So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Dr.Schürmann.
Dr.Schürmann
Dr.Schürmann, Dr.med.
Kategorie: Onkologie
Zufriedene Kunden: 5236
Erfahrung:  Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin, 22 Jahre eigener Praxis mit besonderer Erfahrung auf dem Gebiet der Onkologie. Stetige Fortbildung um eine kompetente Beratung sicherzustellen.
76282548
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Onkologie hier ein
Dr.Schürmann ist jetzt online.

Guten Tag, ich bin Baujahr 1982 und in meinem 7. Lebensjahr

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
ich bin Baujahr 1982 und in meinem 7. Lebensjahr wurde eine Hypophyseninsuffizienz festgestellt, die seit dem mit Somatropin und Schilddrüsenhormonen behandelt wird. Ich bin seit Jahren gut eingestellt und habe keinerlei direkte Nachteile durch diese Erkrankung.Durch die Wachstumshormone sind einige Organe in meinem Körper etwas zu groß geraden, Herz, Niere und auch die Milz (Splenomegalie). Die Vergrößerung der Milz stammt nicht von einer Infektion, sondern steht im Zusammenhang mit den Wachstumshormonen. Dadurch habe ich eine chronische Thrombozytopenie mit Werten zwischen 90.000 – 120.000. Diese Werte bestätigen sich jedes halbe Jahr, wenn ich beim Endokrinologen bin und verändern sich nicht seit 15 Jahren.
Auffällig ist bei mir, dass ich grundsätzlich viel zu niedrige Eisen-Serum-Werte habe ca. 40 (Normwert 70-120) , Ferritin ist im mittleren Bereich, Hämoglobin und Hämatokrit sind immer im Normalbereich. Ich vermute, dass dieser niedrige Eisenwert mit der Splenomegalie zusammenhängt. Haarausfall, Müdigkeit und andere Eisensymptome sind auch sichtbar.In Bezug auf die Splenomegalie, die sich nicht ändern lässt, ist es richtig, dass mein Körper chronisch mit Eisen unterversorgt ist? Wäre es ratsam Eisen ständig zu substituieren? Gibt es andere Stoffe, die man bei einer bestehenden Splenomegalie einnehmen sollte, da die vergrößerte Milz diese zu schnell abbaut?Vielen Dank für Ihre Antwort

Vielen Dank für die Nutzung von justanswer. Ich bin Dr.Schürmann und werde Ihnen helfen.

Fast muss ich Sie enttäuschen:

Sie haben gar keinen Eisenmangel, denn entscheidend ist einzig und allein der Ferritinwert und der liegt im Bereich der Norm. Der Eisenspiegel selbst ist extremen Schwankungen und weiteren Störfaktoren unterworfen und wird daher inzwischen nicht mehr zur Diagnostik des Eisenmangels empfohlen. Allenfalls kann man den Eisenspiegel zeitgleich mit dem Tranferrinspiegel und der Transferrinsättigung bestimmen, was auch eine gute Aussage bringt.

Die von Ihnen angegebenen Symptome müssen aus meiner Sicht andere Gründe haben.

Wenn Sie zu meiner Antwort noch Rückfragen haben, dann dürfen Sie die hier gern kostenlos stellen. Andernfalls bitte ich Sie höflichst um eine positive Bewertung. Freundlichst Ihr Dr.Schürmann

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Guten Tag Herr Dr. Schürmann,
mir ist bekannt, dass man allgemein von keinem Eisenmangel spricht, wenn der Speicherwert in Ordnung ist und, dass das Eisen im Serum Schwankungen unterliegt.. Ich bitte Sie den Eisenwert nochmals mit der vorhandenen Splenomegalie zu betrachten. Die meisten Menschen haben eine Milz normaler Größe, bei mir ist sie aber wesentlich zu groß und filtert somit zuviel. Dies sieht man ja auch an der Thrombozytopenie. Die Milz filtert auch Eisen aus dem Blut, also ist doch die Schlussfolgerung, dass im Blut zuwenig Eisen ist, da die Milz zu viel filtert, nicht verkehrt?

Danke für Ihre Rückmeldung

Eine zu grosse Milz filtert nicht nur die Blutplättchen sondern manchmal auch die roten Blutkörperchen aus dem Blut heraus. Die Folge ist ein beschleunigter Abbau dieser Blutkörperchen, was zur Freisetzung von Eisen aus diesen abgebauten Blutkörperchen und natürlich auch zu einer Blutarmut (also niedriges Hämoglobin) führt. Das Eisen wird also keineswegs aus dem Blut filtriert sondern im Blutspiegel tendenziell durch den Abbau der roten Blutkörperchen sogar erhöht (hämolytische Anämie).

Ich hoffe mir ist es gelungen diesen komplexen Sachverhalt, der unsereinen schon im Medizinstudium ins Grübeln gebracht hat verständlich darzulegen.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Vielen Dank für Ihre Erklärung und danke für den Hinweis auf die hämolytische Anämie.
Darf ich aus Ihrer Erklärung den Rückschluss ziehen, dass Sie nicht der Meinung sind, dass der niedrige Eisen im Serum mit der Splenomegalie (und der damit verbundenen Thrombozytopenie) zu tun hat und es andere Ursachen hierfür gibt? Vor zwei Tagen war ich beim Kontrolltermin beim Endokrinologen und bat bei der Blutuntersuchung um die Bestimmung des Transferrin und der Sättigung, der sicherlich weitere Klärung bringt.
Und nochmals zu der Frage im Eingang: Gibt es irgendwelche Nachteile durch den schnelleren Abbau der Blutkörperchen, gibt es Stoffe, die ich vielleicht substituieren sollte (natürlich nur, wenn ein Mangel nachgewiesen ist)?
Verzeihen Sie mir die Fragerei, aber ich wurde beim Endokrinologen nie darüber aufgeklärt, was diese vergrößerte Milz bedeutet.
Wenn sie nichts bedeutet, dann ist es super. Aber wenn ich durch Ernährung, Regeln oder Substitutionen dem schnellen Blutabbau gegen wirken kann, dann würde ich das natürlich tun.Vielen Dank

Es ist richtig, dass ich keinen Zusammenhang Ihres Eisenspiegels mit der Milzvergrösserung sehe.

Aber das Wichtigste: Ich würde aus den dargelegten Gründen aus einer geringfügigen Erniedrigung des Eisenspiegels gar nichts folgern, da Ihr Ferritin normal ist. Wichtig werden jetzt noch Tranferrin und Tranferrinsättigung sein.

Weiterhin: Eine hämolytische Anämie lässt sich aus den mitgeteilten Werten nicht ableiten, da Ihr Hb Wert normal ist. Der beschleunigte Abbau von roten Blutkörperchen ist also derzeit keineswegs bewiesen.

Ich würde , wenn jetzt Tranferrin und die Transferrinsättigung normal sein sollten (was ich vermute) das Thema Eisen zu den Akten legen. Bei Ihnen hat die Splenomegalie offenbar nur zu einer mässigen (erwartbaren) Thrombozytopenie geführt. Ansonsten steht nichts zu befürchten insbesondere auch keine Blutungen.

Dr.Schürmann und weitere Experten für Onkologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Vielen Dank!

Sehr gerne geschehen und vielen Dank für Ihre freundliche Bewertung.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Hallo Dr Schürmann,
die Werte sind nun gekommen. Sie erinnern sich hoffentlich noch, dass meine Eisenwerte im Serum immer sehr niedrig sind, Transferrin auch und die Frage, ob dies mit der vergrößerten Milz zusammenhängtFolgende Blutwerte sind gerade gekommen:
Eisen i.S 606 (330-1930) diesmal normal
Ferritin 37,6 (28-365)
TFE 1,94 (2-3,6) wieder niedrig, aber nicht so schlimm
TFS 22 (16-45)Ich bitte Sie um Beurteilung und danke Ihnen

Guten Abend.

Das knapp erniedrigte Transferrin und die normale Transferrinsättigung sprechen zusammen mit dem normalen Ferritin gegen einen Eisenmangel. Wegen einer einer theoretisch möglichen Hämolyse sollte man noch das Haptoglobin im Blut bestimmen lassen.