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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 29765
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, Ich habe einen

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,Ich habe einen Indexmietvertrag. Im September 2018 habe ich eine Mitteilung bekommen, dass sich meine Miete ab dem 01.01.2019 erhöhen wird und dass die Summe automatisch von meinem Konto abgebucht werden würde. Bis jetzt wurde aber diese Erhöhung nicht abgebucht.
Vor paar Tagen habe ich einen Brief vom Vermieter bekommen, dass er aus Versehen den monatlichen Einzug nicht geändert hat. Deswegen würde er die Summe rückwirkend für die letzten acht Monate abbuchen.Meine Fragen:
- Ist die erste Mitteilung überhaupt noch gültig, da nach ihr keine Abbuchung erfolgt ist? Muss der Vermieter jetzt nicht eine neue Mitteilung machen, nach der die Frist von zwei Monaten erneut gilt? Darf der Vermieter das Geld rückwirkend einziehen?
- In der ersten Mitteilung ist mir bei der Berechnung ein kleiner Fehler aufgefallen, was dazu führt, dass der Betrag für die Mieterhöhung nicht ganz korrekt ist. Gilt dieses Schreiben trotzdem oder läuft die Frist von zwei Monaten nach der Korrektur des Schreibens neu?
- Kann ich etwas gegen die Mieterhöhung tun?Vielen Dank ***** ***** und viele Grüße
A.R.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass die Mitteilung über die Anpassung der Indexmiete in rechtlich nicht zu beanstandender Form - nämlich auf der Grundlage des § 557 b Absatz 3 BGB - vermieterseitig erfolgt ist:

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__557b.html

Diese aus dem September 2018 datierende Mitteilung ist auch nach wie vor rechtlich bindend und gültig.

Der Umstand, dass versehentlich ein Einzug der Erhöhung nicht erfolgt ist, nimmt der Mietanpassung leider nicht ihre Rechtswirksamkeit.

Der Vermieter ist daher auch nicht verpflichtet, einen erneute Mitteilung gemäß § 557 b Absatz 3 BGG zu fertigen.

Zudem ist der Vermieter berechtigt, den entsprechenden Betrag rückwirkend einzufordern, denn mit dem 01.01.2019 schulden Sie die erhöhte Indexmiete, und hinsichtlich des nicht abgebuchten Betrages ist auch noch keine Verjährung eingetreten.

Sofern dem Vermieter eine Berechnungsfehler unterlaufen ist, sollten Sie dies umgehend benstanden - Sie schulden selbstverständlich nur diejenige Indexmieterhöhung, die sich bei korrekter Kalkulation ergibt.

Leider können Sie gegen die Mieterhöhung rechtlich nichts unternehmen, denn bei einer Indexmiete - wie hier - tritt eine Anpassung kraft Gesetzes ein (§ 557 b BGB).

Ich bedaure außerordentlich, Ihnen keinen angenehmere Mitteilung übermitteln zu können, aber ich bin als Rechtsanwalt verpflichtet, Ihnen die Rechtslage wahrheitsgemäß darzustellen.

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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Vielen Dank.

Kunde: hat geantwortet vor 29 Tagen.
Hallo Herr Hüttemann,auch wenn das keine positive Nachricht ist, danke ***** ***** dennoch für die schnelle und ausführliche Antwort.Beste Grüße & schönen Sonntag
A.R.

Haben Sie vielen Dank für Ihr freundliches Feedback - und ebenfalls einen schönen Sonntag!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt