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A Stein
A Stein,
Kategorie: Neurologie
Zufriedene Kunden: 99
Erfahrung:  Angestellter Arzt at MVZ Dr. Wilm Bielefeld GmbH
102819083
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A Stein ist jetzt online.

Meine Frau - 76 Jahre alt - leidet seit ca. 6 Monaten an

Kundenfrage

Meine Frau - 76 Jahre alt - leidet seit ca. 6 Monaten an einem starken Juckreiz;

Außerdem hat sie keinen Geschmack beim Essen und keinen Geruchsinn mehr. Außerdem ist sie in letzter Zeit sehr vergesslich. Kann es sein, dass dies ein Anzeichen auf eine sich bildende Demenz ist. ?

Gepostet: vor 10 Tagen.
Kategorie: Neurologie
Experte:  A Stein hat geantwortet vor 10 Tagen.

Guten Morgen der Herr M

Ich freue mich ,Ihnen hier auf JustAnswer Ihre Frage beantworten zu dürfen,

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass die von Ihnen beschriebenen Symptome Ihrer Frau tatsächlich Anzeichen für eine beginnende Demenz, insbesonders vom Alzheimer Typ,sind,

Es ist noch gar nicht mal so lange her, dass Forscher Untersuchungen über den Zusammenhang von Geruchs- und Geschmacksverlust mit beginnender Demenz durchgeführt haben.

Die Studien zeigten dabei einen so deutlichen Zusammenhang, dass nun sogar Demenzfrühtests in Form von Geruchstest entwickelt werden.

Vielen HNO Ärzten sind diese Forschungsergebnisse noch nicht bekannt und Sie denken daher noch nicht an eine Demenz, wenn Sie bei Patienten Einbussen des Geruchssinns feststellen.

Dabei zeigen die Studien sogar ,dass bereits zwei Jahre vor dem Beginn von Gedächtnisstörungen sich Geruchsstörungen ( und auch Geschmacksstörungen) sich nachweisen lassen.

Ein zukünftiger Alzheimer Frühtest ist also in Form von Geruchsprüfungen in Entwicklung,

Noch steckt dass alles in den Kinderschuhen, sollte jedoch zum Anlass genommen werden, bisherige konventionelle Denenztests bei Ihrer Frau nun Durchzuführen.

Dazu gehört das ananmestische Gespräch, die körperliche Untersuchung, ein EEG, eine Kernspintomgraphie, eine Nervenwassergewinnung, sowie eine neuropsychologische Testung.

Noch ist eine mögliche Alzheimer Erkrankung zwar nicht heilbar ( aber auch daran wird intensiv geforscht) aber es gibt bereits gute Medikamente, die ein Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen und insbesonders die Gedächtnisfunktionen stützen können.

Da es also Hoffnung gibt auf eine sinnvolle Behandlung, ist es meiner Ansicht lohnenswert, alle oben genannten Untersuchungen bei Ihrer Frau durchzuführen,

Dazu lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt zum Neurologen überweisen, der wird alle nötigen weiteren Schritte koordinieren!

Ein Zusammenhang von Juckreiz und Demenz ( was zwar recht häufig bei älteren Menschen zeitgleich Auftritt und daher doppelte Probleme verursacht) konnte allerdings bisher nicht bewiesen werden.

Hier ist ein Hautarzt gefragt, der Juckreizlin

dernde Salben ( zum Beispiel Urea-haltig) verordnen sollte. Doch da haben sie ja bereits einiges versucht...

Bleibt nun der Gang zum Neurologen um Diagnostik und anschliessend auch therapeutisch bei Verdacht auf beginnenden Morbus Alzheimer durchzuführen!

Ich wünsche Ihrer Frau und Ihnen alles Gute!

Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage hiermit beantworten.

Falls Sie noch Rückfragen an mich haben, so stehe ich Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung

Über eine positive Bewertung meiner Antwort ihrerseits würde ich mich sehr freuen! Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

A.Stein

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