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Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 20998
Erfahrung:  25 Jahre Anwaltserfahrung
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Schiessl Claudia ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe folgendes Problem das bei meiner

Kundenfrage

Guten Tag, ich habe folgendes Problem das bei meiner Nebenkosten Abrechnung 21 die Wohngebäudeversicherungen 675€ teuer ist als im Vorjahr. Bei der Abrechnung 2020 lag sie bei 55,51€ und bei der Abrechnung 2021 liegt sie bei 725,84.
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): Niedersachsen
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Es sind zwei Gewerbetreibende im Haus und insgesamt drei Wohnungen und der Wasserverbrauch wird durch dir qm Wohnfläche geteilt sowie der Müll. Da ich die größte Wohnung habe zahle ich den größten Anteil. Allerdings wohne ich allein und bin berufstätig. Sprich nur gegen Abend zuhause.
Gepostet: vor 20 Tagen.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 20 Tagen.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

Ich bin RAin Schiessl, mit mehr als 25 Jahren Berufserfahrung. Ich bitte um Geduld, während ich an der Frage arbeite

Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 20 Tagen.
Sehr geehrter Ratsuchende, vielen Dank ***** ***** freundliche Anfrage.Zunächst einmal empfehle ich Ihnen, dass sie die Belege einsehen. Dazu haben Sie das Recht.Was die Wohngebäude Versicherung anbelangt, so ist die Preissteigerung eklatant. Hier ist möglicherweise das Gebot der Wirtschaftlichkeit verletzt. Hier würde ich mir die Unterlagen ganz genau ansehen und Vergleiche anstellen, ob es nicht billiger der Versicherungen gibt.Heizung und Warmwasser sind zwingend entsprechend der Heizkostenverordnung abzurechnen. Die Heizkostenverordnung sieht eine bestimmte Prozentzahl Wohnfläche und einen Prozentsatz Verbrauch vor
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 20 Tagen.
Die Anzahl der Wohnfläche ist ansonsten für die übrigen Nebenkosten der übliche Umlageschlüssel
Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Die Antwort hätte ich mir auch selbst geben können. Meine Frage ist z.b ob das im Verhältnis ist das eine Gebäudeversicherung von einem Jahr auf die andere auf das 14 fache steigt.
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 20 Tagen.
Wie gesagt ist das eine Frage der Wirtschaftlichkeit. Der Vermieter ist nach dem Gesetz gehalten, Nebenkosten wirtschaftlich zu gestalten.Der Wirtschaftlichkeitsgrundsatz oder das Wirtschaftlichkeitsgebot bedeutet, dass nur solche Betriebskosten abgerechnet werden dürfen, die bei gewissenhafter Abwägung aller Umstände und bei ordentlicher Geschäftsführung gerechtfertigt sind.Der Vermieter ist dem Mieter gegenüber zur Sparsamkeit bei der Bewirtschaftung des Hauses verpflichtet, was aber nicht bedeutet, daß er immer den billigsten Anbieter auswählen muss. Der Vermieter hat bei der Auswahl einen Ermessensspielraum. Auch kostenerhöhende Kriterien wie Zuverlässigkeit, Ortskenntnis, Erreichbarkeit im Notfall und bisherige Erfahrungen darf er berücksichtigen.Eine allgemein gültige Grenze, ab wann der Wirtschaftlichkeitsgrundsatz verletzt ist, kann nicht gezogen werden. Im Einzelfall ist zu prüfen, ob die ortsüblichen Kosten wesentlich überhöht sind und ob die Überschreitung durch einen sachlichen Grund gerechtfertigt ist.Aus diesem Grund ist Ihnen anzuraten, sich die Belege kommen zu lassen und genau zu vergleichen was an Leistungen geboten wird und welche Anbieter vor Ort hier günstiger sind. Gibt es günstigere Anbieter, die die identischen Leistungen erbringen können Sie entsprechend kürzen
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 20 Tagen.
Eine Steigerung um das 14 fache verletzt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im Wirtschaftlichkeitsgrundsatz, jedoch müssen Sie hier entsprechend dem Vermieter gegenüber argumentieren, wie ich es Ihnen oben genannt habe
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 20 Tagen.
Waren meine Ausführungen denn zu Ihrer Zufriedenheit?
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 20 Tagen.
Normalerweise tragen Sie als Mieter für die Verletzung des Geburts der Wirtschaftlichkeit die Darlegungs und Beweislast. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Allerdings gibt es hier auch ein Urteil des Amtsgerichts Berlin, wonach sich dies bei einer Steigerung um mehr als 50 % umkehrt. Dann muss der Vermieter beweisen, dass das Wirtschaftlichkeitsgebot nicht verletzt ist
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 20 Tagen.

Kann ich Ihnen noch weiterhelfen?

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Ich werde die Verwaltung jetzt drum bitten mir die Stärke Erhöhung der Gebäudeversicherung zu Begründung.
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 20 Tagen.
Ganz genau. Bitte nehmen Sie aber unbedingt Einsicht in die entsprechenden Unterlagen. Lassen Sie sich die Verträge aushändigen.Wenn ich helfen konnte bitte ich um positive Bewertung vielen Dank