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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 38442
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
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Sehr geehrte Damen und Herren, ich benötige bitte Ihre Hilfe

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,ich benötige bitte Ihre Hilfe in folgendem Sachverhalt:Ich habe einen Untermietvertrag für eine teilmöblierte Wohnung geschlossen. Ich habe die Wohnung vor Vertragsunterzeichnung nicht persönlich besichtigt, lediglich über einen Videoanruf da ich zu der Zeit 500km entfernt gewesen bin und es für mich sehr wichtig war zeitnah eine Wohnung zu finden.In dem Mietvertrag wurde beidseitig ein Kündigungsverzicht von einem Jahr festgehalten die für Mieter und Vermieter gilt. Nun konnte ich mich mit dem Vermieter einigen früher aus der Wohnung auszuziehen sobald ich einen Nachmieter finde, da mein Sohn(12) 2 Mal die Woche bei mir wohnen muss(war vorher nicht bewusst), sodass meine Wohnung zu klein ist und ich öfter meine Mutter pflegen muss(Arzttermine etc).Jetzt zum Vorfall heute:Neben dem Mietobjekt ist ein größeres Haus welches dem Vater des Eigentümers meiner Mietwohnung gehört. Heute kam ein potenzieller Mietinteressent der sehr dringend einziehen musste da kurzfristig seine neue Wohnung nicht beziehbar gewesen ist und folgendes ist passiert: Der Mietinteressent hat sein Auto vor der Wohnungstüre abgestellt und war auf dem Weg zur Besichtigung meiner jetzigen Wohnung als er den Nachbarn(Vater des Eigentümers) getroffen hat und ihn nach der Lautstärke in der Umgebung gefragt hatte.Daraufhin hat der Nachbar ihn gefragt wo er den hin wolle und somit kamen Sie ins Gespräch zu der Mietwohnung die seinem Sohn gehört. Der Vater des Eigentümers teilte dem Interessent mit das es nicht erlaubt sei die Wohnung unterzuvermieten und das der Mietpreis zu teuer wäre und das sein Sohn so etas ganz sicher nicht genehmigt hätte. Der Mietinteressent hat anschließend bei mir klingelt und mir unruhig gesagt, dass er die gesamte Situation unseriös findet wieso ich eine überteuerte Wohnung anbiete und ich keine Genehmigung hätte das er einziehen könnte und er so davon Abstand nehmen möchte.Daraufhin habe ich mich mit meinem Vermieter(Hauptmieter) in Verbindung gesetzt und er teilte mit mit, dass er eine Erlaubnis des Eigentümers vorliegen hat und die Wohnung nicht viel teurer anbiete.Gibt es für mich hier rechtliche Möglichkeiten auf Schadensersatz o.Ä? Ich muss dringend aus der Wohnung raus und der Mietinteressent heute hatte schon so gut wie mündlich zugesagt bevor es zu diesem Vorfall kam.Ich bedanke ***** ***** für Ihre Unterstützung.Beste Grüße
Cheikh

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ja, Sie haben nach § 280 BGB einen Anspruch auf Schadensersatz wenn der Nachbar gegenüber dem Mietinteressenten unwahre Tatsachen verbreitet hätte und der Interessent deswegen abgesprungen wäre.

In diesem Falle hätten Sie gegen den Nachbarn einen Anspruch auf Ersatz der entgangenen Untermiete. Sie müssten in diesem Falle den Vorfall aber auch die Unwahrheit der Behauptung des Nachbarn beweisen können. Sie müssen auch beweisen können, dass der Interessent den Untermietvertrag ansonsten abgeschlossen hätte.

Können Sie diese Nachweise führen, so können Sie auch Schadensersatz verlangen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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