich noch klärende Fragen zum Thema beantworten. Viele Grüße, Dr. Nowak

Ortho-Doc Nowak und weitere Experten für Orthopädie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Hallo,ich danke ***** ***** für Ihre Reaktivität.
Da bei einer 6 wöchigen Tour der Schaden garantiert ist werde ich dies unterlassen. Vielen Dank.Nun hätte ich die Möglichkeit eine Alternativstrecke von 2 Wochen zu gehen. Wäre dies ein vernünftiger Gedanke? Dieser Weg wäre 2 Wochen lang mit 15-20 km täglich auf mehrheitlich ebenen aber asphaltierten Strecken. Wäre dies noch vernünftig machbar? Vorausgesetzt ich bin vorsichtig und überlaste nicht? In jedem Fall wäre es eine erhebliche Reduzierung des Risikos.
Richtig?Vielen Dank ***** ***** Herr Dr. Nowak.

Das ist richtig. Schließlich müssen Sie das selbst wissen, ob Sie sich 4-5 Stunden Gehen zutrauen mit einem bereits geschwollenen Kniegelenk.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Danke.
Verstehe ich richtig, eine 2 wöchige moderate Wanderung wäre ein „vernünftiger Versuch“ oder wäre auch das abzuraten?

Sie können das ja vorher versuchen und werden dann selbst sehen, wie es Ihnen ergeht. Ohne körperliche Untersuchung kann ich das von hier aus natürlich nicht sicher beurteilen. Mit freundlichem Gruß und danke für die positive Bewertung, Dr. Nowak