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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 34685
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, ich habe ein Mehrfamilienhaus und habe bei einem

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
ich habe ein Mehrfamilienhaus und habe bei einem Besuch dort festgestellt, dass in einer Wohnung nicht mehr der Mieter wohnt, dem die Wohnung vermietet wurde, sondern fremde Personen die ich nicht kannte und die aber auch meinen Mieter nicht kannten.
Es ergab sich dann eine zur Verfügungstellung der Wohnung durch meinen Mieter im Rahmen einer Untervermietung (Untervermietungsvertrag wurde nicht abgeschlossen) oder einer pensionsmäßigen Überlassung der Wohnung an eine Firma, die dort ihre Mitarbeiter unterbringt.
Der Firma war nicht bekannt, dass der Mieter zur Überlassung der Wohnung nicht berechtigt war.
Er zahlt eine Warmmiete von monatlich € 380,00 ( Miete € 280,00 und Nebenkostenvorschuss € 100,00) und erhält von der Firma € 840,00 monatlich, wobei hierin noch die Nutzung seiner Wohnungseinrichtung , Strom- und Internetkosten enthalten sind.
Meine Fragen:
a) Kann ich die Wohnung fristlos kündigen (Mieter wohnt mit seiner Freundin zusammen und ist aber in der von mir gemieteten Wohnung noch beim Einwohnermeldeamt gemeldet)?
b) Wenn ich nicht fristlos kündigen kann, was kann ich dann machen um die Wohnungsüberlassung an die Firma zu
unterbinden?
c) Habe ich Anspruch auf die erhöhte Miete, die mein Mieter von der Firma erhält die jetzt über die Wohnung verfügt oder einen Teil davon.MfG
Ratsuchender

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

1.) Die ohne Ihre Zustimmung erfolgende Untervermietung an die Firma stellt einen vertragswidrigen Gebrauch der Mietsache dar (§§ 540, 541 BGB).

Sie sind daher zur fristlosen Kündigung des Mietvertrages berechtigt, wenn Sie dem Mieter nun schriftlich und nachweisbar (=Einschreiben) eine Frist von maximal 14 Tagen ab Briefdatum zu umgehender Unterlassung des vertragswidrigen Gebrauches setzen.

Verstreicht die Frist ergebnislos, können Sie den Mietvertrag fristlos kündigen.

2.) Es gilt das unter 1.) Ausgeführte.

3.) Die von dem Mieter vereinnahmten Untermietzinszahlungen können Sie aber leider nicht, auch nicht anteilig, beanspruchen.

Haben Sie keine Nachfragen, dann klicken Sie bitte mit der Maus oben rechts die Sterne (3-5 Sterne) an, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die anwaltliche Beratung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kann ich Ihnen noch weiterhelfen?

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Sehr geehrter Herr Ra. Hüttemann,
bleibt das Recht zur fristlosen Kündigung auch aufrechterhalten, wenn ich meinem Mieter ein Einschreiben mit folgendem Inhalt zusende:
"!Sehr geehrter Mieter, Sie haben die von mir gemietete Wohnung ohne meine Einwilligung an Dritte untervermietet. Damit bin ich nicht einverstanden. Beenden Sie das Untermietverhältnis.Im Interesse der Firma, die die Wohnung angemietet hat und gerne bis Jahresende behalten möchte, bin ich jedoch bereit
unter der Voraussetzung, dass Sie mir bis zur Auflösung des Untermietverhältnisses von dem Mehrerlös der Mieteinnahmen aus dem Untermietverhältnis über € 460,00 (Miete die Sie erhalten € 840,00 Miete die Sie zahlen € 380,00) monatlich € 200,00 zusätzlich zur Miete über € 380,00 überweisen, das Untermietverhältnis bis zum 31.12.2020 zu dulden. Danach muss es beendet werden.Ansonsten werde ich fristlos kündigen , einen zeitnahen Räumungstermin setzten und ggf. Räumungsklage erheben."Falls der Mieter mit dem Vorschlag einverstanden wäre, aber trotzdem das Untermietverhältnis nicht beendet, könnte ich dann nach dem 31.12.2020 fristlos oder falls dies nicht gehen sollte fristgerecht kündigen-MfG
Ratsuchender

Haben Sie vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Ja, der Vorschlag wäre rechtlich nicht zu beanstanden.

In diesem Schreiben stellen Sie nämlich nur in Aussicht, dass Sie von Ihrem Kündigungsrecht Gebrauch machen werden, falls das Untermietverhältnis nicht beendet wird.

Das ist rechtlich zulässig.

Anders wäre es, wenn Sie eine Kündigung unter einer Bedingung aussprechen würde. Dies wäre nicht möglich, da eine Kündigung bedingungsfeindlich ist.

Sollte der Mieter auf den Vorschlag eingehen, und sollte er dann absprachewidrig dennoch das Untermietverhältnis fortsetzen, so können Sie (nach vorgängiger Abmahnung) sodann die fristlose Kündigung aussprechen.

Haben Sie keine Nachfragen, dann klicken Sie bitte mit der Maus oben rechts die Sterne (3-5 Sterne) an, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die anwaltliche Beratung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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