So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 31708
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Miet- & WEG-Recht hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, Nordrhein Westfalen, Ich benötigte Infos bzgl. Einer

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: Nordrhein Westfalen
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Ich benötigte Infos bzgl. Einer ordentlichen Kündigung eines befristeten Mietvertrags durch den Vermieter

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

schildern Sie den Sachverhalt zur besseren rechtlichen Einordnung bitte etwas näher!

Gern können wir Ihr Anliegen im Rahmen des Premium Service auch telefonisch im persönlichen Gespräch ausführlich erörtern, sofern Sie dies wünschen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Guten Tag, mein Vermieter hat uns den Mietvertrag ordentlich gekündigt.Wir haben allerdings einen befristeten Mietvertrag der ohne Grund bis zum 01.01.25 befristet ist.Er hat in den Mietvertrag allerdings zusätzlich reingeschrieben, dass der Vertrag nach Ablauf von einem Jahr innerhalb der gesetzlichen Fristen gekündigt werden kann.

Vielen Dank.

Ich werde Ihnen hier in einigen Minuten eine Antwort einstellen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Vielen Dank für Ihre Geduld.

Wenn der befristete Mietvertrag ohne rechtlich zulässigen Befristungsgrund geschlossen wurde, so gilt dieser gemäß § 575 Absatz 1 Satz 2 BGB als unbefristet geschlossen:

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__575.html

Leider liegen diese Voraussetzungen hier vor, wenn kein Befristungsgrund genannt wurde.

Das bedeutet, dass der Vermieter Ihnen auch grundsätzlich kündigen kann, denn dann liegt ein unbefristetes Mietverhältnis vor, bei dem Kündigung nicht ausgeschlossen ist.

Fraglich bleibt aber dennoch, ob die ordentliche Kündigung überhaupt rechtens ist: Wird diese etwa auf Eigenbedarf gemäß § 573 Absatz 2 Nr. 2 BGB gestützt, und liegt ein solcher tatsächlich nicht vor, so wäre die Kündigung unwirksam!

Geben Sie bitte Ihre Bewertung für die anwaltliche Beratung ab, indem Sie mit der Maus oben die Sterne (3-5 Sterne) anklicken, wenn Sie keine Nachfragen haben, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die Beratung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Weil der Vermieter falsch befristet hat, wird das Ganze also zu unseren Ungunsten ausgelegt?

Wenn tatsächlich keine schriftliche Befristung vorliegt, dann gilt leider die gesetzliche Regelung aus § 575 BGB - es ist dann ein unbefristeter Mietvertrag gegeben.

Wie hat er denn die Kündigung begründet?

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Vielleicht hilft Ihnen die Kündigung
Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Dies ist der Passus im Mietvertrag

Ja, das hilft!

Diese Kündigung ist ohne weiteres unwirksam.

Der Vermieter begründet die Kündigung pauschal mit Eigenbedarf.

Das ist aber in keiner Weise rechtlich ausreichend, denn der Eigenbedarf muss ganz konkret und im Einzelnen dargelegt, begründet und unter Beweis gestellt werden. Aus der Begründung muss hervorgehen, für welche Person der Eigenbedarf angemeldet wird, und aus welchem Grund Eigenbedarf vorliegen soll (etwa Mamgel einer Wohnung oder berufsbedingter Umzug).

In Ihrer Kündigung steht ledigilich lapidar "Eigenbedarf".

Die Kündigung können Sie daher als unwirksam zurückweisen!

Geben Sie bitte Ihre Bewertung für die anwaltliche Beratung ab, indem Sie mit der Maus oben die Sterne (3-5 Sterne) anklicken, wenn Sie keine Nachfragen haben, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die Beratung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Wobei er mir ja dann einfach eine rechtlich wirksame Kündigung zusenden könnte. Wir wohnen in einem alterswohnsitz (neubau)eines Ehepaares das leider noch nicht hier einziehen konnte. Deswegen wurde die Immobilie für 9 Jahre vermietet. Hätten wir gewusst, dass er jederzeit kündigen kann, wären wir das Mietverhältnis nicht eingegangen. Jetzt werden Sie ihr Haus verkaufen und dann dementsprechend eigenbedarf anmelden. Gibt es die Möglichkeit für uns diese Kündigung zu umgehen? Eine vergleichbare Immobilie werden wir voraussichtlich nicht finden und unsere Kinder sind hier in Schule & Kindergarten

Wie gesagt, den Eigenbedarf muss er in rechtlich haltbarer Weise begründen, und in diesem Punkte sind die Gerichte streng und mieterfreundlich.

Als Druckmittel gegen den Vermieter haben Sie in jedem Fall Schadensersatzansprüche: Wenn dieser Sie gezielt in dem Glauben eines langfristigen Mietverhältnisses gelassen hat, und wenn er Ihnen nun kündigt, so können Sie Schadensersatzansprüche geltend machen. Diese sind auf Ersatz sämtlicher Kosten gerichtet, die durch einen möglichen Umzug bedingt wären (Spedition, Makler, Differenz bei einer höheren Miete).

Geben Sie bitte Ihre Bewertung für die anwaltliche Beratung ab, indem Sie mit der Maus oben die Sterne (3-5 Sterne) anklicken, wenn Sie keine Nachfragen haben, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die Beratung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Bis wann müssen wir der Kündigung widersprechen?

Sie sollten der Kündigung umgehend widersprechen.

Sie haben hiermit nach der gesetzlichen Regelung jedoch Zeit bis zwei Monate vor Beendigung des Mietverhältnisses - § 574 b Absatz 2:

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__574b.html

Geben Sie bitte Ihre Bewertung für die anwaltliche Beratung ab, indem Sie mit der Maus oben die Sterne (3-5 Sterne) anklicken, wenn Sie keine Nachfragen haben, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die Beratung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Wir sind aktuell eh in Bauvorbereitung und haben nur Angst, dass wir bis April 21 nicht fertig sind. Kann er jetzt schon eine Räumungsklage anstreben?

Nein. Er muss zunächst das Ende der Kündigungsfrist abwarten, sofern denn noch eine wirksame Kündigung erfolgt. Nur wenn Sie dann nicht ausziehen sollte, droht eine Räumungsklage, wobei dieses Verfahren sich - je nach Auslastung des Gerichts - sechs bis neun Monate hinziehen kann.

Geben Sie dann bitte Ihre Bewertung für die anwaltliche Beratung ab, indem Sie mit der Maus oben die Sterne (3-5 Sterne) anklicken, wenn Sie keine Nachfragen haben, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die Beratung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Und warum sollten wir der Kündigung dann jetzt schon widersprechen? Er könnte ja theoretisch noch kürzere Fristen ansetzen.

Weil Sie den Vermieter damit unter Zug- und Begründungszwang setzen. Die Tatsache, dass der Eigenbedarf überhaupt nicht näher darlegt ist, lässt nämlich vermuten, dass der Eigenbedarf nur vorgetäuscht ist.

Geben Sie dann bitte Ihre Bewertung für die anwaltliche Beratung ab, indem Sie mit der Maus oben die Sterne (3-5 Sterne) anklicken, wenn Sie keine Nachfragen haben, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die Beratung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Der Eigenbedarf wird eintreffen, wir wohnen in deren 2. Haus das als Alterswohnsitz gedacht war. Jetzt wird das 1. Haus verkauft und schon haben wir ein ernsthaftes Problem.

Wenn Sie sich absolut sicher sind, dass tatsächlich Eigenbedarf vorliegt, dann sollten Sie mit dem Widerspruch auch solange warten wie möglich.

Geben Sie dann bitte Ihre Bewertung für die anwaltliche Beratung ab, indem Sie mit der Maus oben die Sterne (3-5 Sterne) anklicken, wenn Sie keine Nachfragen haben, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die Beratung.

 

Vielen Dank!

 

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Alles klar, 2 Monate vor Mietende muss der Widerspruch vorliegen? Das 1. Haus muss dann verkauft sein, oder kann er es an seine Kinder übergeben?

Ja, richtig - 2 Monate vor Vertragsende.

 

Wenn tatsächlich Eigenbedarf vorliegen soll, muss das 1.Haus dann natürtlich auch verkauft oder (das wäre auch möglich) an die Kinder übergeben sein.

Geben Sie dann bitte Ihre Bewertung für die anwaltliche Beratung ab, indem Sie mit der Maus oben die Sterne (3-5 Sterne) anklicken, wenn Sie keine Nachfragen haben, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die Beratung.

 

Vielen Dank!

 

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Ok, vielen Dank für ihre Hilfe!

Sehr gern geschehen!

Geben Sie dann bitte noch kurz Ihre Bewertung für die anwaltliche Beratung ab, indem Sie mit der Maus oben die Sterne (3-5 Sterne) anklicken, wenn Sie keine Nachfragen haben, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die Beratung.

 

Vielen Dank!

 

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und 2 weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.