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RaquelD47
RaquelD47,
Kategorie: Neurologie
Zufriedene Kunden: 192
Erfahrung:  Expert
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RaquelD47 ist jetzt online.

Hallo, seit ca. 1 Jahr seit meinem Bandscheibenvorfall an

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, seit ca. 1 Jahr seit meinem Bandscheibenvorfall an der HWS habe ich ein leichtes Kribbeln an den Füßen, was sich aber in den letzten 2 Monaten gesteigert hat. Inzwischen zucken manchmal die Wadenmuskeln eine Zeit lang, in den Zehen sticht es immer wieder, auch an den Waden, manchmal auch anderswo im Körper. Tatsächlich fühlt es sich an den Füßen so an, als hätte ich einen zweiten "Stromstrumpf" an. Bei Entspannung ist es manchmal besser. Lendenwirbelbereich ist total verspannt, ein Dehnen der Beine ist sehr schmerzhaft. Ich komme auch mit den Fingerspitzen nicht zum Boden. Das Kribbeln in den Füßen kann durch z.B. Reiben eines Handtuchs im Lendenwirbelbereich ausgelöst/verstärkt werden. Es gibt Tage/Halbtage, an denen ich auch quasi symptomfrei bin. Bin insgesamt sehr, sehr verspannt. Am Abend vor dem Schlafengehen kommt es meist noch einmal zu einem Kribbelgewitter, aber dann schlafe ich ruhig und ohne Nervensymptome ein. Die ganze Nacht ist ruhig. Nach dem Aufstehen dauert es ca. 15 min in Symptomfreiheit und der Teufelskreis beginnt von Neuem.
Ich habe außerdem massiven Stress. Familiär bedingt durch drei kleine, liebe Kinder (6,4,4 Jahre alt), wir sind aber massiv überfordert, auch beziehungstechnisch ist alles sehr belastet. Außerdem bin ich Angstpatient (v.a. Angst vor schlimmen Krankheiten), und auch beruflich waren die Anforderungen (Lehrer) heuer sehr intensiv durch Homeschooling, was auch viel Sitzen nach sich zog. Bin sehr erschöpft, würde am liebsten gar nicht nach Hause (Fluchtgedanken), obwohl alle zu Hause so nett sind. Mit einem Wort: Ich kann nicht mehr.
Nervenleitgeschwindigkeit der Beine und Arme wurde Ende Januar gecheckt plus ein EEG, alles o.B. Die Neurologin befand, dass dies eine somatoforme Störung der Nerven sei.
Jedoch, aktuell habe ich durch die Steigerung/Intensivierung der Symptomatik große Angst vor MS, Polyneuropathie und dergleichen. Bin normalgewichtig, Nichtraucher, mäßig, aber immerhin sportlich.
Kann so etwas wirklich von der Psyche kommen?
Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Habe die Frage schon ähnlich gestellt auf JustAnswer, hätte gerne eine neurologisch geprägte Zweitmeinung. Danke!
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
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Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Sehr geehrter Ratsuchender,

mein Name ist Raquel Diez Machado und ich bin seit über 10 Jahren Ärztin. Ihre Anfrage habe ich hier bei JustAnswer gelesen und möchte versuchen Ihnen zu helfen.

Ja, es kann von der Psyche kommen und es kommt oft von der Psyche.

Von der Konstellation was Sie mir beschreiben haben Sie Grunde genug einen sehr verspannten Muskulatur zu haben, und somit verklemmte Nerven überall.
Zudem wurden Sie auch von einem Neurologen getestet (Nervengeschwindigkeit und EEG) und war alles in Ordnung. Das spricht immer noch mehr gegen einem organische Ursache für Ihre Beschwerden.

Es funktioniert folgendes: den Stress verursacht dass Sie immer angespannt sind. Dann verhärtet sich die Muskulatur und die Nerven werden dadurch verklemmt und Sie haben solche Beschwerden wie die jenige die Sie beschreiben. Je mehr Beschwerden Sie haben, desto mehr befürchten Sie eine eine schlimme Krankheit und mehr angespannt Sie sind und somit haben Sie noch mehr Symptome.

Um diesem Kreis zu unterbrechen, empfehle ich Sie folgende Maßnahmen:
1) Entspannungsverfahren: hier ist PMR nach Jackobson, deren Anleitung Sie auf Youtube finden, sehr hilfreich. Jede nach vor Bettruhe. Es dauert ungefähr 20 Minuten.
2) Miorelaxancien wie z.B. Methocarbamol, was Sie von einem Neurologen oder von einem netten Hausarzt bekommen können. Das ist einer Miorelaxant und macht auch müde also lieber vor Bettruhe nehmen. 500 mg 2 Mal pro Tag zum Beispiel.
3)Antidepressiva mit gutem Profil gegen den Angst wie ISRS gruppe. Escitalopram, Sertralin, Paroxetin... oder Venlafaxin, oder Desvenlafaxin.

4) versuchen Sie, trotz den ganzen Stress, ab und zu den Welt zu Seite zu lassen und Zeit für sich selber zu nehmen. Auch die Kindern bei Opa und Oma zu lassen und etwas mit Ihrer Partnerin zu unternehmen würde Sie helfen.

Ich hoffe, dass meiner Antwort hilfreich war.

Bei weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Bitte nicht vergessen meine Antwort zu bewerten so, dass ich meinem Gehalt bekommen und weiterhin für Sie da sein kann.

Mit freundlichen Grüßen

Raquell Díez.

Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Hallo Frau Raquel,herzlichen Dank für Ihre sehr ausführliche, gut beschreibende und nette Antwort. Eine Rückfrage noch. Wie gesagt, die Symptomatik war auch bei der Nervenleitgeschwindigkeitsmessung schon so ähnlich, jedoch wurden die Beschwerden seitdem stärker (Messung war Ende Januar 2021). Sie glauben auch, dass wenn ich im Januar eine Polyneuropathie gehabt hätte, die Neurologin das per Messung auch bei leichteren Beschwerden gesehen/erkannt hätte, oder?Danke ***** *****ür die Tipps. Ich werde das nach und nach mit meinem Hausarzt und der Neurologin besprechen. Das tut gut, ich habe jetzt viele unterschiedliche Meinungen. Auch der Tipp mit den Großeltern ist sehr nett, meine Eltern sind leider schon 82 und 86 Jahre alt. Die sind auch nicht mehr so fit. Und der Kontakt mit den Schwiegereltern ist leider nicht so gut. Was die Sache noch wesentlich erschwert... Aber haben Sie Dank. Würde mich freuen, wenn Sie meine Frage von oben noch einmal beantworten würden. Ich werde Sie sehr wohlwollend bewerten. Das war wirklich eine gute und ausführliche Antwort.Nochmals herzlichen Dank!Viele GrüßeAndreas Karg

Keine Polyneuropathie entwickelt sich so schnell. Zudem sind Sie ohne Risikofaktoren für PNP zu jung.

Ich glaube wirklich dass die Unterschied zwischen Januar und jetzt ist dass jetzt sind 6 Monate mehr in denen Sie Ihre Muskulatur noch mehr gestresst haben. Deswegen sind die Symptome ausgeprägter.

Wenn Opa und Oma nicht verfügbar sind, vielleicht mal ab und zu eine Tagesmutter?

Vielen Dank. Ich freue mich Sie helfen zu durfen.

RaquelD47,
Kategorie: Neurologie
Zufriedene Kunden: 192
Erfahrung: Expert
RaquelD47 und weitere Experten für Neurologie sind bereit, Ihnen zu helfen.