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RA Traub
RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 11766
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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RA Traub ist jetzt online.

Sehr geehrte Anwälte, vielleicht können Sie uns bei diesem

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Anwälte, vielleicht können Sie uns bei diesem Problem weiterhelfen: - Wir haben seit Juli 2003 einen kombinierten Gewebe-/Wohnungsmietvertrag (60 % Gewerbe und 40% Wohnen) in München. Wir arbeiten und wohnen also in den Räumen. - Dieser Vertrag wurde in den letzten 16 Jahren immer wieder um 2 Jahre, zuletzt nur noch um 1 Jahr verlängert. - Der letzte Mietvertrag aus 2018 ist Ende Juli 2019 ausgelaufen. Wir haben auf unsere Nachfrage nach einem neuen Mietvertrag keine Antwort erhalten - vermutlich, weil das Haus (seit 1 Jahr angekündigt) zur Zwangsversteigerung stand. - Die Zwangsversteigerung ist jetzt rechtskräftig seit 3.9.2019 (es gab laut Schreiben vom Amtsgericht kein Sonderkündigungsrecht für den neuen Eigentümer) - Die neue Eigentümerin war schon zuvor Miteigentümerin des Objekts. - Jetzt haben wir eine Kündigung erhalten, die zum 31.3.2020 (6 Monate) wirksam wird. Die Begründung sind "umfangreiche Umbauten" und "dass wir die Räumlichkeiten ohne einen gültigen Mietvertrag übernommen hätten". Jetzt meine Frage: Ist diese Kündigung rechtens und haben wir rechtliche Möglichkeiten, dagegen vorzugehen? Danke ***** *****ür Ihre Antwort, mit freundlichen Grüßen, ***

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts ist die Rechtslage wie folgt einzuschätzen:
Bei dem beschriebenen Mietverhältnis handelt es sich um ein sog. Mischmietverhältnis (Gewerbe und Wohnraum).

Wenn eine Einordnung unklar ist, kann im Zweifel ein Wohnraummietverhältnis angenommen werden (BGH, Urt. v. 09.07.2014, Az. VIII ZR 376/13).

Auf Wohnraum finden die gesetzlichen Kündigungsfristen nach § 573c BGB Anwendung.

Diese wären bei einem Mietverhältnis, welches länger als 8 Jahre andauert, 9 Monate.

Bei Gewerbemietraum wären die Fristen nach § 580a BGB kürzer.

Vorsorglich sollten Sie daher gegen die Kündigung Widerspruch erheben und auf die verlängerte Frist des § 573c BGB verweisen.

Wenn der Vertrag keine "automatische" Verlängerungsklausel hat und das Mietverhältnis nicht verlängert wurde, ist der Vertrag als "beendet" anzusehen.

Somit würden die gesetzlichen Fristen Anwendung finden.

Wenden Sie sich mit dieser Begründung an den Eigentümer.
Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung. Sofern der Wunsch nach einem Telefonat besteht, können Sie dies gern über den Telefon-Premium-Service anfordern.
Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

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Kunde: hat geantwortet vor 5 Tagen.

Lieber Herr Traub, haben Sie vielen Dank für Ihre schnelle Antwort, das hilft uns schon einmal weiter, beste Grüße, ***

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