So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchiessl.
RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 29078
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Miet- & WEG-Recht hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag, vor 4 Monaten haben wir unsere Neubau-Mietwohnung

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
vor 4 Monaten haben wir unsere Neubau-Mietwohnung bezogen.
Vor der Übergabe haben wir extra nach dem Internetanschluss gefragt und uns wurde ein Datum vor dem Mieteinzug genannt wo dieser fertiggestellt wird.
Wir sind dann eingezogen und wollten unsere Internetanbindung in der Wohnung anschließen lassen.
Darauf hin sagte uns die Telekom das Miethaus ist nicht am Netz angeschlossen und dies kann bis zu 3-4 Monaten dauern.
Wir haben jetzt seit ca. 4 Monaten kein Internet zur Verfügung.
Durch meine berufliche Funktion arbeite ich die meiste Zeit im Home-Office und bin auf eine Internetverbindung angewiesen.
Bedingt das ich kein Home-Office machen konnte, entstanden täglich Kosten für mich, weil ich zur Arbeit fahren musste.
Monatlich ca 200-250€.
Ich habe durch Listen und Dokumentationen dem Vermieter diese Kosten aufgelistet und zu gesendet.
Muss der Vermieter diese Kosten übernehmen und tragen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn Ihnen der Vermieter zugesichert hatte, dass die Wohnung einen Internetanschluss hat und diese Zusicherung nicht eingehalten werden kann, dann schuldet Ihnen der Vermieter nach § 280 BGB Ersatz des Ihnen durch die Vertragsverletzung entstandenen Schadens. Wenn also die von Ihnen genannten Kosten erforderlich sind um das fehlende Internet zu kompensieren, dann muss der Vermieter diese Kosten solange erstatten bis das Mietshaus an das Internet angeschlossen ist.

Über eine positive Bewertung würde ich mich sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Vielen Dank für Ihre Antwort.insgesamt beläuft sich der Schaden ca. auf 800-900€ für 4-5 Monate.
Der Vermieter hatte mir nun auf meine Listen und Forderungen diese Antwort gesendet.Sehr geehrter Herr Graser,sehr geehrte Frau Nagel,nach eingehender Prüfung der Angelegenheit kommen wir heute auf den Sachverhalt zurück und teilen Ihnen mit, dass eine Kostenübernahme Ihrer Fahrtkosten in der von Ihnen geforderten Größenordnung von hier aus nicht erfolgen kann.Selbstverständlich bedauern wir die Ihnen entstandenen Unannehmlichkeiten, müssen uns jedoch an die gängige Rechtsprechung und dem hier greifenden Rechtshintergrund orientieren. Danach steht Ihnen grundsätzlich eine Mietminderung für etwaige Unannehmlichkeiten zu – allerdings dürfte sich diese in einem Rahmen von 2-5 % der monatlichen Miete bewegen.Dennoch sind wir bereit, Ihnen -ohne Anerkennung einer Rechtspflicht- für die Monate Juli, August, September und Oktober 2018 eine pauschale Gutschrift von jeweils 75,00 € monatlich, in Summe 300,00 €, zur Abgeltung sämtlicher Mietminderungs- und Schadensersatzansprüche zu gewähren.Darüber hinaus kann keine weitere Gutschrift erfolgen.Mit freundlichen GrüßenJan-Michael Ihsecke
Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Es wurde uns zugesichert das der Internetanschluss liegt und angeschlossen ist. Dies erfolgte nochmals mündlich bei der Übergabe.Daraufhin sagte uns der Vermieter beim Anschluss/Telekom sei etwas schief gelaufen.
Aber dafür bin ich als Mieter nicht verantwortlich.

Sehr geehrter Ratsuchender

hier wirft der Vermieter Ihren (verschuldensunabhängigen) Anspruch auf Mietminderung nach § 536 BGB mit Ihrem Schadensersatzanspruch durcheinander. Den Minderungsanspruch haben Sie wenn die Mietsche mangelhaft ist, auch wenn der Vermieter nun nichts dafür kann.

Den Schadensersatzanspruch haben Sie aber dann wenn den Vermieter ein Verschulden trifft, also wenn er Ihnen falsche Versprechungen gemacht hat.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt