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RADr.Traub
RADr.Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 28602
Erfahrung:  Rechtsanwalt
88853042
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RADr.Traub ist jetzt online.

Hallo, Ich habe eine Frage zu dem Energieausweis. Ich habe

Kundenfrage

Hallo,
Ich habe eine Frage zu dem Energieausweis. Ich habe ein Haus gemietet mit der Effizienzklasse E. Dort ist ein Jahresverbrauch von durchschnittlich 1800 Liter Öl angegeben. Vom 1.06 bis zum 31.12 war mein Verbrauch aber in der Höhe von 1925 Liter Heizöl. Meiner Meinung nach wurde der Verbrauchsorientierter Ausweis ohne Berücksichtigung eines Kachelofens ausgestellt, damit auch nicht korrekt berechnet. Was kann ich denn tun um den Vermieter an den Heizkosten zu beteiligen
Fachassistent(in): Gibt es eine Kopie des Vertrages?
Fragesteller(in): Sie meinen von dem Energieausweis?
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): nein
Gepostet: vor 11 Monaten.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  RADr.Traub hat geantwortet vor 11 Monaten.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage über JustAnswer.
Ich habe den von Ihnen geschilderte Sachverhalt geprüft.
Die Rechtslage ist aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt einzuschätzen.

Zunächst einmal wäre zu klären, unter welchen Bedingungen der Energieausweis ausgestellt wurde und wer diesen ausgestellt hat.

Sollte der Gutachter zu dem Ergebnis kommen, dass der Energieausweis falsch ist, und dies dem Vermieter bekannt war, können Sie dies zur Anzeige bringen.

Wenn ein Energieausweis nicht korrekt ist, kann ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro ausgesprochen werden.

Dies ergibt sich aus §27 EnEv.

Mit dieser "Drohkulisse" können Sie an den Vermieter herantreten und eine Lösung in Form einer Kostenbeteiligung aushandeln.

Einfachere bzw. tiefergehendere Klärung kann über ein Telefonat erfolgen.
Ein solches ist über den Telefon-Premium-Service-Button hinzubuchbar.
Wenn Ihnen die Ausführungen weitergeholfen haben, geben Sie bitte eine positive Bewertung ab (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen).
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Ich habe mit dem Aussteller des Energieausweises gesprochen und dieser hat mir gesagt, dass er nur anhand der Verbrauchsdaten diesen Ausgestellt hat. Nach meiner Frage ob der Kachelofen berücksichtigt wurde hat er mir versichert, dass der nicht erwähnt wurde und damit nicht berücksichtigt wurde. Ich sehe hier ein Problem, dem Vermieter die Täuschung nachzuweisen. Kann ich vom Vermieter ein korrigiertes Energieausweis anfordern, da der Verbrauch um 100% abweicht? gibt es dafür ein Gerichtsurteil? Mir wäre natürlich am liebsten ein bedarfsorientierten Energieausweis zu bekommen um den Unterschied zwischen den beiden zu sehen. Ich wäre auch bereit in Vorklasse zu gehen und diesen selbst zu bezahlen, bin aber darauf angewiesen, dass der Vermieter diesen ausstellen lässt. Ich habe das Mietverhältnis zum 31.12.2021 gekündigt und habe kein Zugriff mehr auf das Haus. Ich war nur ein halbes Jahr drin, da die Heizkosten und andere Sachen nicht in Ordnung waren. Grundsätzlich hätte ich das Haus nicht angemietet wenn die horrenden Heizkosten aus dem Energieausweis zu sehen gewesen wären.
Experte:  RADr.Traub hat geantwortet vor 11 Monaten.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
Ich habe den von Ihnen geschilderte Sachverhalt geprüft.
Die Rechtslage ist aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt einzuschätzen.

Sie haben keine Ansprüche gegen den Vermieter auf Erstellung eines neuen Energieausweises. Die selbst nicht dann, wenn der Energieausweis nachweislich falsch ist (was vorliegend rechtlich nicht unumstritten wäre).

Was jedoch an Konsequenz aus dieser Konstellation sich ergibt, ist, dass der zu niedrige Energiebedarfsnachweis ein Sachmangel an der Mietsache darstellen kann (§ § 536 f. BGB). In diese Richtung gehen Sie bereits mit ihrem Abschlusssatz.

D. h. sie können gegenüber dem Vermieter auf Grundlage der falschen Energieangaben eine Mietminderung aushandeln. Diese kann als Kompensation dafür dienen, dass sie nunmehr höhere Energiekosten haben als ursprünglich kalkuliert.

Sollte sich der Vermieter uneinsichtig zeigen, müsste über die Sach- und Rechtslage ein Gericht entscheiden.

Einfachere bzw. tiefergehendere Klärung kann über ein Telefonat erfolgen.
Ein solches ist über den Telefon-Premium-Service-Button hinzubuchbar.
Wenn Ihnen die Ausführungen weitergeholfen haben, geben Sie bitte eine positive Bewertung ab (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen).
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-