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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
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Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
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Aus NRW: Hallo, Hausgeldabrechnungen einer WEG sind in der

Diese Antwort wurde bewertet:

Aus NRW: Hallo, Hausgeldabrechnungen einer WEG sind in der Aufstellung m.W. nicht konkret gesetzlich geregelt. Es kamen 2 Fragen auf. 1..: ob in einer Einzelabrechnung - die Bestandsteil einer Jahresabrechnung ist, die Gesamtkosten der einzelnen Abrechnungsposten (z.B. Versicherungen, Strom...) in der Einzelabrechnung aufaddiert und nochmals zusammengefasst ausgewiesen werden müssen, obwohl dies jeder Eigentümer selber könnte (und die Abrechnung mit Zahlen auch aufbläht). 2: In diesem Kontext ergänzend auch die Frage, ob eine zwischen Verwalter und Eigentümer getroffene Sondervereinbarung von Leistungen, die kostenpflichtig sind (z.B. gesonderte Bescheinigung) auch mit zumindest in allen Einzelabrechnungen aller Eigentümer erscheinen muss und diese zusätzlichen Einzelkosten mit ausgewiesen werden müssen (obwohl dies eigentlich nur 1 oder 2 Eigentümern ja etwas anginge). Dies vor dem Hintergrund, dass in der Gesamtabrechnung, wo ja alles hereingehört, dort als Kostenposition (gesamt für die 1-2 Eigentümer) ein Ausweis dargestellt wird. Grundsätzlich über die Gesamtabrechnung damit doch schon alle Eigentümer informiert, oder nicht?

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

 

Eine Einzelabrechnung muss grundsätzlich nachvollziehbar sein.

 

Zur Nachvollziehbarkeit sind diese Einzelabrechnungen aus der Gesamtabrechnung dergestalt abzuleiten, dass der auf den einzelnen Wohnungseigentümer entfallende Anteil an den Gesamtausgaben oder an den Gesamtverbrauchskosten nach Maßgabe des für den jeweiligen Einzelposten anzuwendenden Verteilungsschlüssels der Gemeinschaft festgestellt wird.

 

Diese einzelnen Kostenpositionen sind dann mit den vom einzelnen Eigentümer geleisteten Wohngeldvorauszahlungen zu saldieren.

 

Die Einzelpositionen müssen also grundsätzlich zusammengezählt werden und vom Ergebnis müssen die Vorauszahlungen abgezogen werden.

 

Bezüglich der zweiten Frage:

 

Wenn die Verwaltung Sonderleistungen aufgrund einer gesonderten Vereinbarung mit Verwalter und dem einzelnen Eigentümer erbracht hat, dann müssen diese Sonderleistungen in der Einzelabrechnung nicht auftauchen. Es reicht aus, wenn die Hausverwalter hier eine gesonderte Abrechnung über diese Leistung erstellt.

 

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Sehr geehrter Herr RA Schiessl, der erste Teil der Frage ist nicht konkret genug beantwortet. Nachvollziehbar ist die Einzelabrechnung schon (Gesamtkostenpostiton - Umlageschlüssel- Einzelkostenanteil). Die einzelnen Gesamtkostenpositionen für z. B. Versicherungsprämien, Strom usw. sind alle untereinander ausgewiesen, nur müssen diese dann nochmals vom Verwalter (quasi unter dem strich) aufaddiert in der Einzelabrechung angedruckt werden. Man muss doch erwarten können, dass ggf. ein Interessent sich die vllt. 8 - 10 Pos. selber ausrechnet, wenn er das unbedingt wissen möchte. Oder sehe ich das falsch?

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

die Einzelpositionen und die Gesamtkostenpositionen müssen am Ende saldiert werden(MüKoBGB/Engelhardt, 7. Aufl. 2017, WEG § 28 Rn. 38). Eine bloße Errechenbarkeit der Einzelpositionen ist für den Miteigentümer nicht ausreichend.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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