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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 30595
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
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ra-huettemann ist jetzt online.

4 Twittern Teilen Hallo, ich habe ein Haus gekauft, welches

Diese Antwort wurde bewertet:

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Twittern TeilenHallo,ich habe ein Haus gekauft, welches eigentlich in der Zwangsversteigerung war, Der Verkäufer zieht nach dem vereinbarten Termin nicht aus, weil er angeblich keine Wohnung findet. Aber er kümmert sich nicht darum. Habe vom Notar eine - Vollstreckbare Ausfertigung - erhalten. Der Gerichtsvollzieher will wissen, welche Räumung ich beanttrage - a. die klassische Räumung oder b die Räumung Berlin Modell- welche auch sehr viel günstiger ist. - Was schlagen sie vor und haben Sie dafür ein Musterformular, mit welchem ich den Gerichtsvollzieher beauftragen kann, da er dieses verlangt.Achtung ArchivDiese Antwort ist vom 23.12.2008 und möglicherweise veraltet. Stellen Sie jetzt Ihre aktuelle Frage und bekommen Sie eine rechtsverbindliche Antwort von einem Rechtsanwalt.Jetzt eine neue Frage stellenIch beantworte Ihre Anfrage auf der Basis des geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:
Die rechtliche Verpflichtung, das Haus zu räumen und Ihnen per 29.12.2008 zu übergeben, ist im Vertrag verankert.
Mit Ablauf dieser Frist gerät der Verkäufer mit seiner Verpflichtung in Verzug, ohne dass es einer Mahnung Ihrerseits bedarf, vg. § 286 Abs 2 Zif 1) BGB.
Sie könnten also am 30.12.2008 eine Klage gegen den Eigentümer auf Räumung und Herausgabe einreichen. Allerdings dauert ein solches Verfahren natürlich längere Zeit, ist aber unumgänglich, wenn und solange der Eigentümer das Haus nicht freiwillig räumt.Neben dem Erfüllungsanspruch auf Herausgabe des Hauses können Sie den Schaden von ihm beanspruchen, der durch diese seine Vertragspflichtverletzung bei Ihnen entsteht, vgl. § 280 Abs. 1 BGB.
Zu diesen Schäden gehört alles, was gerade wegen der Verzögerung entsteht, insbesondere Bereitstellungszinsen für Darlehen, evt. doppelte Mietzahlungen, Hotelunterbringung, sofern Sie selber schon aus ihrer jetzigen Wohnung raus müssen.Sie sollten ihm diese Möglichkeit in einem Schreiben deutlich und in aller Klarheit vor Augen führen und zugleich darauf verweisen, dass Sie den Schadensbetrag mit dem Kaufpreisanspruch aufrechnen werden. Parallel dazu sollten Sie die Bank informieren, um möglicherweise von dort Unterstützung zu erfahren.Sie können zudem anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen; da der Gegner sich bereits in Verzug befindet, hat er auch die dadurch entstehenden Kosten und Gebühren zu tragen.Sollten Sie an einer solchen Vertretung durch mich interessiert sein, stehe ich Ihnen gerne, auch über die Feiertage zur Verfügung.Mit freundlichen Grüßen
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Rheindland Pfalz
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: Weiß ich nicht - bin leider kein Jurist um das alles zu wissen , was für Sie wichtig ist..sorry

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Bei der Berliner Räumung besteht der Vorteil für Sie darin, dass keinerlei Kosten für Abtransport und Einlagerung des gesamten Hausrates anfallen, und Sie ersparen sich auch die Kosten für den Gerichtsvollzieher, der den Hausrat nicht im Versteigerungsverfahren verwerten muss.

Bei der Berliner Räumung beschränkt sich daher die Vollstreckung auf die Geltendmachung der Herausgabe als solche!

Gesetzlich geregelt ist diese Variante der Zwangsvollstreckung seit 2013 in § 885 a ZPO:

https://dejure.org/gesetze/ZPO/885a.html

Sämtliche Vorteile, die diese Räumungsoption Ihnen bietet, fehlen bei der klassischen Vollstreckung: Sie müssen mit sämtlichen Kosten für Transport, Einlagerung und Gerichtsvollzieher in Vorlage gehen, und wenn der Schuldner insolvent ist, bleiben Sie auf diesen Kosten sitzen, wenn die Versteigerung keinen hinreichenden Erlös abwirft.

Ihnen ist daher dann zu der Berliner Räumung zu raten, wenn Sie davon ausgehen müssen, dass der Schuldner die Vollstreckungskosten nicht tragen kann - wovon ich unter Zugrundelegung Ihrer Sachverhaltsangaben ausgehe.

Hierfür benötigen Sie im Übrigen kein Muster - Sie müssen dies dem Gerichtsvollzieher nur mitteilen!

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
OK - danke ***** ***** Frage dazu habe ich noch: gilt das auch für Hauskauf also gegenüber dem Verkäufer(also derzeitiger Besitzer) - da ich im Internet bzgl. des Berliner Modells immer nur von Vermieter und Mieter gelesen habe.?

Vielen Dank für das nette Telefonat.

Nachfolgend der Link zum Kundendienst des Portals:

http://ww2.justanswer.de/de/help

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt