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Dr.Schürmann
Dr.Schürmann, Dr.med.
Kategorie: Neurologie
Zufriedene Kunden: 5250
Erfahrung:  Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin, 22 Jahre in eigener Praxis niedergelassen mit Tätigkeitsschwerpunkt Neurologie. Stetige Fortbildung um eine kompetente Beratung sicherzustellen.
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Dr.Schürmann ist jetzt online.

Ich bin 64 Jahre, weiblich. 54kg. Habe ein halbes Jahr die

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich bin 64 Jahre, weiblich. 54kg. Habe ein halbes Jahr die Höchstdosis von Clarium 250 mg bekommen plus 4 mal 50mg Levodopa. Jetzt wurde Clarium innerhalb einer Woche auf 150mg reduziert, da ich sämtliche Nebenwirkungen davon hatte. Konnte auch nur noch 2 bis 3 Stunden die Nacht schlafen. Ich falle seitdem sehr rapide und tief ins off und der Wirkungseintritt von Levodopa ( nehme jetzt 6 mal 50mg plus Bedarf ) hat sich von vorher 20 Minuten auf z.T. über eine Stunde verlängert. Was kann man tun, um die Reduktion von Clarium zu kompensieren? Geht das mit Levodopa alleine oder einem anderen Agonisten?
Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Fragesteller(in): 64 Jahre, weiblich., Levodopa 6 mal 50 mg plus Bedarf, Levodopa Depot, Rasagilin, Clarium 150 mg
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Neurologe wissen sollte?
Fragesteller(in): Das Clarium wurde damals auf 250 mg hochgefahren, da ich Dyskinesien hatte. Der Arzt wollte dadurch Levodopa auf letztlich Null reduzieren. Das hat nicht funktioniert.
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
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Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Lieber Kunde, vielen Dank für Ihre Frage. Mein Name ist Dr. Schürmann und werde Ihnen bei Ihrem Anliegen helfen. Bitte warten Sie einen Augenblick bis ich Ihre Frage geprüft habe und mit einer Antwort wieder auf Sie zu komme.

Mit Sicherheit war es für die Behandlung des Parkinson nicht ideal das Clarium in so kurzer Zeit zu reduzieren. Man müsste daher versuchen eine Stufe zurückzugehen und wieder 200 mg Clarium einnehmen. In der Abbauphase müsste L-Dopa zunächst in der Dosis erhöht werden und zwar ein relativ hoher retardierte Anteil , um das Entstehen von off Phasen zu verhindern und zusätzlich schnell wirksames L Dopa bei Bedarf. Das ist auf lange Sicht natürlich nicht erwünscht, so dass nach erneutem langsameren Abbau von Clarium, sozusagen unter L Dopa Schutz ein anderer Dopaminagonist wie z.B. Pramipexol eingeschlichen werden kann. Ob es in Zukunft einmal ganz ohne L Dopa gehen könnte bleibt abzuwarten, es ist eben noch immer das am stärksten wirksame Medikament in der Parkinsontherapie.

Reissen alle Stricke muss auch über eine tiefe Hirnstimulation nachgedacht werden. Die Universitätsklinik in Freiburg wäre ggfs ein Therapiezentrum mit viel diesbezüglicher Erfahrung.

Haben Sie keine Nachfragen, dann klicken Sie bitte zur Bewertung oben rechts die Sterne (3-5 Sterne) an. Vielen Dank ***** *****ürmann

Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Danke, ***** ***** Schürmann. Bevor ich Clarium in der Höchstdosis von 250 mg bekommen habe ( um die Dyskinesien durch Weglassen von Levodopa zu vermindern ), hatte ich Pramipexol 1,56 mg plus Levodopa. Ist es überhaupt möglich, den Äquivalenzwert des Agonisten auf einen Wert von 200 mg Clarium zu reduzieren ? Kann das der Körper akzeptieren, wenn er ein halbes Jahr lang die Höchstmenge eine Agonisten bekommen hat ? Die damalige radikale Umstellung erfolgte nur mit dem Ziel, Levodopa auf Null zu reduzieren ( wegen der Dyskinesien ), was nicht funktioniert hat. Mittlerweile bin ich bereit, die Dyskinesien zu akzeptieren, die sich im Rahmen halten.
Danke für Ihre Hilfe. Viele Grüße.

Danke für Ihre Rückmeldung.

Es könnte ein vernünftiges und auch pragmatisches Vorgehen sein sich mit einem gewissen Maß an Dyskinesien abzufinden ,das L-Dopa auf der niedrigsten möglichen Dosierung fortzuführen und dazu Clarium beispielsweise in einer Dosierung von 200 mg beizubehalten. Pramipexol ist leider für Sie kein geeigneter Ausweg mehr.

Würden Sie bitte noch an eine positive Bewertung durch das Anklicken von 3 bis 5 Sternen (ganz rechts oben auf dieser Seite) denken? Unabhängig davon antworte ich Ihnen gerne auf Ihre Rückfragen. Herzlichen Dank! Ihr Dr.Schürmann

Dr.Schürmann, Dr.med.
Kategorie: Neurologie
Zufriedene Kunden: 5250
Erfahrung: Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin, 22 Jahre in eigener Praxis niedergelassen mit Tätigkeitsschwerpunkt Neurologie. Stetige Fortbildung um eine kompetente Beratung sicherzustellen.
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Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Habe Ihnen 5 Sterne gegeben. Meine Hauptfrage ist: Kann ein Agonist, den man ein halbes Jahr lang in der Maximaldosis ( die für mich mit meinen 54 kg viel zu hoch ist ) bekommen hat, überhaupt reduziert werden? Oder bleiben die Entzugserscheinungen, unter denen ich zur Zeit leide, so unerträglich, dass man wieder zur Maximaldosis zurück kehren muss?
Vielen, vielen Dank ***** *****üße.

Das kann man durchaus reduzieren ,es muss nur langsam genug geschehen und möglicherweise vorübergehend(!) durch eine Erhöhung der L Dopa Dosis aufgefangen werden. Danke für die Bewertung.