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Walter Schuermann
Walter Schuermann, Dr.med.
Kategorie: Neurologie
Zufriedene Kunden: 2132
Erfahrung:  Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin, 22 Jahre in eigener Praxis niedergelassen mit Tätigkeitsschwerpunkt Neurologie
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Walter Schuermann ist jetzt online.

Diagnose: - arterio-venöse Malaformatiom präzentral rechts.

Diese Antwort wurde bewertet:

Diagnose:
- arterio-venöse Malaformatiom präzentral rechts. Nidus 3,2 cm. Hauptfeeder aus der A.cerebri media rechs und Drainage in die pberflächlichen venösen Sinus, mehrere intranidales Aneurysma1985 schon eine intraverebrale Massenblutung pario-occipital rechtsIch bin w und 37.
Zuerst wollte man nicht operieren, weil das Risiko bei 10-20 Prozent lag, dass links die Motorik der Hand verschlechtrt werden könnte. Also das Risiko der OP soll höher sein als das Risiko einer Blutung.
Nun wurde die Meinung geändert. Das Risiko liegt angeblich nur noch bei maximal zehn Prozent und würde nur die Sensorik betreffen.
Wieso wurde die Meinung geändert? Wurde es genauer angeschaut? Mich verunsichert das extrem und habe auch sehr Angst vor der OP. Sie würden drei Embolisationen durchführen und danach das AVM chirurgisch entfernen.Danke

Guten Tag,

wenn sich OP-Methoden verbessern, kann es passieren, dass das das OP Risiko unter das Risiko der Spontanblutung fällt. Dann kann es sein, dass die Indikation zur OP anders gesehen wird.

Ich vermute, dass die erste Beurteilung des Risikos die OP ohne Katheterembolisation betraf und die zweite Beurteilung die Embolisation mit einbezogen hat.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Also kann ich mich auf die OP verlassen? So klingt es eigentlich sehr harmlos alles. Seid der OP vor 30 Jahren habe ich eine runde Narbe von ca. 12cm Durchmesser. Wird das jetzt mit der Mikrochirurgie kleiner gehalten?
Ich habe sehr Angst vor der OP, da ich damal meine linke Hand gar nicht mehr gespürt habe, als ich aufgewacht bin. 10prozentiges Risiko klingt nicht hoch. Aber was kann mir passieren? Was heisst, die Sensorik oder Motorik könnte sich verschlechtern? Wie kann ich mir das vorstellen? Kann man das therapieren?

Danke für Ihre Rückmeldung .

10 % sind immer noch ein beträchtliches OP-Risiko. Wenn Ihre behandelnden Ärzte in Anbetracht der Grösse und Lage Ihrer Gefässmissbildungen ein jährliches Blutungsrisiko von beispielsweise 15% prognostizieren sollten, so wäre die OP eindeutig indiziert.

Die Aussage " die Sensorik oder Motorik " könnte sich verschlechtern, heisst nichts anderes als, dass Lähmungen und Gefühlsstörungen auftreten können.

M.E. sollte überlegt werden, ob eventuell die Embolisation als Therapie ausreicht. Dann wäre Ihr Risiko deutlich geringer!

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Vielen Dank für die schnellen Antworten.
laut des chirurgen würden nur die Embolisationen alleine eher das Risiko wieder erhöhen. Es hiess, wenn ich es anfange, müsste ich es bis zum Ende durchziehen, weil es eben angeblich nicht ohne die OP geht.
Das Blutungsrisiko schätzen sie auf 5% pro Jahr im Moment.
Ich bin total verwirrt und weiss nicht, wie ich mich entscheiden soll.

Danke für Ihre weiteren Informationen.

Das bleibt eine schwierige Entscheidung. 5% Blutungsrisiko jährlich ist schon eine ganze Menge, so dass hiergegen die 10% Risiko des Eingriffs schon wieder etwas tragbarer wirken. In dieser für Sie ausgesprochen schwierigen Situation schlage ich vor, in einer anderen grossen neurochirurgischen universitären Einrichtung eine zweite Meinung unter Vorlage aller Ihrer Befunde einzuholen. Sie können alle CDs, MRTs und Angiographie als Datensätze von Ihren bisher behandelnden Ärzten erbitten und diese dann den nachfolgenden zur Begutachtung vorlegen.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Guten tag
Habe die ganzen akten bestellt und werde sie direkt an die uni klinik zürich schicken. Vielen dank für Ihre hilfe.
Nun eine allerletzte (vermutlich eher blöde frage): kann es durch solche operationen wesensveränderungen geben? Oder kann es einfluss haben auf meine konzentrationfähigkeit oder ähnliches?
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Ach ja, und die risiken von epilepsie nach dem eingriff...kommt das oft vor? Nach der ersten gehirnblutung hatte ich nie einen anfall. Musste auch nicht lange medikamente nach der op nehmen.
Vielen dank ***** *****

Guten Abend,

Wegen einer Wesensveränderung oder einer Störung der Konzentrationsfähigkeit hätte ich keine Bedenken, da der ggfs. durchzuführende Eingriff keine Substanzverluste am Gehirn mit sich bringt,

Etwas kritischer ist die Situation was die Epilepsie angeht. Grundsätzlich besteht hier durchaus ein Risiko, da ja eine Narbe im Gehirn entsteht. Die Tatsache, dass Sie nach Ihrer Blutung keine Anfälle bekommen haben, ist ein günstiges Indiz für Sie. Es ist eine Ermessensentscheidung, ob man Ihnen nach der OP für eine gewisse Zeit prophylaktisch ein Antiepileptikum verordnet.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Puh...schwere entscheidung. also kann ich neben möglicher lähmungen auch noch an epilepsie erkranken? Darüber wurde ich wahrscheinlich zu wenig informiert. Die op scheint mir doch fast sinnlos zu sein.

Leider ist das Ganze (Ihre Malformationen und die Therapie hierfür) nicht risikolos, aber in erfahrenen Händen ist das Risiko kalkulierbar. Hören Sie, was die Züricher Ihnen sagen…

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Ok, ich danke ***** ***** für Ihre Hilfe. :)

Sehr gerne geschehen.

Wenn Sie keine weiteren Fragen mehr an mich haben, bitte ich um Ihre freundliche Bewertung.

Vielen Dank ***** ***** Gute für Sie.

Ihr Experte

Walter Schuermann und weitere Experten für Neurologie sind bereit, Ihnen zu helfen.