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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 44822
Erfahrung:  RA seit 21 Jahren mit den Fachgebieten Verbraucherrecht, Mietrecht, Strafrecht, Arbeitsrecht und Zivilrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo Frau, ich wohne seit 13 Jahren in Frankfurt Harheim.

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo Frau Wilson,
ich wohne seit 13 Jahren in Frankfurt Harheim. Jetzt haben meine Vermieter das Haus Ihrem Sohn überschrieben, der vorhat, das Haus umzubauen und mit seiner Familie dann einzuziehen. Also Kündigung wegen Eigenbedarf. ABER: Die Vermieter gedenken, mir eine Auflösungsvereinbarung anzubieten – ohne Reduktion der 9-Monate-Frist, aber mit dem Vorschlag, jeweils eine Monatsmiete auszuzahlen für jeden Monat, den ich früher rausgehe. Meine Frage, welche Vorteile oder Nachteile hat die Auflösungsvereinbarung für Mieter und Vermieter im Vergleich zur Kündigung?
Zu meiner Person:
Michael Kratzsch***@******.***
0172 65 26 268
* 01.10.1953 in Düsseldorf
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
Herzliche Grüße
Michael Kratzsch
Fachassistent(in): Gibt es eine Kopie des Vertrages?
Fragesteller(in): Der Vertrag liegt noch nicht vor. Ich wurde nur gefragt, was ich davon halte und ob ich ggf. einverstanden wäre.
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Nein. Im Moment noch nicht. Ich frage mich halt, warum dem Vermieter die Aufhebungsvereinbarung lieber ist als eine Kündigung wegen Eigenbedarf. Wo ist der Haken?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung.

Gegenüber der Kündigung bietet ein Mietaufhebungsvertrag - wie hier angedacht - für den Vermieter den Vorteil, dass er keinen Kündigungsgrund darlegen und unter Beweis stellen muss.

Anders als ein Mieter benötigt ein Vermieter stets und zwingend einen besonderen Kündigungsgrund im Sinne des § 573 BGB, hier Eigenbedarf.

Eigenbedarf ist nur dann zu bejahen, wenn ein unabweisbares Bedürfnis an der Nutzung der Mietwohnung durch den Vermieter selbst oder durch einen nahen Angehörigen besteht.

Wenn der Sohn mit seiner Familie das Haus tatsächlich umbauen und beziehen möchte, dann wäre ein solcher Eigenbedarf gegeben.

Für den Vermieter bietet ein Mietaufhebungsvertrag den weiteren Vorteil, dass er nicht befürchten muss, dass Sie der Kündigung wegen des Vorliegens einer Härte gemäß § 574 BGB widersprechen.

Eine solche Härte wird dann angenommen, wenn dem Mieter als Folge einer schweren Erkrankung, einer Schwangerschaft oder einer drohenden Obdachlosigkeit der Auszug nicht zumutbar ist.

Sollte tatsächlich die ernsthafte Absicht des Sohnes bestehen, dass Haus zu beziehen, so ist Ihnen anwaltlich anzuraten, auf den Vorschlag der Vermieter einzugehen, wenn diese Ihnen zusätzlich den benannten finanziellen Anreiz bieten.

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Auch nach erfolgter Bewertung können Sie jederzeit und beliebig oft nachfragen.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Kristian Hüttemann

Rechtsanwalt

Kann ich Ihnen noch weiterhelfen?

ra-huettemann und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Tagen.
Ist eine monatliche Miete pro Monat als Anreiz üblich?

Es besteht insoweit Vertragsfreiheit. Sie können mit dem Vermieter auch andere Konditionen aushandeln.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Tagen.
Danke

Gern.