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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 40200
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag, Ich habe ein Problem mit meiner vorherigen

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
Ich habe ein Problem mit meiner vorherigen Vermieterin und zwar bin ich schon ausgezogen aber sie verlangt von mir den Laminatboden komplett zu ersetzen nur wegen ein Paar kleinen Ritzen/Gebrauchsspuren. Sie hat erst 3000€ verlangt und nach langer Besprechung hat sie es zu 1693€ reduziert. Die Nachmieterin, die aktuell in der Wohnung wohnt und die die Wohnung von mir übernommen hat, hat den Boden so akzeptiert und möchte garkein neues Laminat haben. Ich habe einen Foto von dem Schaden als auch den Kostenvoranschlag von der Vermieterin.
Dazu möchte sie mir meine Kaution nicht zurückzahlen mit der Ausrede, dass vielleicht noch Nebenkosten anfallen werden in dem kommenden Jahr. Daraufhin habe ich ausversehn durch den Dauerauftrag meiner Bank die Miete einen Monat zu viel gezahlt und sie möchte mir das auch nicht zurück geben.
Ich bitte um Ihrer Hilfe. Vielen Dank ***** *****
Mit freundlichen Grüßen,
Habiba Rawash
Fachassistent(in): Gibt es eine Kopie des Vertrages?
Fragesteller(in): Ja
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Erstmal nicht, danke
Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Datei angehängt (4V2L235)

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Sie sind unter den gegebenen Umständen nicht zur Zahlung der geltend gemachten Kosten für den Laminat verpflichtet.

Es handelt sich ersichtlich um Verschleiß und Abnutzung.

Diese übliche Abnutzung ist mit der Mietzahlung gemäß § 538 BGB stets abgegolten!

Die Miete hat Ihnen die Vermieterin umgehend zurückzuzahlen.

Die Kaution darf Sie ebenfalls nicht einbehalten.

Erwartet sie eine Nebenkostennachzahlungsforderung, so darf die Vermieterin nur denjenigen Anteil an der Kaution zurückbehalten, der voraussichtlich der Höhe der Nachzahlungsforderung entspricht.

Fordern Sie die Vermieterin daher unter ausdrücklicher Berufung auf die dargestellte Rechtslage zu unverzüglicher Rückzahlung der Miete und der (anteiligen) Kaution auf (Einschreiben).

Setzen Sie hierzu eine Frist von 14 Tagen, und kündigen Sie an, dass Sie nach Ablauf der Frist einen RA mandatieren, dessen Kosten die Vermieterin als Verzugsschaden gemäß §§ 286, 280 BGB sodann ebenfalls zu tragen hätte.

Klicken Sie bitte oben die Bewertungssterne (=3-5 Sterne) an, denn nur dann erhalte ich von Justanswer die Vergütung für die anwaltliche Beratung.

Auch nach erfolgter Bewertung können Sie jederzeit und beliebig oft nachfragen.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Kristian Hüttemann

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ich habe das Foto von dem Schaden geschickt, können Sie sich das vielleicht anschauen um zu bestätigen, dass es um keinen großen Schaden handelt? Die Vermieterin hat ihn als "nicht um Abnutzungsschäden durch Abtrieb sondern es sind Einschnitte im Laminat, die auf unsachgemäße Behandlung zurück zu führen sind. )Messerschnitte, Spuren scharfer Klingen)" bezeichnet.

Das Foto habe ich in Augenschein genommen: Es handelt sich zweifelsfrei um normale Abnutzung, und es gilt daher die eingangs dargestellte Rechtslage (=§ 538 BGB).

Hierauf können Sie sich explizit berufen. Sie befinden sich in einer sicheren Rechtsposition.

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Kristian Hüttemann

Rechtsanwalt

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ra-huettemann und 2 weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Vielen Dank für Ihre Bestätigung. Können Sie mir vielleicht noch das Gesetz sagen, das die Situation mit der Zurückzahlung der zu viel gezahlten Miete unterstützt?

Gern.

Ja, die Vermieterin ist um die Miete ungerechtfertigt bereichert (§ 812 BGB), und sie ist Ihnen daher herausgabepflichtig.

Kommt sie dieser Aufforderung nicht nach, so können Sie sie wegen Unterschlagung (§ 246 StGB) anzeigen.

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Ich habe noch eine Frage und zwar, meine Rechtsposition ändert sich nicht, wenn die Vermieterin auch die Eigentümerin ist richtig? Folgendes hatte sich in den Kostenvoranschlag geschrieben: "Da der Aufsteller der Kostenschätzung zugleich auch der Eigentümer des Hauses ist, also der Geschädigte, könnte eine Befangenheit unterstellt werden. Insofern ist gegen eine vom Schadensverursacher eingeholte Gegenschätzung nichts einzuwenden."

Nein, das ändert rechtlich nichts.

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Alles klar vielen lieben Dank!

Sehr gern!!