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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 36781
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
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RASchiessl ist jetzt online.

Beim Auszug unserer Mietwohnung haben wir festgestellt dass

Diese Antwort wurde bewertet:

Beim Auszug unserer Mietwohnung haben wir festgestellt dass unter dem Nachttisch tiefe Kratzer entstanden sind. Im Wohnzimmer gab es auch ein Paar Kratzer verursacht von einem Regal. Kurz vor dem Auszug haben wir im Januar festgestellt dass im Schlafzimmer auch stark geschimmelt hat. Dadurch oder durch andere Feuchtigkeit hat sich der Parkettboden im Bereich Außenwand unschön verfärbt. Vor dem Außzug wurde mit dem Vermieter ausgemacht dass er die Böden schleifen und neu versiegeln lässt. Im Protokoll haben wir festgehalten dass diese Kosten mit der Kaution als abgegolten gelten. Nun will er dass wir die Kosten für einen neuen Parkettboden im Schlafzimmer übernehmen zusätzlich zu dem Reparaturarbeiten. Darf er das? Wie lange kann er uns noch mit seiner Wohnung beschäftigen? Wir haben Inder Wohnung 4 Jahre gewohnt und davor war der Parkettboden in sehr guter Zustand aber nicht neu.
Fachassistent(in): Gibt es eine Kopie des Vertrages?
Fragesteller(in): Ja
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Wir haben die Wohnung auf unserer Kosten weiß gestrichen und einige abgenutzte Teile mit neuen ausgetauscht z.Beispiel Wasserhahn in der Küche.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn Sie das Parkett beschädigt haben, dann sind Sie dem Vermieter dem Grunde nach dafür ersatzpflichtig. Allerdings ist der Vermieter zur Schadensminderung nach § 249 BGB verpflichtet. Das bedeutet einmal dass er nur einen Anspruch auf Ersatz der Kosten für das Abschleifen des Parketts hat (es sei denn Sie haben das Parkett völlig zerstört).

Zum Anderen bedeutet dies, dass sich der Vermieter einen Abzug "Neu für Alt" gefallen lassen muss. Das bedeutet, dass der Vermieter Abzüge hinnehmen muss wenn das Parkett älter ist oder aber wenn das letzte Abschleifen des Parketts schon einige Zeit zurückliegt.

Die Rechtsprechung nimmt bei einem Parkett einen Abschleifturnus von 15 Jahren für das Schleifen und Versiegeln an. Das bedeutet, wenn das letzte Schleifen und Verspiegeln durch den Vermieter 5 Jahre zurückliegt, dann kann er nur 2/3 der Kosten verlangen. Liegt es 15 Jahre oder länger zurück, dann kann er nichts verlangen.

Den Schimmel müssen Sie nur dann beseitigen, wenn Sie ihn nachweislich verursacht haben. Beweispflichtig dafür ist der Vermieter.

Die Schäden im Parkett sollten Sie im Übrigen Ihrer Haftpflichtversicherung melden. Eventuell übernimmt die Versicherung die Regulierung.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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