So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Ortho-Doc Nowi.
Ortho-Doc Nowi
Ortho-Doc Nowi, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 2306
Erfahrung:  Facharzt für Orthopädie; Sportmedizin, SG-Gutachten, 30 J. Praxis, Unfallchir., Reha, Chiroth. Akup.
48582017
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Orthopädie hier ein
Ortho-Doc Nowi ist jetzt online.

diagnostizierten Spinalkanalstenose an der LWS operiert

Diese Antwort wurde bewertet:

meine Freundin (45 Jahre) wurde vor rund 1 Monat aufgrund einer vor rund einem Jahr diagnostizierten Spinalkanalstenose an der LWS operiert;

Es wurde eine Dekompression an der L4/L5 beidseitig, ohne Versteifung durchgeführt. Leider plagen ihr immer noch Schmerzen am Rücken und vor allem an den Beinen beim Laufen oder Sitzen. Einzig liegend hat sie keine Beschwerden mehr was ihr vor der OP noch grosse Schwierigkeiten bereitete. Aufgrund dieser Situation sind wir nicht sicher, ob es sich noch um Postoperative Schmerzen handelt oder allenfalls die Nerven noch irritiert sind.
Zu erwähnen, dass an den Facettengelenke der LWS L4/L5 eine fortschreitende Arthrose diagnostiziert wurde.
Können sie uns allgemein aufgrund ihrer Erfahrungen mehr dazu sagen? Braucht es allenfalls mehr Zeit und Geduld? Insgesamt wurde sie für 6 Wochen krankgeschrieben, danach erneute Kontrolle mit weiterem Vorgehen.
Vielen Dank ***** ***** Grüsse.

Willkommen bei Justanswer. Ich bin Experte für Ihre Frage, die ich gerne beantworten möchte.

Es ist leider so, dass nach so einer großen Operation noch monatelang Schmerzen bestehen. Daher ist viel Geduld nötig, weitere Entlastung (viel hinlegen und Stufenbettlagerung), gelegentlich Tragen eines elastischen Lendenstützmieders und weitere Krankengymnastik und Rückenschwimmen.

Mit der Zeit werden die Schmerzen geringer werden durch Gewöhnung, Anpassung und muskuläre Kräftigung. Vor zu frühen erneuten Operationen würde ich prinzipiell abraten, da sie meistens kontraproduktiv sind, sollte nicht ein erneuter großer Prolaps nachgewiesen worden sein.

Ich wünsche Ihrer Freundin alles gute und viel Geduld.

Über eine positive Bewertung mit 3-5 Sternen würde ich mich freuen. Bei Bedarf helfe ich gerne weiter und antworte nochmals.

Mit freundlichem Gruß, Dr. Nowak

Sehr geehrte Kundin, haben Sie noch Fragen dazu? Wenn nicht, bitte nicht vergessen, eine positive Bewertung abzugeben, denn nur so erhalte ich eine Bezahlung. Die Bewertung können Sie ganz einfach und schnell durchführen, indem Sie 3 bis 5 Bewertungssterne anklicken, danke.

Ortho-Doc Nowi und weitere Experten für Orthopädie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Guten Tag Herr Dr. NowakBesten Dank für Ihre ausführlichen Antworten. Gerne würde ich Ihnen folgendes dazu nachfragen:
- Sie beschreiben dass die Schmerzen noch monatelang andauern könnten. Beziehen Sie sich auf Erfahrungswerte welche Sie direkt mit Patienten gemacht haben? Oder ist es eine persönliche Einschätzung aufgrund des beschilderten Falles?
- Aufgrund des weiteren Vorgehens würde ich Ihnen gerne zur besseren Verständigung noch im ausführlichen die genaue Diagnose sowie die Beurteilung und Prozedur des leitenden Arztes als Zweitmeinung des Schweizer Paraplegikerzentrums in Nottwil zitieren:Bericht vom 4. Dezember 2017:Diagnose:
Chronische Lumbioschialgie links
Beginnende degenerative Spondylololistheris L4/5 (Funktionsaufnahmen)
Facettengelenksarthropathie L4/4 bds. links -> rechtsBefunde:
165 cm grosse, 61 Kg schwere Patientin in bestem AZ und EZ, sportlich. Unauffälliges Gangbild. Komplizierte Gangarten können beidseits gut ausgeführt werden. Auffällig ist ein erhebliches lumbovertebrales Syndrom. Finger-Boden-Abstand 50cm. Im Liegen geprüft finde ich keine sensomotorischen Ausfälle. Die Hüftgelenke sind schmerzfrei beweglich. Symmetrische Muskeleigenreflexe. Auffällig ist eine Verkürzung der ischiocruralen Muskulatur.Bildgebende Verfahren:
Im konventionellen Röntgenbild zeigt sich eine leichte Anterolisthese L4 gegenüber L5, welche in Inklination etwas zunimmt.
Magnetresonanztomographisch nachgewiesen ist eine zentrale Spinalkanalstenose auf Höhe L4/5, sowie eine Einengung der Foramina L4 bds. bei diskreter Anterolisthese L4 gegenüber L5. Deutliche Arthorse des Wirbelgelenks L4/5.Beurteilung und Prozedere:
Zur Chronifizierung ansetzendes lumbospondylogenes, teilweise vermutlich auch lumboradikuläres Schmerzsyndrom linksbetont bei mässiger degenrativer Spondylolistheris L4 gegenüber L5 mit Einengung sowohl der Foramina L4 bds., als auch des zentralen Spinalkanals mit dort eher mässiger Ausprägung.
In einem ersten Schritt hätte ich eine peridurale Infiltration auf Höhe L4/5 empfohlen. (zwischenzeitlich bereits Mitte Januar 2018 durchgeführt)
Sollte es dabei nicht zu einer Linderung der Beschwerden kommen, wäre in Abhängigkeit auf das Ansprechen der periduralen Infiltration auf Höhe L4/5 und allfälliger diagnostischer Infiltration im Bereich der Foramina L4 bds. über eine eine entweder mikrotechnische Dekompression des Spinalkanals oder allenfalls eine Dekompression mit begleitender Spondylodese des Segmentes 4/5 nachzudenken. Sollten sich keine gesicherten Hinweise dafür finden, dass die Wurzel L4 durch die Kompression in die Foramen eine erhebliche Rolle spielen, so hätte ich in einem ersten Schritt zuerst einmal eine mikrotechnische Kompression des Spinalkanals auf Höhe L4/5 vorgenommen bevor eine Spondylodese erhoben wird.
ANMERKUNG: Am 14.02.18 wurde die mikrotechnische Kompression des Spinalkanals auf Höhe L4/5 vorgenommen. (siehe mein erstes Schreiben).
Im weiteren wurde ihr berichtet, dass ihre Bandscheiben im L4/5 ungenügend arbeiten.Als 2. OP-Variante wurde ihr aufgrund der instabilen Wirbelsäule durch Abnutzung im LW-Bereich die Spondylodese - Versteifungsoperation im Bereich L4/5 empfohlen. Abhängig davon, ob die mikrotechinsche Kompression einen Erfolg aufweist und falls ja, wie lange dann dieser Eingriff hält.Frage: Aufgrund ihres noch jungen alters von 45 Jahren erachten sie es als sinnvoll, als 2. OP-Variante Spondylodese in Betracht zu ziehen? Existieren noch andere Alternativen zur Linderung/Heilung?
Was würden aufgrund des obenerwähnten Berichts meiner Freundin empfehlen?Falls MRI-Bilder erwünscht wären, sagen Sie mir Bescheid, sämtliche Bilder sind auf einer Webseite abrufbar unter Eingabe der Logindaten.Vielen herzlichen Dank für Ihre Einschätzung.Freundliche Grüsse