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ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 36325
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag, wir sind leider kurz vor dem Verzweifeln. Unsere

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
wir sind leider kurz vor dem Verzweifeln.
Unsere Tochter 11 Monate, weint oder schreit ab und zu für einige Minuten beim einschlafen oder beim Windel wechseln, wenn sie mal einen Wunden Po hat. Sie ist kein Schreikind und sonst sehr unkompliziert und ruhig. Ich bin öfter für einige Zeit nicht zuhause.
In naher Vergangenheit war ich vom 20.11.- 10.12. nach Hause und war ab 24.12. bis zum 05.01. wieder unterwegs mit Kind. Am 13.12. hat es zum ersten Mal gegen die Wand geklopft, als das Baby abends geweint hat. Der Nachbar fühlt sich wohl aufgrund von Schichtarbeit durch uns gestört. Am 14.12. hat sich das wiederholt. Beides Mal war es gegen 21.40 Uhr.
Den Mitbewohner von unserem Nachbarn habe ich am nächsten Tag draussen getroffen und er meinte, wir sollen eben das Kind und auch das Kinderbett mit in unser Zimmer nehmen. Ich habe mich nicht weiter dazu geäußert.
Habe in den darauffolgenden Tagen versucht, etwas Rücksicht zu nehmen und habe versucht, dass das Kind im Wohnzimmer auf unserem Arm einschläft. Plötzlich klopft auch der Nachbar von oben. Mittlerweile wird fast täglich geklopft oder gefühlt findet in der Wohnung über uns absichtlich lautes Möbelrücken und Türknallen statt,sobald das Baby 10 sek geweint hat. Sogar das Babyphone schlägt da an. Das geht dann bis fast Mitternacht. Unsere Tochter geht immer zwischen 20 Uhr und 22 Uhr schlafen und braucht eben ihre Zeit zum Einschlafen. Ansonsten schläft sie zwischen 10 und 14Stunden durch und wird nur wach und weint, wenn sie den Schnuller nicht findet. Am 6.1. hat der Nachbar von nebenan sogar um 13 Uhr gegen die Wand geklopft, als wir den Mittagsschlaf machen wollten.
Mich stresst es ungemein. Ich bin schon nervös, wenn es an das Einschlafen der Tochter geht. Ich versuche nach Möglichkeit so wenig wie möglich zu Hause zu sein, aber bei Wind, Kälte und Regen macht es mir auch keinen Spass 6 Stunden draussen durch die Gegend zu laufen. Zuhause fühle ich mich nicht mehr wohl, Panikattacken und . Meine Tochter mag seit 06.01. nicht einmal mehr in ihr Zimmer, sie bekommt Angst, sobald man sie auf den Wickeltisch legt oder wenn es ums Einschlafen geht. Sie erschrickt jedes Mal,wenn es klopft oder oben laut wird.
Es wird langsam Zeit, dass wir ihr beibringen, alleine in ihrem Bett einzuschlafen, aber ohne dass sie weint, wird das wahrscheinlich nicht funktionieren. Daher lassen wir das.Nun die Fragen hierzu: Was können wir tun? Babylärm ist kein Lärm, das wissen wir, aber die Situation geht mir sehr an die Nerven. Ein Umzug ist teuer, zeitlich nicht möglich momentan und schwierig hier etwas beazhlbares zur Miete zu finden. Die Nachbarn sind kinderlos, ignorant und die beiden Herren von nebenan sind gut verknüpft mit unserer Hausverwaltung,daher habe ich mich noch nicht an die Hausverwaltung gewendet.
Wir wohnen zur Miete, aber dennoch muss ich doch entspannt leben können. Ich verstehe den Nachbar, der schlafen möchte, weil er Nachtschicht oä hatte. Wir arbeiten auch im Schichtdienst. Aber unser Baby hat keinen Ausschaltknopf und versteht die Welt ja nicht.
Haben wir irgendwelche Rechte? Oder müssen wir das so hinnehmen?
Falls wir rechtlich hiergegen vorgehen können, welche Kosten könnten da auf uns zu kommen? Kann der Vermieter uns im worst case kündigen?Vielen Dank ***** *****ür Ihre Hilfe
und beste Grüße aus Düsseldorf
Madeleine Zenker

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Wie Sie richtiger Weise angemerkt haben, zählt Kinderlärm nach der ständigen und gefestigten Rechtsprechung nicht zu den Mängeln einer Mietsache, auf die sich Mitmieter berufen können, denn die von Kindern ausgehenden Geräusche sind rechtlich hinzunehmen.

Das gilt in besonderem Maße in dem hier zur Überprüfung stehenden Sachverhalt eines gerade einmal 11 Monate alten Kindes.

Dass in diesem Lebensalter von dem Kind eine erhöhte Geräuschkulisse ausgeht, ist völlig normal und von den Nachbarn zu dulden!

Den Nachbarn steht daher kein rechtlicher Unterlassungsanspruch gegen Siie zu.

Sollten Ihre Nachbarn Sie weiterhin bedrängen und ihrerseits mit Lärm belästigen, so wenden Sie sich umgehend an den Vermieter/die Verwaltung.

Den Vermieter trifft auf der Grundlage des mit Ihnen bestehenden Mietvertrages eine Schutz- und Fürsorgepflicht gemäß § 241 Absatz 2 BGB.

Der Vermieter hat daher die Nachbarn erforderlichenfalls zu kontaktieren und diese aufzufordern, Sie nicht weiter unter Druck zu setzen.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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