So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 30045
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Miet- & WEG-Recht hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Ich bin freischaffende Künstlerin und habe vor sieben Jahren

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich bin freischaffende Künstlerin und habe vor sieben Jahren ein ehemaliges Ladengeschäft im Erdgeschoß eines Wohnhauses als Kursatelier gemietet. Zu einer stark frequentierten Straße gehen schmale Schaufenster, die durch den Vermieter mit Jalousien versehen wurden.
Drei weitere Fenster (die einzigen außer den Schaufenstern) im hinteren Teil des schlauchförmigen Ateliers gehen zu einem kleinen Innenhof, wo unter anderem Mülltonnen stehen. Ein neuer Mieter wünscht nun einen Abstellraum, so dass ihm seitens des Vermieters zugesagt wurde, diesen Innenhof zu überdachen. Dadurch würde kein Licht von draußen mehr in einen großen Teil meines Ateliers gelangen, in dem ich auch regelmäßig Kurse abhalte.
Ich wurde über die Maßnahme nicht informiert, auch wurde ich nicht um meine Zustimmung gebeten.
Für mich als Malerin und Kursleiterin würde dies eine erhebliche Minderung des Mietwertes darstellen. Die Baumaßnahmen, von denen ich durch Zufall von anderen Mietern erfahren habe, stehen wohl kurz bevor.
Habe ich irgendwelche Möglichkeiten, mich zu wehren, dies zu verhindern? Wie sollte ich mich verhalten, außer sofort mit dem Vermieter und Hausverwalter Kontakt aufzunehmen
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Thüringen
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: Ich habe bisher den Vermieter sowie die Hausverwaltung per E-Mail kontaktiert und zum Ausdruck gebracht, dass ich das nicht möchte und um weitere Erklärung gebeten. Informiert wurde ja bisher nicht.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

 

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

 

In der Tat müssen Sie diese Beeinträchtigung des vertragsgemäßen Gebrauchs rechtlich nicht hinnehmen.

 

Ihren Vermieter trifft auf der Grundlage des mit Ihnen bestehenden Mietvertrages eine Fürsorge- und Schutzpflicht (=vertragliche Nebenpflicht gemäß § 241 Absatz 2 BGB), kraft derer er verpflichtet ist, auf Ihre schutzwürdigen und berechtigten Belange und Interessen in angemessener Weise Rücksicht zu nehmen.

 

Schon angesichts dieser bestehenden Rücksichtspflicht war der Vermieter nicht berechtigt, die Überdachung vorzunehmen, jedenfalls nicht ohne Ihre explizite Zustimmung.

 

Anwaltlich anzuraten ist Ihnen daher, den Vermieter unter ausdrücklicher Berufung auf Ihren Anspruch auf einen vertragsgemäßen Gebrauch im Sinne des § 535 BGB aufzufordern, von der baulichen Maßnahme Abstand zu nehmen.

 

Zugleich sollten Sie in Aussicht stellen, dass Sie widrigenfalls die Miete in angemessener Weise mindern werden.

Klicken Sie oben auf die Bewertungsterne (=3-5 Sterne/"Toller Service","Informativ & hilfreich","Frage beantwortet"), wenn Sie keine Nachfrage haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann zahlt JustAnswer die Vergütung für die anwaltliche Beratung an mich aus.

Gern können wir Ihr Anliegen auch telefonisch im persönlichen Gespräch ausführlich erörtern, sofern Sie dies wünschen.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Vielen Dank, da lag ich doch mit meiner Verärgerung und Vermutung, dass dies nicht geht, richtig. Wie mir der andere Mieter sagte, sollen die Arbeiten wohl schon nächste Woche beginnen. Da ich arbeiten muss, kann ich nicht vor Ort sein. Können Sie mir raten, was ich schnell tun kann?

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

 

Sie sollten umgehend mit der Verwaltung/dem Vermieter Kontakt aufnehmen und sich auf die oben dargestellte Rechtslage berufen. Verlangen Sie, dass von der angedachten Überdachung abgesehen wird.

 

Teilen Sie unmissverständlich mit, dass Sie ansonsten von Ihrem gesetzlichen Minderungsrecht gemäß § 536 BGB Gebrauch machen werden. Die Mietminderung können Sie angesichts der drohenden Beeinträchtigung mit mindestens 20% in Ansatz bringen!

Klicken Sie dann bitte oben auf die Bewertungsterne (=3-5 Sterne/"Toller Service","Informativ & hilfreich","Frage beantwortet"), wenn Sie keine Nachfrage haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann zahlt JustAnswer die Vergütung für die anwaltliche Beratung an mich aus.

Gern können wir Ihr Anliegen auch telefonisch im persönlichen Gespräch ausführlich erörtern, sofern Sie dies wünschen.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.