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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Onkologie
Zufriedene Kunden: 36353
Erfahrung:  Innere- und Allgemeinmedizin, seit 25 Jahren Behandlung von Krebspatienten
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Ich bin Frau, 48, hatte vor 2 Wochen eine Chemo wegen

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich bin Frau, 48, hatte vor 2 Wochen eine Chemo wegen Brustkrebs beendet, nach der der klein gewordene Tumor und auch 2 Achsel Lymphknoten operativ entfernt wurden (einer davon war vor Chemo gross und laut Biopsi mit Krebs befallen und wurde nach Chemo klein und gesund und im zweiten eine kleine Restmenge Krebszellen entdeckt).
Die Ärzte empfehlen nach der Leitlinie die Entfernung von weiteren 10 Lymphknoten. Danach kommt noch die Strahl- und Tablettentherapie. Wie sehen Sie diese Empfehlung der Ärzte? Wie sinnvoll wäre, die OP wegzulassen mit weiterer Strahl- und Tablettentherapie?
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
Wir haben Ihre Frage ohne zusätzliche Kosten unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.
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Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Guten Tag,

Die Behandlung von Krebs kennt unzählige Varianten, und je mehr der Krebs sich ausgebreitet hat, umso stärker müssen Chemotherapie und Bestrahlung sein. Das bedeutet, dass die Entfernung der Lymphknoten nicht nur Krebsherde entfernt ( was wichtig ist, weil sich von diesen Metastasen absiedeln können), sondern auch zeigt, wie stark der Krebs noch ist, und wie man ihm optimal begegnet.

Das sind die Gründe dafür, dass ich zu dieser OP dringend zurate! Wobei der erste Grund noch der wichtigste ist: Man entfernt Gefahrenherde, und keine Chemo, keine Bestrahlung ist so stark wie das Skalpell. Die OP ist obendrein nicht sehr umfangreich, und es gibt nichts, was dagegen spricht.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Falls etwas unklar geblieben ist, stehe ich über den Button „Experten antworten" zur Verfügung. Über eine positive Bewertung Ihrerseits (Anklicken von 3-5 Bewertungssternen ) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen, denn nur dann erhalte ich einen Teil Ihres angezahlten Honorars für meine Hilfe. Ich wünsche Ihnen das Allerbeste!

Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Vielen Dank für die Antwort, ich möchte noch was nachfragen. Bei mir hat die Chemo so gewirkt: der Tumor in der Brust wurde sehr klein und gesund und auch einer der beiden entferneten Achsel Lympfknoten wurde wieder gesund (er war vorher befallen, sein Rand bei Ultraschall-Untersuchung war auffällig), und der andere entfernte Lympfknoten (war nicht bei Ultraschall auffällig und befand sich neben dem ersten Knoten) zeigte kleine Menge Krebszellen. Es wurde gar nicht kontrolliert, ob die weiteren Achsel Knoten, die jetzt entfernt werden sollten, befallen sind. Die Ärzte haben deswegen in großer Runde diskutiert, ob bei mir weitere Knoten entfernt werden sollen oder nicht. D.h. für mich, dass mein Fall von den Leitlinien nicht eindeutig zu einer OP gehört. Was wären die möglichen Folgen, wenn ich jetzt auf die OP verzichte, und nach der Bestrahlung dann während ich 5 Jahre lang Tabletten nehme meinen Körper immer sehr aufmerksam beobachte und kontrolliere (vielleicht dann regelmässig zu Ultraschall-Kontrolle gehe), um bei einem Rezidiv möglichst früh zu reagieren?

Ich verstehe Ihr Problem. Man kann ja (außer mit einem PET CT) ohne OP gar nicht kontrollieren, ob die anderen Lymphknoten befallen sind. Die Wahrscheinlichkeit ist aber zumindest gegeben, weil ein knoten trotz Chemo immer noch welche enthalten hat.

Wenn man vergrößerte LK schon tasten kann, ist der Krebs deutlich fortgeschritten, d. h., dass eine Selbstbeobachtung mit nicht ausreichen würde. Auch der Ultraschall hat ja Abstände zwischendurch, und in den 3 bis 6 Monaten kann sich eine Menge tun.

Keiner kann sagen, wie sich die Wahrscheinlichkeiten ändern (es sind ja auch nur Wahrscheinlichkeiten, mit denen wir arbeiten), wenn Sie die Lymphknoten da lassen. Es wird halt etwas gefährlicher, und Sie sind erst 48. Das ist der Grund, warum ich lieber so viel Sicherheit wie möglich hätte, aber auch das ist ja nur meine Einschätzung. Sie beruht darauf, dass ich zu viel Rezidive nach optimaler Therapie und bei guten Nachkontrollen gesehen habe.

Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
ok, warum kann jetzt vor der OP zuerst nicht eine weitere Biopsi für die weitern LK gemacht werden, um festzustellen, ob diese befallen sind und dann wegen OP entscheden? Und eine Frage zum möglichen Lymphödem der Hand. Was sagt ihre Erfahrung dazu, wie oft und wie schlimm es nach und wegen der Knotenentfernung kommen kann?

Dann müssten Sie ja 10 LK punktieren! dann kann man sie auch gleich entfernen. Ja, ein Lymphödem ist möglich, aber auch hier gibt es so unterschiedliche Verläufe, dass man keine seriöse Aussage dazu treffen kann. Ich frage mich immer, was ich selber täte: Ich würde eher ein Ödem riskieren, um die optimale Therapie zu haben.

Aber letztlich bleibt es eine einsame Entscheidung, weil wir nicht mehr als Wahrscheinlichkeiten haben.

Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Onkologie
Zufriedene Kunden: 36353
Erfahrung: Innere- und Allgemeinmedizin, seit 25 Jahren Behandlung von Krebspatienten
Dr. Gehring und weitere Experten für Onkologie sind bereit, Ihnen zu helfen.