So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an alva3172015.
alva3172015
alva3172015, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 1438
Erfahrung:  Berater im Mieterverein Mieter helfen Mieter in München
92866717
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Miet- & WEG-Recht hier ein
alva3172015 ist jetzt online.

Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus - 3 Parteien: EG: wohnt

Diese Antwort wurde bewertet:

Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus - 3 Parteien:
EG: wohnt ein Pärchen ca. 45 Jahre
1. OG: Büro und Wohnung meines Mannes
2. OG mein Sohn (11 Jahre) und ich.Bereits im August 2020 forderten die Eheleute aus der EG-Wohnung, dass wir jeder Zeit leise sein müssen. Sie befestigten sogar einen Zettel im Hausflur mit der Aufforderung:- Bitte alle Türen im Gebäude leise schließen
- Bitte schieben Sie Stühle und Möbel nicht auf den Boden
- Bitte keine lauten Schritte im Gebäude
- Bitte respektieren Sie jederzeit die Ruhe im Gebäude
Wir haben versucht persönlich den beiden zu erklären, dass Sie nicht verlangen können, dass wir uns tagsüber nicht bewegen und dass die Nachtruhe von 22 Uhr bis 7 Uhr sei. Weiterhin haben wir versucht zu erklären, dass wir ab und zu auch mal eine Couch verschieben, damit man dahinter putzen kann und sie das nicht verbieten können. Die beiden meinten, man würde sogar hören, wenn wir duschen oder auf die Toilette gehen. Sie würden sogar hören, wenn ich nach 22 Uhr in mein Schlafzimmer gehe (2. OG hat eine Holztreppe zu einer weiteren Etage – dort ist mein Büro und Schlafzimmer). Ich habe versucht zu erklären, dass sie nicht von mir verlangen können mein Büro oder Schlafzimmer nach 22 Uhr nicht mehr zu betreten oder zu verlassen – ich müsste leider nachts auch mal auf die Toilette. Sie erklärten mir bereits im August, dass sie ihre Ruhe haben wollen und nicht durch Lärm belästigt werden möchten – auch tagsüber nicht! Ich habe ihnen erklärt, dass sie nicht verlangen können, dass wir unsere Wohnung nicht nutzen!Anfang des Jahres beschwerten Sie sich, da jemand der zu uns wollte bei ihnen geklingelt habe – auch wenn es lächerlich ist, haben wir alle Leute gebeten nie dort zu schellen – leider kenn ich nicht jeden Briefträger oder Hermes-Bote persönlich – sodass die beiden sich wieder bei uns beschwert haben. Auch, weil die Türe zu geknallt ist. Wir haben dann ein Schild an der Türe gehängt, dass dort nicht geklingelt werden darf und die Türe per Hand geschlossen werden soll.
Ein paar Tage später muss es wohl etwas lauter gewesen sein – laut dem Pärchen der EG. Mein Sohn und ich waren in der 2. OG auf der Couch und haben Fern geschaut und haben nicht gehört oder bemerkt – prompt wurden wir wieder angesprochen, was das für ein Krach war – es hätten die Gläser im Schrank gewackelt – meine Mann war ja nicht da! Ständige durften wir uns im Januar und Februar rechtfertigen, wenn wir einen piep von uns gegeben oder der Besucht oder Paketzusteller die Türe nicht leise geschlossen hat. Man hatte mittlerweile Angst das die Einkaufstüte im Hausflur reist und es scheppert.
Als mein Sohn für der Schule im Februar eine Murmelbahn-Maschine bauen sollten, ist mein Mann sogar hingegangen und hat die Nachbarn gefragt, ob es in Ordnung ist, wenn wir tagsüber sagen, bohren und hämmern, da unser Sohn für die Schule etwas bauen muss.
Nun hatten wir ein paar Wochen ruhe – bis letzte Woche. Unsere Putzfrau hat in der 1. OG geputzt und die Couch verrückt und prompt wurde von unten gegen die Decke gekloppt. Wie der Zufall es will, ist leider letzte Woche durch den Wind mehrere Fenster in der 1. OG zugeknallt. Prompt wurde sich schon wieder beschwert.Langsam aber sicher haben wir die Nase voll und fühlen uns belästigt. Am liebsten würde ich runter gehen und ihnen sagen, dass sie mal lieber ihre Terrasse reinigen und vom Unkraut befreien, statt uns ständig werden jedem Geräusch zu nerven.
Mein Mann meint, dass man dagegen nicht machen – außer sich die Beschwerde anzuhören und freundlich zu bleiben.Hat er recht? Oder ist es schon Nachbarschaftsmobbing und ich kann erlangen, dass sie aufhören mich zu belästigen? Wenn ja, soll ich einen Anwalt einschalten, der die beiden dazu auffordert uns in Ruhe zu lassen?

Mein Name ist Hermes und ich bin Spezialist für Mietrecht. Ich bin noch in einer Besprechung und melde mich sodann.

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Gerne - vielen dank!

Einen etwaigen Anspruch auf Unterlassung der Belästigung gegen den anderen Mieter hätten Sie nur, wenn er Sie in dem Gebrauch der Mietsache wesentlich beeinträchtigt. Ich sehe hier keinen einklagbaren Anspruch gegen den anderen Mieter, da Sie solche "Belästigungen" im Rahmen der Nachbarschaft leider hinnehmen müssten. Nichtsdestotrotz kann man natürlich den Mieter auffordern, nicht wegen jedem noch seinen kleinen Geräusch vor der Tür zu stehen und Sie sich samt Ihrer Familie im Rahmen der Hausordnung bewegen und die Wohnung normal bewohnen und nutzen.

Sind Sie noch da? Haben Sie Rückfragen?

alva3172015 und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.