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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 33173
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe eine Frage

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe eine Frage hinsichtlich einem Wegerecht...
Flur: 012 /Gemarkung: 1433
Flurstück: 535 / 333
In einer Eigentümergemeinschaft ist ein Miteigentümer (zu 1/7) zu dem Flurstück 535, gleichzeitig auch Eigentümer einiger Garagen die auf dem Flurstück 333 (Nachbarparzelle) stehen, selbige aber nur über das Flurstück 535 zu erreichen sind, siehe pdf anbei.
Wir als Eigentümergemeinschaft (mein Bruder und ich zu 5/7 zu dem Flurstück 535) haben ein Anspruch an einer Wegerente gegenüber den Eigentümer der Garagen zu dem Flurstück 333
Nach unserem Dafürhalten richtet sich unsere Forderung an den Eigentümer der Garage(n) (Flurstück 333), das selbiger auch zufälligerweise der Miteigentümer das dem Wegerecht betreffenden Flurstückes 535 ist, ist nach unserer Ansicht nicht von Belang, da das eine nichts mit dem anderen zu tun hat.
Ist das richtig oder ist eine Forderung an den Miteigentümer (der gleichzeitig auch Eigentümer der Garagen zu dem Flurstück 333 ist) von vornherein ausgeschlossen?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass Sie keinen Anspruch auf Wegerente gegenüber dem Miteigentümer geltend machen können.

Da dieser nämlich - wenn auch nur zu 1/7 - Miteigentümer des Flurstücks 535 ist, fehlt es schon an den Voraussetzungen der Einräumung eines Wegerechts in Form einer Grunddienstbarkeit gemäß § 1018 BGB:

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1018.html

Diese setzt nämlich gerade voraus, dass einem Eigentümer eines anderen Grundstücks ein Wegerecht an einem Grundstück eingeräumt wird, das diesem anderen Eigentümer nicht gehört.

Der Miteigentümer zu 1/7 ist jedoch selbst seinerseits (Mit)Eigentümer des mit dem Wegerecht zu belastenden Grundstücks.

Leider können Sie daher keine Wegerente beanspruchen.

Ich bedaure außerordentlich, Ihnen keinen angenehmere Mitteilung übermitteln zu können, aber ich bin als Rechtsanwalt verpflichtet, Ihnen die Rechtslage wahrheitsgemäß darzustellen.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kann ich Ihnen noch weiterhelfen? Haben Sie noch Fragen?

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Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Guten Tag,
aber grundsätzlich haben wir als Eigentümergemeinschaft, Anspruch auf eine Wegerente gegenüber den Eigentümer der Garagen (Flur 333), welche dann auch nicht Miteigentümer am Flur 535 sind, oder?
Haben Sie da mal ein Berechnungsbeispiel?

Ja, gegenüber anderen Garageneigentümern haben Sie einen Anspruch, wenn diese nicht Miteigentümer des Flurgrundstücks 535 sind.

Ein Berechnungsbeispiel kann ich Ihnen nach erfolgter Bewertung als zusätzlichen Service gern geben.

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.

Der Wert der Wegerente entspricht der Differenz zwischen dem Verkehrswert des dienenden Grundstücks ohne die Beeinträchtigung durch das Wegerecht und dem Verkehrswert des Grundstücks unter Berücksichtigung der Beeinträchtigung.

Als grobe Orientierung und Faustformel gilt die Empfehlung, ein Zehntel des Werts der benutzten Fläche als Jahresrente anzusetzen.

In jedem Fall werden Sie daher einen Sachverständigen für Immobilienbewertung hinzuziehen müssen, der diese konkreten Bodenwerte ermittelt, damit Sie dann die Wegerente exakt beziffern können.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt