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ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 44889
Erfahrung:  RA seit 21 Jahren mit den Fachgebieten Verbraucherrecht, Mietrecht, Strafrecht, Arbeitsrecht und Zivilrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, wir haben aktuell einige Probleme mit der Verwaltung

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
wir haben aktuell einige Probleme mit der Verwaltung unseres aktuellen Vermieters. Am 28.05. haben wir beim Putzen festgestellt, dass der Heizkörper im Wohnzimmer durchgerostet ist. Hierdurch ist Wasser unter das Laminat gelaufen und es hat sich Schimmel unter dem Laminat und auf der Trittschalldämmung und auf dem Estrich gebildet. Wir haben unsere Wohnlandschaft etwa 25cm entfernt von der Heizung aufgestellt. Durch die Wohnlandschaft ist uns der Blick auf die Heizung nicht ohne weiteres gegeben.
Wir haben den Umstand umgehend unserer zuständigen Verwaltung gemeldet und um eine Mietminderung gebeten. Grund hierfür sind unserer Meinung nach der Umstand, dass eine gesundheitliche Gefährdung durch den Schimmel besteht. Zum anderen wurde der gesamte Heizkörper abgesperrt wodurch wir auch nicht Heizen konnten.
Nach einem heute stattgefundenen Telefonat zwischen meiner Partnerin und der zuständigen Sachbearbeiterin sind wir an einem Punkt angekommen an dem wir Hilfe benötigen. Da wir seit längerer Zeit auf der Suche nach einer kleineren Wohnung sind, haben wir letzte Woche unsere aktuelle Wohnung gekündigt da wir eine neue Wohnung gefunden haben. Wir haben den Wunsch geäußert, dass wir wenn möglich gerne früher aus dem Mietvertrag kommen würden. Bei dem Telefonat sagte die Sachbearbeiterin, dass sowohl die Mietminderung als auch die Kündigung und der Wunsch des früheren Entlassens aus dem Mietvertrag dem Vermieter noch nicht vorliegen. Das aber beide Fälle gleichzeitig beim Vermieter auf dem Tisch landen würden und wir uns entscheiden müssten ob wir unser Recht auf Mietminderung durchsetzen wollen oder ob wir früher aus dem Mietvertrag kommen wollen. Wir könnten uns ja vorstellen wie der Vermieter auf die frühere Entlassung und den Umstand der Mietminderung reagieren würde.
Für mich klingt das nach einer Art Erpressung. Wie sehen Sie das?
Außerdem sagte die Sachbearbeiterin, dass wir gar nichts vor die Heizung stellen dürfen und dass es deshalb unsere Schuld sei das sich überhaupt Schimmel gebildet hat. Gibt es einen rechtlichen Hintergrund dass nichts vor der Heizung stehen darf?
Mit freundlichen Grüßen
Benedict Morilla Molina

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Das müssen Sie rechtlich nicht hinnehmen.

Ihnen steht unter den gegebenen Umständen ein Recht auf Minderung der Miete zu, denn Schimmelbildung ist ein anerkannter Mangel der Mietsache, den der Vermieter hier auch verschuldensunabhängig zu vertreten hat, da für die Schimmelbildung ausschließlich die Durchrostung ursächlich ist!

Diese Mietminderung steht Ihnen sodann kraft Gesetzes zu (§ 536 BGB), und es handelt sich nicht etwa um einen Gnadenakt des Vermieters.

Das bedeutet, dass Sie die Mietminderung ohne weiteres geltend machen können, und zwar solange, wie der Mietmangel nicht dauerhaft und vollständig beseitigt ist.

Sie bedürfen also nicht etwa der Zustimmung und/oder Bestätigung des Vermieters zur Vornahme der Minderung, sondern Sie können diese selbst geltend machen.

Unter Zugrundelegung des geschilderten Mangelbildes ist eine Minderung der Miete von 15% angemessen, wobei Bemessungsgrundlage der Minderung die Warmmiete ist.

Teilen Sie dem Vermieter daher nachweisbar mit (Einschreiben), dass Sie von Ihrem Mietminderungsrecht gemäß § 536 BGB Gebrauch machen werden!

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Auch nach erfolgter Bewertung können Sie jederzeit und beliebig oft nachfragen.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Kristian Hüttemann

Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.