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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Neurologie
Zufriedene Kunden: 27998
Erfahrung:  Ausbildung spezielle Schmerztherapie, 21 Jahre Betreuung neurol. erkrankter Patienten
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, leider gibt es bei der

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
leider gibt es bei der Behandlung meines Lebensgefährten in einer Reha-Klinik große Probleme. Er hatte im letzten Jahr einen Schlaganfall und erhielt anschließend gleich eine Frühreha. Seit Herbst letzten Jahres ist er wieder zu Hause und wird von einem Pflegedienst und mir unterstützt. Nachdem sich sein Zustand nicht veränderte und er sehr darunter litt unterstützte ihn sein Neurologe zu einer weiteren geriatrischen Reha. Am 30.10. fuhr ich ihn nach Bad Kissingen. Ich übergab den Ärzten dort alle Arztberichte seit dem Ereignis. Man hatte aber leider nicht das geringste Interesse daran und hat von Anfang an sehr herablassend reagiert. Nachdem ich feststellen musste dass man meinen Partner in dieser "Klinik" Bavaria in Bad Kissingen in die falsche Phase nämlich Phase B einstufte begehrte ich auf und versuchte schriftlich sowie telefonisch zu klären dass dies nicht richtig sei da mein Partner ja nun schon ein Jahr zu Hause ist, selbstständig essen, trinken und sprechen kann aber große Defizite beim Fortbewegen verbunden mit einer großen Angst-Phobie hat. Dies sei auch der Grund gewesen warum ich ihn nach Bad Kissingen brachte. Man reagierte in dieser Klinik überhaupt nicht darauf. Mein Partner ist privat versichert, nach 8 Tagen sandte man mir die Behandlungsverträge zur Unterschrift zu. In diesen Verträgen sollte die Phase B (tägli. 600 EUR) abgerechnet werden da mein Partner 35 Barthel Punkte hätte. Ich teilte der Klink mit dass ich diese Verträge nicht unterschreibe da die Angaben darin falsch sind, sein Neurologe in München hatte schon einen Barthel Index mit 60 Punkten erstellt, also wäre mein Partner eindeutig in der Phase C gewesen und hätte dort auch die richtigen Therapien erhalten um ihn etwas zu mobilisieren. Selbstverständlich verständigte ich auch seine Krankenkasse von diesen Vorkommnissen. Nachdem die Krankenkasse die Klinik um Auskunft bat wie sich die Unterschiede zwischen den 60 Punkten vom Neurologen und den 35 Punkten der Klinik erklären lassen kam gestern die Mail der Klinik. Man setzte bei meinem Partner nun plötzlich die Phase C+ an. Diese Phase gibt es gemäß BAR überhaupt nicht, lediglich in Bad Kissingen in der Bavaria Klinik. Es wäre wohl der Übergang zwischen Phase B und C behauptet man. Was denn nun ? Ausserdem setzte man von der Klinik den Frühreha-Barthel an da er angeblich beaufsichtigungspflichtige Orientierungsstörungen hätte. Darunter versteht man dass die Patienten von ihren Zimmern zu den Therapien abgeholt werden müssen. Dieses Gebäude ist derart verschachtelt und alt, die Patientenzimmer sind in 6 Stockwerken, die Therapieräume im ganzen Haus im EG und UG verteilt. Nicht mal ich als gesunder würde mich dort zurecht finden. Aufgrund dieser "Störung" hat sich die Klinik erlaubt -50 Punkte beim Frühreha-Index anzurechnen. Meine Frage wäre an Sie: kann nach einem Jahr immer noch der Frühreha-Index angerechnet werden und wie wird die endgültige Punktzahl errechnet wenn der Frühreha Index auf -50 Punkte der BI auf 60 Punkte lautet. Als Kosten für Patienten der Phase B bis 35 Punkte verlangt die Klinik tägl. 605 EUR, in der Phase C können die "nur" 308 EUR verlangen. Vielen Dank ***** ***** Auskunft

Guten Tag,

Ja, man kann den Frühreha- Index so lange erheben, wie man möchte, aber es wäre natürlich nicht in Ordnung, wenn man Ihrem Mann eine "beaufsichtigungspflichtige Orientierungsstörung" anhängt, die gar nicht bestände! Nun ist das aber eine Einschätzungsfrage, denn es kann ja sein, dass er auf Grund seiner Phobie und seiner "großen Defizite beim Fortbewegen" doch richtig eingeschätzt wurde. Das kann ich aus der Ferne nicht sagen.

Da der Barthel- Index höchstens 100 Punkte bringen kann, der Rehaindex davon aber abgezogen wird (jeweils 50 Punkte für eine Störung), wiegt diese Einschätzung umso schwerer. Bei Ihrem Mann wäre der gesamte Index dann 10 (60-50), und das erklärt die Kostenrechnung der Kasse, er wäre dann zweifelsfrei Klasse B.

Hier zum Nachsehen der Bogen der Klinik:

https://www.klinik-bavaria.de/pdf/presse/modellaok/barthel_formular.pdf

Ehrlich gesagt, sehe ich hier keine Möglichkeit einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mehr. Ihr Mann hat keine Verpflichtung, un dieser Klinik zu bleiben. Falls Sie davon ausgehen, dass eine grobe Fehleinschätzung vorliegt, würde ich mit der Krankenkasse Alternativen erörtern und ihn so schnell wie möglich verlegen.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Falls etwas unklar geblieben ist, stehe ich über den Button „Experten antworten" zur Verfügung. Über eine positive Bewertung Ihrerseits (Anklicken von 3-5 Bewertungssternen ) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen, denn nur dann erhalte ich einen Teil Ihres angezahlten Honorars für meine Hilfe. Ich wünsche Ihnen und Ihrem Mann das Allerbeste!

Dr. Gehring und weitere Experten für Neurologie sind bereit, Ihnen zu helfen.