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Markus Landinger
Markus Landinger,
Kategorie: Neurologie
Zufriedene Kunden: 2360
Erfahrung:  Facharzt at Praxis Kommedico
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Markus Landinger ist jetzt online.

Diese Frage ist wahrscheinlich am ehesten etwas für den

Diese Antwort wurde bewertet:

Diese Frage ist wahrscheinlich am ehesten etwas für den Fachbereich Neurochirurgie, zumindest bin ich dort in Behandlung wegen LWS Schmerzen re. MRT ergab eine Chondrose der Bandscheibe LWK5/SWK1, mediane Bandscheibenprotusion, keine neuroforaminale Enge, des Weiteren mäßige mehrsegmentale Facettengelenksarthrose Punktum Maximum LWK 2/3 li. Nun wird bei mir überlegt einen Facettengelenksinfiltration vorzunehmen. Ich war gestern bei einem Orthopäden, der hat ohne sich den Befund anzuschauen eine Infiltration (im 2. Satz) empfohlen, nun heute Zweitmeinung beim Neurochirurgen, die Ärztin tastete die Wirbelsäule ab, fragte nach Druckschmerz an der LWS, was ich verneinte, schaute sich den Befund an, fragte nach Beschwerden, deutlich zugewandterer Eindruck. Sie meinte, da Druckschmerz fehlt, kommen die Schmerzen eher nicht von der Arthrose, kann man das so ableiten? Meinte aber trotzdem, da die Schmerzen bereits seit fast 3 Monaten durchgängig bestehen, dass eine Facettengelekensinfiltration zumindest versucht werden sollte, was mir nach mäßigen Erfolgsaussichten klingt, der Orthopäde gestern meinte, danach werde ich definitiv Ruhe damit haben, da ich noch jung sei (35), Gespräch dauerte maximal 5 Minuten bei diesem Orthopäden. Also wie sinnvoll erscheint nun einen Infiltration, wenn die Schmerzen generell eher re. von der LWS liegen, sind diese überhaupt der Arthrose zuzuordnen? Generell höre ich mal es handle sich um unspezifische Schmerzen, dann höre ich was von Entzündung, dann wieder etwas davon, dass diese von der Protusion her rühren würden. Das verunsichert enorm, was nun am besten zu tun ist. Abwarten, weiter Sport, Kraft etc. oder die Infiltration durchaus in Betracht ziehen? Ersteres würde ja bedeuten, dass die Schmerzen weiter andauern würden, laufe ich dabei Gefahr, dass es erst recht chronisch wird und nicht mehr verschwindet?Vielen Dank ***** *****ür die Beantwortung dieser komplexen bzw. umfassenden Frage.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ich bin zwar kein Neurochirurg sondern Orthopäde und Unfallchirurg, ich möchte Ihnen aber gerne weiterhelfen.

Ich bin täglich mit Rückenschmerzen konfrontiert in meiner Praxis.
Das, was Sie an Beschwerden beschreiben und was mit Ihrem Befund auch zusammen passt, nennt sich kurz Facettensyndrom. Hierbei handelt es sich um einen Rückenschmerz, der auf einer Arthrose in den Wirbelgelenken und darauf zusätzlich vorhandener Wirbelgelenksentzündung basiert (sogenannte aktivierte Arthrose).
Wenn zusätzlich durch Verschleiß an den Bandscheiben (und damit meist einhergehender Höhenminderung der Bandscheibe) die Wirbelgelenke mehr aufeinander gepresst werden, kann sich daraus ein hartnäckiger, zum Teil auch massiverer Rückenschmerz ergeben.

Meine Empfehlung:

Bei deutlich spürbaren Schmerzen, die Sie aber tolerieren können, empfehle ich ein aufbauendes Rumpftraining.
Sollten die Beschwerden aber unerträglich werden, nutzen Sie die Option der Infiltration. Diese kann Ihnen bei starken Schmerzen helfen, dass Sie überhaupt in die Aufbauphase kommen.
Rückfragen sehr gerne!

Ansonsten wünsche ich Ihnen alles Gute und würde mich sehr über eine positive Bewertung durch das Anklicken der Bewertungssterne freuen.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Tagen.
Vielleicht noch zwei Rückfragen: ich gehe nun regelmäßig schwimmen und zum Kieser Training. Ist aus ihrer Sicht eine deutliche Besserung darunter zu erwarten? Ist es passend, dass die Schmerzen gegen Abend zunehmen? Morgens sind sie nahezu weg, fühle mich allerdings nach dem Aufstehen etwas steif, als ob ich sehr in Hohlkreuz wäre, bessert sich aber nach etwa 20 Minuten unter Bewegung deutlich. Im Tagesverlauf dann Zunahme, gegen Abend würde ich die Schmerzen bei 6 bis 7 auf der Skale verirren.Ansonsten danke ***** ***** für Ihre wirklich gut geschilderte Antwort.

Sehr gerne!
Kiesertraining ist grundsätzlich sehr gut geeignet. Hierunter kann eine deutliche Besserung eintreten. Ich empfehle zusätzlich täglich entlordosierende Übungen (Anregungen beispielsweise auf YouTube unter dem Suchbegriff „Übungen gegen Hohlkreuz“). Durch diese Übungen bekommen Sie Last von den Wirbelgelenken weg.

Der zeitliche Schmerzverlauf über den Tag gesehen passt sehr gut zu der oben erklärten Diagnose.
Alles Gute Ihnen und vor allem eine gute Besserung!

Markus Landinger und weitere Experten für Neurologie sind bereit, Ihnen zu helfen.