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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 31460
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo, folgendes.. Ich hatte eine Wohnungsbesichtigung bei

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,folgendes.. Ich hatte eine Wohnungsbesichtigung bei einer Maklerin. Die Wohnung hat mir zugesagt und ich habe meine Selbstauskunft abgegeben. Kurz darauf erreichte mich per Post (bzw. nach vorherige Ankündigung per Telefon) 3x der gleiche Vertrag. Ohne Unterschrift vom Mieter. Mietbeginn war dort als 15.09.2019 angegeben. Übergabe stand mit "Nach Absprache mit dem Vermieter" angegeben. Der Vertrag wurde mir von der Maklerin zugeschickt und ich sollte ihn auch zu denen zurückschicken.
Soweit so gut.Habe ich dann auch am 19.08.2019 gemacht. Nach dem ich letzten Donnerstag (also 1 1/2 Wochen nach der Abgabe) noch nichts gehört habe, habe ich die Maklerin kontaktiert. Sie meinte bisher wäre noch nichts eingegangen und sie fragt nochmal den Hausverwalter. Dieser meinte, laut Aussage der Maklerin, er würde mich direkt kontaktieren, wenn der Vertrag eingegangen ist.Heute habe ich nochmal angerufen, weil immer noch nichts passiert ist und ich inzwischen seit 2 Wochen warte UND ich meine derzeitige Wohnung immer nur bis zum 3. Werktag des Monats kündigen kann (um dann zum Ende des übernächsten Monats raus zu können). Die Maklerin hat dann gerade nochmal den Hausverwalter angerufen und er hat wohl hoch und heilig versprochen sich sofort zu melden. Aber im Endeffekt hat er scheinbar auch keinen Kontakt zum Vermieter aufgenommen.Meine Frage nun: ist das normal? Ich fand den Ablauf allgemein schon sehr suspekt. Also den Vertrag erst nochmal zur Maklerin zu schicken/abzugeben anstatt direkt dem Vermieter. Kann ich jetzt noch irgendwas unternehmen? Rechtlich, da ich schon unterschrieben habe, wäre es vermutlich auch möglich dass der Vermieter mir erst zum 14.9 den Vertrag zu kommen lässt, oder?Habe ich irgendwie noch ein Recht, den Mietbeginn zu verschieben, wenn sich der Vermieter seit 2 Wochen nicht auskäst/meldet?

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn nur Sie allein den Vertrag unterschrieben haben, d***** *****egt bislang lediglich ein Angebot zum Abschluss eines Kaufvertrages vor. Dieses Angebot kann der Vermieter nun nicht unbefristet annehmen. Nimmt er es nicht innnerhalb einer Frist von 2 Wochen an, so erlischt Ihr Angebot und Sie wären an Ihre ursprüngliche Unterschrift nun nicht mehr gebunden. Insoweit steht es Ihnen natürlich frei den Vertrag neu auszuhandeln.

Allerdings schuldet Ihnen der Vermieter wenn er ohne grund den Vertrag nicht unterzeichnet und Ihnen dadurch ein Schaden entsteht Ihnen gegenüber nach § 280 BGB Schadensersatz in Höhe des Vertrauensschadens.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und 2 weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Ist diese Frist immer gesetzt? Muss diese sonst irgendwo stehen oder gilt das allgemein für Verträge?

Sehr geehrter Ratsuchender,

die 2 Wochen Bindungsfrist gelten dann wenn nichts anderes vereinbart wurde. Eine abweichende Vereinbarung kann folgendermaßen aussehen: "an dieses Angebot halte ich mich bis zum .... gebunden".

mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Ich habe den Vertrag am 19.08.2019 in den Briefkasten der Maklerfirma gesteckt. Dementsprechend läuft heute diese 2-Wochenfrist ab, oder?

Sehr geehrter Ratsuchender,

ja wenn Sie den Vertrag zu den üblichen Postleerzeiten eingeworfen haben ja, ansonsten morgen.

mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Ab wann wäre der Mietvertrag denn aber dann kein Angebot mehr, sondern ein rechtssicherer Vertrag? Ich dachte das wäre er, sobald beide Parteien unterschrieben haben?

Ausschlaggebend sind in der Tat die Unterschriften der beiden Parteien.

Allerdings muss die Willenserklärung der 2. Unterschrift dem Vermieter auch zugegangen sein. Erst mit dem Zugang wird die Willenserklärung wirksam.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt