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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Neurologie
Zufriedene Kunden: 26336
Erfahrung:  Ausbildung spezielle Schmerztherapie, 21 Jahre Betreuung neurol. erkrankter Patienten
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Ich bin männlich, 36 Jahre alt und familienvater.

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich bin männlich, 36 Jahre alt und familienvater. Ich leide seit ca. 1,5 Jahre an enormer krankheitsangst. Dagegen nehme ich seit 8 Monaten 20mg cipralex und 5mg zyprexa. Begonnen hat alles damit, dass ein bekannter an speiseröhrenkrebs erkrankt ist. Kurz darauf bekam ich Probleme beim schlucken. So als ob der Bissen im Hals steckenbleiben würde. Beruhigung fand ich erst nach einer magenspiegelung wo nichts gefunden wurde. Danach ging es weiter mit Angst vor Darmkrebs, bauchspeicheldrüsenkrebs... natürlich alle Untersuchungen ohne Befund. Nachdem ich dann Mitte April leichte muskelzuckungen wahrnahm fand ich leider im Internet ALS. Danach ging es los. Zuckungen am ganzen Körper. Voller Panik ging ich zum Neurologen der mich klinisch untersuchte und keine Hinweise auf ALS fand. Da mich nichts mehr beruhigte und ich psychisch am Ende war begab ich mich für 2 Wochen in stationäre psychiatrische Behandlung. Da begann auch meine medikamentöse Therapie und Psychotherapie. ( mai 2017). Im Krankenhaus hatte ich immer wieder das Gefühl auch Sprachprobleme zu bekommen. Wenn es mir gut geht schiebe ich diese auf die Nebenwirkung der Medikamente. Ist dies möglich? Da mich der Gedanke ***** ***** los lies ging ich im Juni nochmals zum Neurologen der ein NLG und ein EMG im Oberschenkel machte. Es gab keine Hinweise auf ALS. Meine Zuckungen die wirklich überall sind seien nicht krankhaft. Mittlerweile kenne ich den Begriff BFS. Wenn es mir gut geht kann ich auch damit umgehen dieses harmlose Leiden zu haben. Leider quälte mich aber weiterhin der Gedanke ***** ***** haben. Weil eben die Zuckungen nach wie vor da sind und ich immer wieder denke, dass ich manche Wörter nicht ordentlich aussprechen kann. Ich ging Mitte Oktober wieder zum Neurologen. Diesesmal EMG auf beiden Oberschenkel und eins im Oberarm. Auch klinisch untersuchte er mich. Reflexe, zunge usw. alles war in Ordnung. Wegen der Angst der bulbären ALS informierte ich ihn. Er meinte er sticht mir nicht auch noch in die zunge da hier sicher nichts ist. Da er 2 von 4 Ebenen untersuchte fällt ALS weg. Ich dachte es endlich überstanden zu haben. Ich reduzierte mein Tabletten um die Hälfte und war guter Dinge. Leider hielt dies nicht lange an. Nach ein oder zwei Wochen hatte ich dann plötzlich das Gefühl vermehrt Speichelfluss zu haben. Nicht ständig aber immer wieder. Habe dann mal gelesen dass dies eine Nebenwirkung meiner tablettenreduktion sein kann. Ist dies möglich? Meine Angst vor der bulbären ALS wurde aber natürlich wieder enorm. Plötzlich dachte ich nicht mehr ordentlich schlucken zu können und vor ein paar Tagen begannen auch Zuckungen in der zunge. Je mehr Angst ich habe desto stärker fallen sie mir natürlich auf. Ich rief meinen Neurologen voller Panik an der mich ein wenig beruhigte und meinte dass dies einfach mit meinen anderen Zuckungen zusammenhängt und vieles psychosomatisch sei und ich keine Angst vor ALS haben muss.
Sehr lange Geschichte, ich weiß...
Meine Frage ist nun ob ich mir wirklich keine Sorgen wegen der bulbären ALS machen brauche? Kann bulbär aufgrund der gemachten EMGs ebenso ausgeschlossen werden oder brauche ich ein extra EMG in anderen Muskeln?
Ich bin wirklich sehr verzweifelt und unsicher. Können meine Empfindungen wirklich nur psychisch bedingt sein und manches zum Teil auf die Medikamente zurück zu führen sein.
Um eine ausführliche Antwort wäre ich Ihnen sehr verbunden.

Liebe Grüße.

Guten Tag,

Sie haben wahrhaftig genug Untersuchungen gemacht, und sie reichen definitiv aus, um auch eine bulbäre ALS auszuschließen. Dabei ist schon der klinische Befund auffällig, weil die Zunge sich nicht richtig bewegt.

Ihre Anspannung und Angst kann und wird ganz allein die Ursache Ihrer Symptome sein, und das Reduzieren Ihrer Dosis hat mit Sicherheit dazu beigetragen. Unbedingt sollten Sie die Medikamente noch durch Psychotherapie ergänzen.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Und die Zuckungen in der zunge haben für die keinen Krankheitswert?
Ist also ein emg in den bulbären Muskeln nicht notwendig?
Ist ALS für Sie ausgeschlossen?

ALS ist definitiv ausgeschlossen, und die Zuckungen passen zum BFS. Nein, weitere Diagnostik ist mehr als überflüssig!

Dr. Gehring und weitere Experten für Neurologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Vielen liebe Dank!
Das beruhigt mich sehr. Ich bin in Therapie aber leider gibt es so wie man sieht viele auf und abs...

Sehr gern geschehen!

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
liebe Frau Doktor!
heute ist es echt schlimm! meine Zunge zuckt die ganze zeit! speziell an einem Punkt. und wenn mal ruhe ist kann ich die Zuckungen durch Anspannung der Zunge auslösen! ist das normal bei BFS? Brauch ich wirklich keine Angst vor als haben?
danke für eine nochmalige Antwort!

Ja, das ist normal, Sie brauchen wirklich keine Angst zu haben!

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Hallo Frau Doktor.
Ich wollte nur mitteilen dass es mir heute besser geht. Ich bin entspannter und daher fallen mir die Zuckungen weniger auf.
Ich würde gerne wissen ob sie Neurologin sind oder ob man meine Fragen auch als nicht Facharzt so wie sie es getan haben beantworten kann? Mein weiß ja leider nicht genau welche Qualifikationen derjenige hat mit dem man schreibt!?
Vielen lieben Dank...

Ich bin Fachärztin für Innere- und Allgemeinmedizin mit Zusatzbezeichnung "Psychosomatik". Hier beschäftigen wir uns viel mit ALS, weil die entsprechende Angst leider dank der "Ice Bucket- Challenge" so häufig auftritt. Wir haben derzeit keinen deutschsprachigen Neurologen, darum darf der antworten, der das entsprechende Fachwissen besitzt, In diesem Falle ich.

Gern geschehen!

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
also kann ich davon ausgehen dass sie genügend über aLS und deren Diagnostik wissen?
leider findet man im Internet immer wieder aussagen dass die Diagnostik trotz emg nicht immer eindeutig ist. wurde bei als das emg immer was anzeigen? und wenn das emg sauber ist, braucht man keine Form von ALS furchten, oder?
verzeihen sie mir bitte meine Fragen bzgl. ihrer Kompetenz! wie sie sehen bin ich einfach immer wieder sehr unsicher und ich will aber nicht schon wieder zu einem Neurologen gehen!
lg Martin

Ja, davon können Sie ausgehen, weil die ALS- Angst ein Hauptgebiet meiner psychosomatischen Arbeit ist. Dann muss man sich mit der Krankheit nun wirklich auskennen.

Wenn das EMG sauber ist und das klinische Bild nicht passt, brauchen Sie keine ALS zu fürchten. Übrigens ist das eine extrem seltene Krankheit, und im Internet darf jeder schreiben, was er will.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
vielen Dank für ihre Geduld mit mir...
schönes Wochenende...

Ihnen auch.