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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 36739
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin Besitzer einer

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,ich bin Besitzer einer kleinen Eigentumswohnung (BJ 2001), die wir von 2006 – 2018 selbst als Mieter bewohnt haben. Nach Auszug haben wir diese Wohnung als Altersvorsorge gekauft, um diese zu vermieten. Die Wohnung ist sehr hochwertig ausgestattet, hat Raumübergreifend diagonal verlegtes Laminat, Deckenspots und eine sehr hochwertige und aufwändig gestaltete Einbauküche inkl. Kochinsel. Alles aus dem Baujahr aber aufgrund der Hochwertigkeit der Ausstattung und dem sorgsamen Umgang der Ausstattung durch uns als Mieter in äußerst gutem Zustand. Dieser sowie die Wertigkeit der Ausstattung haben hat uns zu dem Kauf veranlasst.
Seit 05_2019 ist diese Wohnung vermietet. Bedauerlicherweise haben die Mieter bereits nach sehr kurzer Zeit, durch unsachgemäßes Putzen, das Laminat im Küchenbereich (Bereich der Kochinsel) zum Aufquellen gebracht.
Der Mieter hat den Schaden sofort zugegeben, sich dafür entschuldigt und den Schaden seiner Versicherung (Debeka) gemeldet.Bestellte Handwerker die den Schaden begutachteten und einen Kostenvoranschlag zur Behebung erstellten, bestätigten den neuwertigen Zustand der Wohnung und des Laminats und erstellten Kostenvoranschläge zwischen 4500 und 8500€ je nach Art der Reparatur (vollständig Wiederherstellung in den Ursprungszustand vor Schaden 8500€; teilweise Reparatur unter Akzeptanz, dass kein einheitliches Bild der Wohnung mehr wiederhergestellt wird und nur der Bereich der Küche ausgetauscht wird 4500€).Die Debeka schickte einen eigenen Gutachter, der auch Schadensbeseitigungen für die Vers. durchführt. Das Gutachten ergab einen Erstattungsbetrag von ~350€. Die Rückfrage bei der Versicherung ergab, dass es sich um den Zeitwert des Laminats handele, dass dieses nach dieser Zeit sowieso auszutauschen wäre und ließ sich auf keine weiteren Gespräche mehr ein.Die im Vorfeld befragten Handwerker dies nicht nachvollziehen und bestätigten, dass sie bisher noch nie so gute erhaltenes und aufwändig verlegtes Laminat bei einem Objekt in diesem Alter gesehen hätten. Die hohen Kosten entstünden nicht durch den Materialwert sondern die aufwändigen Neu-Verlegung, die den Ab- und Wiederaufbau der Kochinsel erfordern würde.Die Versicherung erwidert, dass wir es ja auf einen Prozess ankommen lassen könnten, dann aber das Prozessrisiko zu tragen und das Gegengutachten zu bezahlen hätten.Wie können wir damit umgehen bzw. was können wir tun?Vielen Dank ***** *****!

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die Versicherung hat leider recht.

Auch wenn Ihr Laminat wie neu ist und der Schaden der Ihnen entstanden ist sehr hoch ist, so haben Sie gegen den Mieter leider keinen Anspruch auf die Verlegung eines neuen Laminatbodens sonder nur auf Ersatz des Schadens unter dem Abzug Neu für Alt.

Das bedeutet, die Rechtsprechung billigt dem Beschädigten Gegenstand eine bestimmte Lebensdauer zu. Ist die Lebensdauer abgelaufen, dann ist der Gegenstand verbraucht und damit Wertlos auch wenn er noch in einem guten Zustand ist. Beispiel: Die Hälfte der Nutzungsdauer ist verbraucht, dann ist auch nur noch die Hälfte des Schadens ersatzfähig.

Aus diesem Grund bekommen Sie von der Versicherung leider nur den Schaden unter Abzug nach dem Grundsatz Neu für Alt

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Sehr geehrter Herr Schiessl, auch wenn ich den Neu für Alt Grundsatz ja noch ansatzsweise nachvollziehen kann, wie steht es denn um die Frage wie das Laminat auf den Boden kommt? Dies ist ja der maßgeblich Kostenfaktor und kann daher doch nicht komplett außer Acht gelassen werden! Mit freundlichen Grüßen!

Sehr geehrter Ratsuchender,

der Ausbau und die Neuverlegung des Laminats werden leider vom Abzug Neu für Alt mitumfasst. Sie bekommen auch diese (ganz erheblichen) Kosten leider nur anteilig ersetzt.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt