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Orthopäde
Orthopäde, Dr. Med.
Kategorie: Orthopädie
Zufriedene Kunden: 2968
Erfahrung:  Orthopädie, Unfallchirurgie, Füsse, Knie, Hüfte, Prothetik
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Orthopäde ist jetzt online.

Guten Tag, ich bin 73 Jahre alt und hatte im Mai morgens

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
ich bin 73 Jahre alt und hatte im Mai morgens plötzlich Schmerzen im Lendenbereich und Taubheit und Schmerzen im rechten Bein. MRT hat großen Bandscheibenvorfall L5 /S1 re ergeben. Lendenschmerzen sind durch warme Bäder in Hevis / Ungarn verschwunden.Taubheit und eingeschränkte Beweglichkei im Bein und Schmerzen beim Laufen beeinträchtigen mich aber noch immer. Nach erneutem MRT (keine Veränderung des Vorfalls) hat der Neurochirurg empfohlen, mittels neurochirurgischem Eingriff den Teil des Vorfalls, der auf den Nerv drückt, zu entfernen (3 Kliniktage).
Gibt es für mich andere Alternativen als eine OP?
Mit Dank bereit jetzt und den besten Grüßen
Manfred
Hallo

Ich bin Orthopäde und möchte Ihnen gerne weiter helfen und Ihre Frage beantworten.

Wenn der Bandscheibenvorfall gross ist und entsprechend auf die Nervenwurzel drückt und Sie Taubheit, Schmerzen und eine Muskelschwäche als Folge des Druckes haben, hilft meist nur die Operation. Als Alternative kann man eine epidurale Infiltration (Spritze in den Raum zwischen Nerven und knöchernen Spinalkanal) mit Kortison durchführen. Dies wirkt lokal sehr gut gegen die Beschwerden und kann die durch den Druck ausgelöste Entzündungsreaktion (die noch mehr Schwellung und Druck verursacht) gut unterdrücken. Da es ein Kortisonpräparat ist, dass vor Ort bleibt und sich nicht im Körper verteilt, sind keine Nebenwirkungen wie bei einer Kortisontherapie in Tablettenform vorhanden. Wenn dies dann ebenfalls nicht hilft, bleibt nur die Operation.
Orthopäde und weitere Experten für Orthopädie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.


Eine Frage hätte ich noch. Da ich ja keine Schmerzen mehr im Lendenwirbelbereich habe, würde mich interessieren, ob eine Kortisonspritze ausreicht, um bei der Größe des Vorfalls den Druck auf den Nerv so zu mindern, daß die Probleme im Bein behoben werden können.Würden Sie empfehlen, vor der OP erst die Spritze zu versuchen?

Ich würde Ihnen zuerst die Spritze empfehlen. Es ist ganz typisch, dass man wenig oder gar keine Beschwerden am Rücken selbst hat, sondern dass diese ins Bein ausstrahlen. Der Nerv, der durch den Bandscheibenvorfall gedrückt wird, versorgt ja nur das Bein und hat mit dem Rücken selbst nichts zu tun. Wenn natürlich der Vorfall sehr gross ist, hat man mit der Spritze wenig Chancen. Das kann ich ohne die Bilder nicht beurteilen, aber der Neurochirurg. Bitte fragen Sie ihn dazu.