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RA Traub
RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 12182
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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RA Traub ist jetzt online.

Hallo, wir befinden uns in einem fristgemäß gekündigten

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
wir befinden uns in einem fristgemäß gekündigten Gewerbe-Mietvertrag zum Ende April 2020
Die Kündigung kam überraschend nach dem großen Unwetter vor 4 Wochen.
Dabei hat es die Halle förmlich überschwemmt. Wir wissen das all unsere Unwetter-Schäden ( Wasser-Schäden der Kartonagen-Ware, der freistehenden Elektro-Geräte, etc. ) hieraus zu unseren Lasten gehen, obwohl das Dach der baugleichen Anschlusshalle keinen Mangel aufweisst und hier alles brottrocken nach dem Unwetter war. Der Unterschied der beiden Hallenhälften besteht darin das unser Vermieter um Gegensatz zu dem Nachbar-Vermieter das Dach verändert hat, um eine riesige Photo-Voltaik-Anlage dort zu betreiben - hieraus haben wir während der Mietdauer von ca. 5 Jahren des öfteren Wasser-Einbruch wegen Undichtigkeiten durch die Montage der Anlage gehabt - es auch gemeldet und Eimer an den Stellen aufgestellt, bis ein Handwerker, die offensichtlich nahezu nicht auszumachenden Undichtigkeiten angeblich gefunden und abgedichtet hat. Der Wasser-Einbruch kam eigentlich immer nur bei starkem Regen mit einem gewissen Wind-Anteil und wir vermuten, daß dieser Wind an den großen Kollektoren gearbeitet hat und diese Windlast ( Heben und Senken der Kollektoren ) zu den Undichtigkeiten und dem Wassereinbruch geführt hat.
Der Vermieter ist der Auffassung der Wassereinbruch liegt nicht in seiner Verantwortung - auf die Frage hin, ob wir mal die aktuellen Unterlagen dieser Dachkonstruktion einem Fachmann unserer Wahl zeigen können, kam im Gespräch ein zögerliches Ja mal sehen : muß ich mal einen Anwalt fragen --- aber parallel war die Kündigung in der Zustellung - dies zu unserem Vermieter - wir bleiben wohl auf unserem Schaden sitzen oder gibt es hier eine für uns preiswerte Lösung den Vermieter in die Pflicht zu nehmen uns die Statik und die daraus resultierenden bauseitigen Anpassungen der neuen Dachkonstruktion gemäß den üblichen Anforderungen an solche Anlagen zu belegen. Einen Gutachter unsererseits können wir nicht bezahlen. Hinzu kommt in diesem Zusammenhang die Frage der Mietminderung - da die Halle im Monat September wie angemietet nicht zu benutzen war - wir haben hier ca. 50 % Mietminderung in Ansatz gebracht. Abschließend zu dieser Tragödie : wer ist eigentlich für die Aufräum-Arbeiten und das Beseitigen des Drecks und des Geruchs in der Halle verantwortlich und wenn der Vermieter, können wir solange die Miete mindern. - zu ihrer Orientierung : wir fühlen uns hier betrogen und suchen ihren Rat - die Halle werden wir so oder so verlassen - weil ja keiner weiss, wann wieder so ein Unwetter kommt und wir wieder den Schaden tragen müssen. Aber wir sehen es als eine Verpflichtung unseres Nachfolgers gegenüber, diesem Thema in vertretbarem Aufwand nach zu gehen. In dem Zusammenhang haben wir auch mal die Umlagen-Abrechnung von einem Fachmann taxieren lassen und der stellte eine 30% tige Überhöhung dieser Werte fest. Hier haben wir um die Belege gebeten um dies zu überprüfen - keine Reaktion bis jetzt.
Das von uns dem Vermieter ( Vater verstorben, und dann eben dem Sohn ) entgegengebrachte Vertrauen ist entzweit, was wir eigentlich bedauern, da wir seine Halle mit unserer Arbeit insbesondere im Elektrobereich salonfähig gemacht haben,insbesondere die uralte marode Deckenbeleuchtung haben wir erneuert und montiert ( eingebracht mit LED ausgestatteten neuen 150cm Fassungen mit Spiegel-Reflektoren ).
Dies zu unserer Situation - wie sollen wir weiter Vorgehen, denn die Oktober - Miete steht an und wir wollen natürlich wieder mindern solange sich hier nichts ändert. Letzte Frage hierzu : solange wir auch geminderte Miete bezahlen gilt doch die Miete als bezahlt oder laufen wir hier in die fristlose Kündigung wenn 2 Mieten nicht bezahlt worden sind laut Mietvertrag, das wäre natürlich fatal, denn wir müßten Räumen und bis zum Ende bezahlen - das wäre für uns eine Katastrophe !!!
vg Reinhard Gabriel

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer.
Ich bin Rechtsanwalt Dr. Traub und würde Ihnen gerne bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Das gesamte Verhalten der Vermieterpartei deutet darauf hin, dass durch die Kündigung der "unsachgemäße" Dachaufbau vertuscht bzw. überspielt werden soll.

Aufgrund Ihrer Beschreibung ist davon auszugehen, dass in der Tat das Dach unsachgemäß mit den Photovoltaik-Teilen bebaut wurde.

Wäre dies der Fall, würde der Vermieter für Ihren entstandenen Schaden ggf. in vollem Umfang haften.

Daher wäre in der jetzigen Situation, so lange Sie noch im Mietobjekt sind, klar anzuraten auf eigene Kosten einen Gutachter zu beauftragen, der das gesamte Dach und die bestehenden Mängel beurteilt und vor allem dokumentiert.

Ein Dokumentieren rate ich Ihnen im übrigen per Foto und Video ebenso an. Vom Dach, der Halle etc.

Im Verhältnis zu der Möglichkeit, dass der Vermieter für den gesamten Schaden haftet, sind die Kosten eines Sachverständigen sehr gering.
Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung. Sofern der Wunsch nach einem Telefonat besteht, können Sie dies gern über den Telefon-Premium-Service anfordern.
Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Hallo, genau dies war nicht die Frage, sondern unser Sachstand - Gutachter haben wir im Schreiben schon ausgeschlossen - bitte weiterlesen - es dreht sich eigentlich um die Beseitigung des Drecks und des Geruchs und zwar wer ist hier zuständig und im besonderen wie wir mit den Mietminderungen in diesem angeschlagenen Objekt weiter verfahren können und ob wir aus den Mietminderungen heraus in eine fristlose Kündigung laufen Vg RG

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

der Mieter ist verpflichtet, Ihnen eine mangelfreie Mietsache zu überlassen, vgl. §§ 535 ff. BGB.

Kommt er dieser Verpflichtung nicht nach, können Sie die Miete mindern.

Ab dem Umstand, nach welchem die Mieträumlichkeiten in entsprechenden schlechten Zustand versetzt wurden, besteht das Minderungsrecht.

Der Umfang der Minderung hängt vom Grad der Beeinträchtigung und Verwüstung ab.

Wenn Sie daher den Zustand der Mietsache aktuell nicht verursacht haben ist der Vermieter in der Pflicht.

Konsequenterweise müssen Sie den durch das Unwetter hervorgerufenen Zustand auch nicht beseitigen bei Übergabe.

Die Minderung kann von dem Vermieter zum Anlass für eine fristlose Kündigung genommen werden, wenn der vertragliche oder gesetzliche Mietrückstand erreicht wird.

Wollen Sie dieses Risiko ausschließen müssten Sie die Mietzahlung in voller Höhe unter Vorbehalt bezahlen und im Nachgang den Mietminderungsbetrag vom Vermieter einfordern.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

RA Traub und 2 weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.