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Orthopäde
Orthopäde, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 2968
Erfahrung:  Orthopädie, Unfallchirurgie, Füsse, Knie, Hüfte, Prothetik
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Orthopäde ist jetzt online.

Ich habe das Phänomen, dass man bei mir eine 02/2008 operierte

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe das Phänomen, dass man bei mir eine 02/2008 operierte VKB-Plastik (mittels Semitendinosus-Sehne) im MRT 11/2011 kaum noch und nun in einem MRT von 09/2013 höchstens noch in Form eines hauchdünnen Fadens ausmachen kann.
Mein Knie zeigt bei der klinischen Untersuchung allerdings keine Schublade. Auch ist eine Stressaufnahme (Röntgen) mit ca. 5mm Versatz lt. meinem Arzt mit akzeptablen Ergebnis verlaufen.
Hängt mein Knie nur noch am seidenen Faden und wie konnte es dazu überhaupt kommen, dass die VKB-Plastik scheinbar verschwindet? Kann eine VKB-Plastik einfach durch die Gelenkkapsel verstoffwechselt werden? Ich hatte seit der OP 2008 kein traumatisches oder Unfall-Ereignis; allerdings ist mein Knie immer wieder Reizen und leichten Schwellungen ausgesetzt, die scheinbar ursachenlos auftreten.
Vielen Dank XXXXX XXXXX
Hallo

Ich bin Orthopäde und möchte Ihnen gerne weiter helfen und Ihre Frage beantworten.

Entscheidend ist die Stabilität des Knies und die Stressaufnahme von 5mm ist auch sehr gut für ein operiertes Knie.
Es ist häufig so, dass man das Transplantat im MRT schlecht sieht und beurteilen kann und ebenso ist es häufig, dass die Kaliberstärke des Transplantates über die Jahre abnimmt und häufig ist nach 10 Jahren nix mehr zu erkennen. Das Transplantat wird mit der Zeit im wahrsten Sinne aufgerieben.
Aber solange sich das Knie stabil anfühlt und Sie keine giving-ways haben, besteht wirklich kein Grund zur Sorge. Gut wäre natürlich Physiotherapie, um die Muskulatur zu trainieren, die das Knie stabilisiert.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Antwort.


Verstehe ich Sie richtig, dass die Abnahme der "Kaliberstärke des Transplantates über die Jahre" normal ist und das Transplantat "aufgerieben" wird? In diesem Fall frage ich mich dann, warum man überhaupt ein Transplantat implementiert wird, wenn es ohnehin nicht länger als 10 Jahre hält. Man kann doch nicht aller 10 Jahre ein neues Kreuzband installieren, oder?


Auch ohne Giving Ways bereitet mir mein wiederholter Reizzustand des Knies in Form leichter Schwellungen und Schmerzen Sorge. Insbesondere was dies für die Lebensdauer des Gelenks bedeutet und welche Rolle das insuffiziente VKB dabei spielt?


Aufgrund der Zweitdiagnose des MRT, ein Riß im Hinterhorn des Innenmeniskus (Meniskopathie Grad III), stehe ich nämlich vor der Frage, ob athroskopiert werden soll oder nicht. Und wenn ja nur der Meniskus repariert oder auch gleich das VKB neu gemacht werden soll?


Der Radiologe spricht zudem von einer mäßigen Gonarthrose und Femoropatellaarthrose; geringe Chondropathie Grad II medial sowie Chondropathia patellae Grad II.


Freundliche Grüße

Leider trifft man nicht immer...und früher noch weniger...die richtigen Insertionspunkte des ursprünglichen Kreuzbandes, daher stimmt die Biomechanik dann nicht ganz und das Transplantat leidet über die Zeit.

Ich würde Ihnen nur die Arthroskopie mit Meniskuschirurgie empfehlen. Nur wenn Sie wirklich häufig giving ways haben, lohnt sich ein neues Kreuzband. Die Arthrose ist teilweise auch schon bei dem ursprünglichen Unfall entstanden. Wenn Knorpel einmal einen zu starken Schlag abbekommt, ist er dauerhaft geschädigt.
Orthopäde und weitere Experten für Orthopädie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Guten Morgen,


 


ich habe nochmal eine Nacht über Ihre Antwort geschlafen. Wenn ich Sie richtig verstehe, könnten also die Bohrungen durch Ober- und Unterschenkel nicht ganz zielgenau vorgenommen worden sein? Somit hatte die VKB-Plastik keine Chance dauerhaft zu halten?! Das wäre ja ein Kunstfehler.


 


Oder ist es möglich, dass die VKB-Plastik (aus körpereigenem Gewebe - Semitendinosus-Sehne!) durch die entzündlichen Arthroseprozesse zersetzt und verstoffwechselt wurde? So argumentiert mein Arzt.


 


Ich bin nämlich nicht sicher wie ich Sie verstehen darf, wenn Sie schreiben, das "Transplantat wird mit der Zeit im wahrsten Sinne aufgerieben". Aufgerieben aus mechanischen Ursachen (salopp gesagt, falsch gebohrt & verschraubt) oder aus organischen Gründen (Verstoffwechslung durch Entzündungsprozesse)?


 


Vielen Dank nochmals und einen schönen Tag!

Es wird ein bisschen von beidem sein. Rein technisch schafft es kein Operateur das originale Kreuzband wieder genau herzustellen, da es eine sehr komplexe Struktur ist, die auch erst in den letzten Jahren deutlich mehr verstanden wurde. Aber die Experten diskutieren immernoch über die richtige Technik, u.a. 2 oder 3 Transplantate und die genauen Insertionspunkte, etc. Also mit Sicherheit kein Kunstfehler.

Lassen sie die Arthroskopie machen, dann kann man auch den Knorpel im Gelenk beurteilen. Wenn dieser gut ist und Sie trotz Physio und Training weiterhin Giving ways haben und eine Kontaktsportart ausführen wollen, dann müsste man das Kreuzband nochmals operieren.