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Dr.Schürmann
Dr.Schürmann, Dr.med.
Kategorie: Neurologie
Zufriedene Kunden: 3412
Erfahrung:  Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin, 22 Jahre in eigener Praxis niedergelassen mit Tätigkeitsschwerpunkt Neurologie
76282548
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Dr.Schürmann ist jetzt online.

Hallo, mein Mann ist Schmerzpatient aufgrund von

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, mein Mann ist Schmerzpatient aufgrund von Polyarthrose. Anfang des Jahres war er für 2 Wochen stationär in einer Schmerzklinik. Leider hat das wenig positive Auswirkungen auf die Schmerzen gehabt, mit der empfohlenen Medikation kommt er nicht gut zurecht. Den Abbau von Valium hat er ohne Betreuung seitdem geschafft, aber es geht ihm allgemein zunehmend schlechter. Das neu verordnete Tilidin wirkt gegen die Schmerzen wenig, Schwindel, Bauchschmerzen und starke Schlafstörungen machen ihm das Leben schwer.
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: Die Frage ist eigentlich, wo kann er Hilfe bekommen? Auf den Termin in der Schmerzambulanz muss er noch 4 Wochen warten (Wartezeit ab Mitte Januar) -ich weiss nicht, wie es bis dahin gehen soll. Er hat nachts so viel Schmerzen, dass dadurch Aussetzer beim Atmen auftreten, so dass ich die halbe Nacht wach liege, um "aufzupassen"
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Neurologe wissen sollte?
Customer: Medikamente:2x täglich Tilidin 100/8, 1-2x Celecoxib 200 mg, magenschtztabletten, bei Bedarf bis zu 3x 30 Tropfen Novaminsulfon 500 mg, bei Bedarf paracetamol max 4000 mg ... und das hilft nicht wirklich gut
Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Alter:69
Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Korrektur zu Medikamenten:3x täglich Tilidin 100/8

Vielen Dank für Ihre Frage.

Ich bin Dr.Schürmann und werde Ihnen helfen.
Bitte haben Sie etwas Geduld, bis ich Ihre Frage überprüft habe.

Die Therapie ist fast vollständig: Was noch fehlt ist ein die Wirkung der Schmerzmittel verstärkendes Antidepressivums wie Amitryptilin. Dieses könnte der Hausarzt ohne weiteres überbrückend bis zum Therapie beim Schmerztherapeuten verordnen. Dann wäre Ihrem schon vorab geholfen und es ist ohnehin klar, dass der Schmerztherapeut, dieses oder ein ähnliches Medikament ergänzen würde.

Sollte das nicht funktionieren kämen in der nächsten Stufe stärkere Opioide (Durogesichpflaster etc.) oder auch THC in Betracht.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem Thema haben, dürfen Sie diese hier gerne ohne weitere Kosten stellen. Sollte ich mit meiner Antwort Ihre Frage bereits zufriedenstellend beantwortet haben, bitte ich Sie höflichst um eine positive Bewertung (3-5 Sterne ganz oben, rechts auf dieser Seite anklicken), denn nur mit einer positiven Bewertung bekomme ich das Honorar für meine Arbeit und diese Antwort. Unser Dialog kann auch nach der Bewertung fortgeführt werden. Vielen Dank und beste Grüße Dr. Schürmann

Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Sie beschreiben die Standardmedikation bei Arthroseschmerzen, leider wirkt das bei meinem Mann nicht wie gewünscht – die Schmerzmittel werden stärker und stärker und haben kaum positive Auswirkungen auf die Schmerzen.
Das empfohlene Antidepressivum wurde schon kurzfristig eingesetzt. Vor 1,5 Jahren sollten 5 mg Diazepam ersetzt werden durch 25 mg Amitriptilin. Zu Beginn sollten beide Medikamente parallel eingenommen werden, das Diazepam nach und nach ausgeschlichen werden. Das Ergebnis war ein "heulendes Häufchen Elend" - mein Mann war 2 Tage lang völlig verwirrt und kraftlos, konnte nicht mehr laufen, ist auf Händen und Knien zur Toilette gekrochen. Nach 2 Tagen wurde das beendet und zurück auf die bisherige Medikation gegangen. Lediglich das bis dahin genutzte Schmerzmittel 2x 25 mg Meloxicam wurde durch 1x Etoricoxib 90 mg ersetzt.
Unter diesen Medikamenten waren die Schmerzen für ca. 1 Jahr tagsüber gut erträglich, nachts zunehmend schlimmer. Da mein Mann in besonders schlechten Nächten 2 bis 3 Etoricoxib 90 mg eingenommen hat, musste eine andere Lösung gefunden werden -> Anmeldung in der Schmerzklinik in Würselen.
Die stationäre Aufnahme war Anfang Januar für 14 Tage. Das Ergebnis war die Umstellung auf die Medikation wie am Anfang beschrieben, zusätzlich noch Pregabline. Die Schmerzen waren tatsächlich etwas weniger, aber trotz Anzahl und Stärke der Medikamente immer noch deutlich vorhanden + allgemeine Verwirrtheit tagsüber. Es wurde auch wieder dringend empfohlen, das Diazepam abzubauen. Dies wurde während der letzten 2 Monate gemacht, die Schmerzen wurden stärker, Schüttelfrost, Mutlosigkeit, Kraftlosigkeit, „restless legs“, verstärkte nächtliche Schmerzen nach kleinsten körperlichen Aktivitäten tagsüber.
Bei all dem hat mein Mann den Eindruck, dass die Arthrose zwar der Ausgangspunkt der Schmerzen ist, diese aber durch andere Einflüsse verstärkt werden, völlig unabhängig von der Arthrose. Er beschreibt ein „Brennen“ im ganzen Körper, hat völlig verkrampfte Muskeln, hat neben „Restless legs“ inzwischen auch nächtliche Krampfanfälle, beschreibt Enge-/Angstgefühle sowie Atemprobleme, ist tagsüber todmüde, weil er nachts kaum schläft – sobald er aber abends im Bett liegt, ist jede Müdigkeit weg und er kann nicht schlafen.
Uns ist nicht klar, ob das Entzugserscheinungen sind, die vorübergehen oder ob dies Nebenwirkungen der neuen Medikamente sind oder ob Nerven oder/und Psyche auf Grund der anhaltend starken Schmerzen „verrückt“ spielen. Und wir wissen nicht, wohin wir uns wenden können. Der Hausarzt ist überfragt, für Schmerztherapie und Psychologe gibt es Termine ab Mitte April.

Was können wir tun, wo kann meinem Mann geholfen werden?

Ihren ergänzenden Informationen entnehme ich , dass die Ursache der Schmerzen nicht restlos geklärt ist. Die Klärung der Ursache wäre dann der erste Ansatz.

Nachdem Amitryptilin nicht funktioniert hat (wurde es überhaupt ausreichend lange eingenommen?), deutet immer mehr darauf hin, dass nunmehr starke Opioide (Durogesic Pflaster...) oder eben THC zum Einsatz kommen müssen. Man sollte- falls noch nicht geschehen- einen Neurologen hinzu ziehen, denn auch ein RLS kann manchmal mit starken Schmerzen einhergehen. Man sollte dort auch eine Neuroborreliose ausschliessen. Dies sollte in der Wartezeit auf die nächsten Termine erfolgen.

Dr.Schürmann und weitere Experten für Neurologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Vielen Dank!

Gerne geschehen. Alles Gute für Ihren Mann!