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hhvgoetz, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 3483
Erfahrung:  Rechtsanwalt, LL.M. in International Trade Law (Newcastle upon Tyne, UK)
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hhvgoetz ist jetzt online.

Hallo, mein Sohn lebt in einer 4er WG in Magdeburg. Diese

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, mein Sohn lebt in einer 4er WG in Magdeburg. Diese hat einen speziellen WG-Mietvertrag mit EINEM Vermieter.
Ein Mietwechsel eines WG Mitgliedes führt nun zu Problemen, da ein neues Mitglied seine Miete nicht zahlt, bzw. nie ganz korrekt ins Mietverhältnis eingetreten ist. Er muß nämlich in erster Instanz eine Art "Nachtrag" zum Mietvertrag unterschreiben, den die vier Mitglieder der WG gegenzeichnen müssen ( dies ist geschehen) Danach muß dieser Nachtrag dem Vermieter gegeben werden, der nach Bonitätsprüfung des neuen Mieters etc... dann ebenfalls gegenzeichnet.Dieser 2. Schritt ist nicht geschehen, stattdessen habt man dem neuen "Mietanwärter" gutgläubig bereits den WOhnungsschlüssel übergeben, dieser hat dann seine Habseligkeiten im WG-Zimmer eingelagert und seit dem NIE das Zimmer bewohnt.. (Das war im DEZEMBER 2019) Es wurde eine kaution durch ihn gezahlt, er hat auch einige Mieten gezahlt doch zuletzt nicht mehr. Er wollte dann auch ausziehen, man hat ihm wieder gutgläubig die kaution zurückgezahlt, aber nun zieht er nicht aus (bedeutet, seine habseligkeiten liegen immer noch in seinem Zimmer), er zahlt weiterhin keine Miete und gibt auch den Schlüssel nicht zurück...IMEINE FRAGEN;
Ist das Mietverhältnis trotz fehlender Unterschrift des Vermieters rechtwswirksam?Kann man die Kartons des "Mietanwärters" einfach irgendwo einlagern (z.B. im Keller der WG), um das Zimmer frei zu machen, damit ein seriöser Mieter einziehen kann?
(Das ist wirtschaftlich wichtig, da seit Zahlungsverzug des "Mietanwärters" die restlichen 3 WG-Mitglieder anteilig für dessen Mietanteil aufkommen...)?Ist stattdessen der Vormieter noch für die ausstehenden Mietzahlungen verantwortlich, weil "sein" Nachmieter (hier der säumige "Mietanwärter") nie korrekt in den Mietvertrag eingetreten ist?Wie kann man den "Mietanwärter" loswerden, für den Fall, dass der Mietvertrag doch rechtswirksam sein sollte?Wie adressiere ich eine Mietnachforderung, falls der Mietvertrag rechtswirksam sein sollte, denn wir haben ja keine Meldeadresse des "Mietanwärters" und seine auf dem o.g. Nachtrag genannte Adresse stimmt nachweislich (nicht) mehr?MfG, Thomas WernerP.S.: Gerne auch telefonische Klärung erwünscht

Sehr geehrter Ratsuchender,

nach Ihrer Schilderung kommt der Mietvertrag ja direkt mit dem Hauptvermieter zustande, so dass dies auch erst geschehen kann, wenn der Vermieter den Nachtrag genehmigt.

Ob der Vormieter raus ist, dürfte davon abhängen, ob der Vermieter ihn aktiv aus dem Mietverhältnis entlassen hat. Wenn dieser nichts weiß von dem Mieterwechsel, wird das kaum der Fall sein.

Insofern dürfte der Vormieter erst einmal verantwortlich sein für seine Miete.

Wenn hier allerdings eine (nicht eingehaltene) Abrede mit einem anderen WG Mitglied bestand, den Nachtrag beim Vermieter einzureichen, dürfte sich dieses Mitglied schadensersatzpflichtig gemacht haben bzgl. der Miete.

Den Vermieter auf der Miete sitzen zu lassen, dürfte dazu führen, dass dieser ev. versucht, der WG zu kündigen (mit offenem Erfolg vor Gericht). Insofern dürfte es wohl am sinnvollsten sein, sich zusammenzusetzen und den Schaden halbwegs angemessen aufzuteilen.

Bzgl. des Auszuges müsste eigentlich ein gerichtliches Räumungsverfahren betrieben werden, selbst wenn kein Mietvertrag besteht.

Das ist teuer, isnbes. wenn beim Gegner nichts zu holen ist.

Die alternative wäre die illegale Räumung durch Einlagerung der Sachen und spätere Entsorgung 3 Jahre ab Ende 2020 (regelmäßige Verjährung).

Wichtig ist hier, den Zustand des Zimmers im Detail mit Zeugen, Fotos und einer Inventarliste vor dem Ausräumen zu dokumentieren.

Ist die Dokumentation nicht niet- und nagelfest, kann der "Mieter" am Ende behaupten, man habe ihm seine teure Briefmarkensammlung oder was weiß ich geklaut und wird damit ev. sogar durchkommen aufgrund der illegalen Räumung.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

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Mit freundlichen Grüßen

Telefonservice kann ich (optional) anbieten, kostet aber extra...

hhvgoetz und 3 weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Hallo, vielen Dank ***** *****
Wie adressiere ich aber Schreiben an den "Mietanwärter", d.h. wie bekomme ich dessen Meldeanschrift heraus?
Und kann ich am Ende Geld von ihm verlangen, wenn er das Zimmer blockiert aber keine Miete zahlt? Oder für die Einlagerung der Sachen über eine Dauer von 3 Jahren(!)?

An die Anschrift werden Sie vermutlich nur über eine Meldeauskunft kommen oder wenn die Gemeinde nicht bekannt ist über einen der üblichen bundesweiten Dienstleister wie Supercheck, etc.

Schadensersatz wegen der Einlagerung ist schwierig, wenn tatsächlich keine Kosten entstehen, also Platz im Keller ist. Wäre ja schon schön, wenn man die Miete bzw. Nutzungsersatz (da kein Mietvertrag) bekäme.

Wenn der Platz im Keller gebraucht wird und man z.B. im Self Storage Dienstleister einlagern muss, ist das natürlich ein Schaden, der aber nicht zusätzlich zum Nutzungsersatz im jeweiligen Zeitraum verlangt werden kann.

Im Regelfall kommt man bei solchen Leuten mit vertretbarem Aufwand an kein Geld und die Sachen werden irgendwann nahc den 3 Jahren entsorgt, wenn keine erkennbaren Wertsachen dabei waren. So war es in den von mir erlebten WG-Fällen bisher immer, bei meiner eigenen Tochter eingeschlossen.

Moral von der Geschichte:

Keine Schlamperei bei der Nachmieterauswahl, auch wenn man selbst keinen eigenen Mietvertrag schließt.

Wälzt man des Problem jetzt auf den Vermieter ab, wird der natürlich mit Schadensersatzansprüchen sich an die anderen Mieter halten, die wissentlich nicht entsprechend der Vereinbarung bzgl. Nachmietern gehandelt haben.

Alles Gute bei der Geschichte.

P.S.

Bei sehr voluminösem Schrott kann man sich ja überlegen, das nach detaillierter Dokumentation vorher zu entsorgen und notfalls dafür mit dem Zeitwert bei Auszug zu haften bzw. das mit dem geschuldeten NUtzungsersatz zu verrechnen.

Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Hallo, vielen Dank ***** *****!
Was würde es kosten, wenn Sie für uns einen möglichst "bedrohlichen" Anwaltsbrief verfassen, den wir dann nach Recherche der Meldeadresse an den "Vormieter" versenden könnten?
Oder müssten Sie dazu in Sachsen-Anhalt ansässig sein?

Ich rate dazu, einen Kollegen vor Ort zu nehmen, damit die Kosten nicht noch einmal anfallen, wenn es dann doch noch weiteren Klärungsbedarf gibt.

Überzeugend wirkt das nur, wenn auch wirklich auf die tatsächlichen Details Bezug genommen wird.

Das ist eigentlich wirtschaftlich unattraktiv, wenn damit nicht auch die Aussicht verbunden ist, ggf. in einem späteren Klagverfahren mandatiert zu werden, was ja fernliegt, wenn Sie meine Fahrtkosten aus Hamburg bezahlen sollen.

Tut mir leid.

Ich persönlich würde mich schon gar nicht damit aufhalten, den Menschen weiter ausfindig zu machen, wenn eine örttliche Meldeauskunft für 8 Euro oder so keinen Erfolg bringt.

Solche Leute werden in der Regel sowieso alle Post ignorieren, bis der Gerichtsvollzieher kommt.