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A Stein
A Stein,
Kategorie: Neurologie
Zufriedene Kunden: 140
Erfahrung:  Angestellter Arzt at MVZ Dr. Wilm Bielefeld GmbH
102819083
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A Stein ist jetzt online.

Mein Vater ( hochbetagt) wurde aufgrund einer allgemeinen

Kundenfrage

Mein Vater ( hochbetagt) wurde aufgrund einer allgemeinen Unruhe zunächst während eines Krankenhausaufenthaltes mit Neuroleptika und anderen Medikamenten so ruhiggestellt, dass er Beine und Arme gar nicht mehr einsetzen könnte und seitdem spricht er kaum und hat eine Dysphagie entwickelt.

Nach Absetzen der Medikamente ist die Motorik der Arme und Beine dem Alter entsprechend zurück. Die Dysphagie blieb. Während eines weiteren Krankenhausaufenthaltes wurde nach 2Sitzungen von der Logopädin diagnostiziert, dass die Schluckstörung nicht therapierbar sei.

Eine PEG oder PEJ Sonde lehnt man aufgrund des Alters ab. Das bedeutet , dass ich als Tochter beim Verhungern meines Varers zuschauen soll. Ich bin als Tochter und auch als Zahnmedizinerin wütend und zutiefst enttäuscht , fühle mich unendlich hilflos.

Meine Frage: kann man die Wirkung dieser Medikamente durch Gabe anderer Medikamente etwas zurückbilden und kann man laut Ethikkommission in Deutschland wirklich aufgrund der Einschötzung eines Gastroenterologen in einem Krankenhaus das Legen einer Sonde verweigern?

Ich bitte um eine baldige Antwort Vielen Dank

Gepostet: vor 2 Monaten.
Kategorie: Neurologie
Experte:  A Stein hat geantwortet vor 2 Monaten.

Guten Abend sehr verehrte Frau Kollegin

Um nicht lange um den heißen Brei herum zu reden:

Eine Dysphagie nach Neuroleptika Einnahme ist weitestgehend irreversibel. Einzige Linderung ist nur durch Absetzen der Neuroleptika möglich ,dies ist ja bereits geschehen !

Ein direktes Antidot speziell bei Dysphagie existiert nicht.

Bei extrapyramidal motorischen Störungen hilft das Angicholinerhikum Biperiden ( Akineton) nicht jedoch bei Dysphagie.

Ansatz hier waere tatsächlich das Physiotherapeutische Schlucktraining gewesen und mir ist unverständlich, warum hier so früh das Handtuch geschmissen worden ist!

Als Ultima Ratio bleibt also nun die PEG Anlage zur Ernährung und Versorgung mit Flüssigkeit.

Es ist hier Ihr gutes Recht ,auf diesen nur kleinen invasiven Eingriff zu bestehen!

Drohen Sie ruhig mit sofortiger Einschaltung der Ethikkommission sowie einer Klage wegen unterlassenender Hilfeleistung!

Dann werden die Ärzte schon Spuren und die PEG anlegen, den ihre Approbation zu verlieren ,werden sie kaum riskieren wollen!

Ihren Vater verdursten zu lassen ist hochgradig unethisch und wenn hier keine Patientenverfügung von ihrem Vater verfasst vorliegt,in dem er persönlich eine solche Massnahme ablehnt so müssen die Ärzte den Willen der Angehörigen respektieren und dementsprechend handeln!

Das Alter ihres Vaters ist dabei irrelevant!

Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage hiermit beantworten.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung!

Über eine positive Bewertung meiner Antwort ihrerseits würde ich mich sehr freuen! Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

A,Stein

Experte:  A Stein hat geantwortet vor 2 Monaten.

Guten Morgen sehr verehrte Dame,

vielleicht haben Sie meine Antwort auf Ihre Frage noch nicht bemerkt.

Falls doch,bin ich ein wenig enttäuscht, bis jetzt keine Rückmeldung von Ihnen bekommen zu haben.

Da Sie um eine baldige Antwort gebeten hatten,bin ich diesem Wunsch nachgekommen und habe innerhalb von circa 15 Minuten geantwortet.

Leider lese ich einen Tag später immer noch kein feedback von Ihnen!

Gibt es da irgendein Problem, dass sich meiner Kenntnis entzieht?

Mit freundlichen Grüßen

A.Stein